Mit dem sonnigen Frühlingsstart beginnen viele schon jetzt, an ihrer Sommerbräune zu arbeiten. Trotzdem sollte man auch hier vorsichtig sein: Denn Experten raten bereits im Frühjahr zur Vorsicht: Das Hautkrebsrisiko sollte nicht unterschätzt oder verharmlost werden. 

Obwohl es nicht den Anschein macht, kann auch bereits die Frühlingssonne überaus aggressiv sein. Denn was der Mensch nicht sieht, ist, dass neben den Sonnenstrahlen immer auch ultraviolette UV-Strahlen beim Bräunen auf die Haut einwirken. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP) warnen deshalb vor einer Verharmlosung der Frühlingssonne. Auch wenn es nun erst Frühling ist, sei die Sonneneinstrahlung nicht weniger schädlich als beispielsweise im Sommer. 

Dermatologen warnen: Sonnenstrahlen im April und März werden immer unterschätzt

Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe weiß, dass gerade in Zeiten der Pandemie viele Deutsche eine regelrechte Sehnsucht nach der frischen Luft haben. Dennoch macht er klar, dass man unbedingt auf seine Haut achten muss. 

"UV-Strahlung führt bei ungeschützter Haut innerhalb von Sekunden zu Schäden im Erbgut von Hautzellen", beteuert auch Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP. Der menschliche Körper könne diese zwar teilweise selbst reparieren, dennoch können geschädigte Hautzellen in der Haut verbleiben und schwere Folgeschäden hervorrufen. 

Eine Hautkrebserkrankung ist schon lange keine Seltenheit mehr. Laut krebsregister-sh.de erkrankten in Deutschland 2017 etwa 275.000 Menschen an Hautkrebs. Auch wenn die Behandlungsmethoden mittlerweile gut sind, kann dieser immer noch tödlich enden.

Polarluftströme sorgen für "Mini-Ozonlöcher"

Um die Haut in den Frühlingsmonaten an die zunehmende Sonneneinstrahlung zu gewöhnen, empfiehlt Breitbart zunächst kurze Aufenthalte in der Sonne. Die pralle Mittagsonne sollte aber vermieden werden. Außerdem kann man auch jetzt bereits zu Sonnencreme greifen, um das Hautkrebsrisiko zu minimieren. Achten Sie außerdem auch auf den richtigen Lichtschutzfaktor Ihrer Sonnencreme.

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Der März und April spielen speziell für die Sonnenliebhaber eine besonders wichtige Rolle. Die Gefahr durch die Sonne wird dann nämlich meist stark unterschätzt. Aufgrund sogenannter "Niedrig-Ozonrisse" ist die UV-Strahlung der Sonne aber schon stärker als man denkt.

Dadurch, dass durch den Luftzug von Polarluft nach Mitteleuropa "Mini-Ozonlöcher" entstehen, die eine Sonneneinstrahlung wie im Sommer zulassen entstehen diese "Niedrig-Ozonrisse". Deswegen sollte man lieber achtsam sein, und die Strahlen der Sonne auch in den noch teilweise recht frischen ersten Monaten des Jahres nicht unterschätzen. 

"Sonne(n) mit Verstand": Besonders Kinderhaut muss geschützt werden 

Auch sollte insbesondere Kinderhaut mit entsprechendem Sonnenschutz vor der unsichtbaren UV-Strahlung geschützt werden. "Die Haut von Kindern braucht bis zu zwölf Jahre, um den Schutzmechanismus eines Erwachsenen aufzubauen", erläutert Tonia Ebner, Referentin für Gesundheitsförderung und Prävention am Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg. "Kinder können sich selbst noch nicht ausreichend schützen, deshalb ist es umso wichtiger, dass die Erwachsenen für ihren Schutz sorgen", so Ebner weiter. 

Auch in Deutschland ist ein hoher UV-Index aufgrund der Abnahme der Ozonschicht keine Seltenheit mehr. Deshalb sollten die Eltern neben der angemessenen Kleidung der Kinder auf eine Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (bei Kindern mindestens LSF 25), eine Sonnenbrille zum Schutz der Augen sowie eine Kopfbedeckung (am besten mit Nackenschutz) achten. Denn wie Ebner warnt: "Gerade häufige Sonnenbrände in Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko, als Erwachsener an Hautkrebs zu erkranken, erheblich". Die Haut merkt sich schließlich jeden Sonnenbrand – ein Leben lang. Daher ist es nie zu spät auf einen entsprechenden Sonnenschutz, auch im Erwachsenenalter, zu achten.

Aus diesem Grund möchte das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg im Rahmen der Aktion "Sonne(n) mit Verstand" die Bevölkerung – vor allem aber Kinder und Jugendliche – für die Themen Sonnenschutz und Hautkrebsprävention sensibilisieren. Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention, "Zukunft gestalten – die Gesundheit unserer Kinder" möchte das Ministerium diese Zielgruppe besonders in den Fokus rücken.

 

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