Forscher des "University College London" fanden bei einer aktuellen Studie heraus, dass ein Mangel an sexueller Aktivität im Alter zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift "Archives of Sexual Behavior".

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Ein Zusammenhang zwischen Sexualität und Gesundheit?

Aufgrund der längeren Lebenserwartung in Wohlstandsgesellschaften ist auch die Zeitspanne für Krankheiten immer weiter gestiegen. Wie weit Sexualität die Gesundheit im höheren Alter dabei beeinflusst, ist wenig erforscht. Grundsätzlich geht man davon aus, dass ältere Menschen das Interesse an Sexualität verlieren und auch ihre Fähigkeiten dazu nachlassen. Somit ist es von hoher Relevanz für die Wissenschaft zu erfahren, ob die Abnahme von Sexualität und die Zunahme von Krankheiten im Alter in Zusammenhang stehen.

Machen Glückshormone uns gesund?

Schon frühere Studien haben gezeigt, dass eine Verbindung zwischen Sex und Gesundheit bestehen könnte. Sie besagen, dass vor allem die Häufigkeit und die Qualität des Sex vor kardiovaskulären Erkrankungen, Prostata- und Brustkrebs in späteren Jahren schützen können.

Verantwortlich machen die Wissenschaftler dafür die schützende Funktion von Glückshormonen, die während des Sex ausgeschüttet werden. Zudem ist Sex auch eine Form von sportlicher Aktivität, die im Allgemeinen förderlich für Körper und Geist ist. Eine weitere Interpretationsmöglichkeit ist, dass gesunde Menschen häufiger in sexuelle Aktivitäten involviert sind als Kranke.

Sex im Alter: Das sagt die Langzeitstudie

Die Ergebnisse wurden bei einer englischen Langzeitstudie zum Thema Altern (ELSA) gewonnen. Über vier Jahre wurden Männer und Frauen im Alter von 50 Jahren und älter begleitet. Insgesamt nahmen über 5700 Menschen an der Studie teil.

Dabei beobachteten sie die beruflichen, gesundheitlichen und finanziellen Situationen der Teilnehmer. Dabei stellten die Forscher fest, dass Männer, die wenig Sex haben ein um zwei Drittel erhöhtes Risiko haben, an Krankheiten zu erkranken.

Bei Frauen stieg das Risiko um 64 Prozent. Die Tendenz zu schweren Krankheiten stieg für Frauen allerdings nicht. Sexuell inaktive Männer zeigten dahingegen ein 63 Prozent höheres Krebsrisiko und ein 41 Prozent höheres Risiko für chronische Krankheiten. Um ein Drittel erhöhte sich die Gefahr von koronaren Herzkrankheiten.

Am besten verliebt man sich also noch einmal neu und tut damit etwas gutes für die eigene Gesundheit. Mit der Partnersuche ab 60 finden Sie Menschen für die  Liebe in der zweiten Lebenshälfte .