• Hypertonie gilt in Deutschland als Volkskrankheit.
  • Obwohl vor allem alte Menschen betroffen sind, sollten auch junge Erwachsene die Symptome für Bluthochdruck ernst nehmen.
  • Bluthochdruck kann gefährliche Folgen für die Gesundheit haben.

Bluthochdruck  ist in Deutschland weit verbreitet. Dem "Robert-Koch-Institut (RKI)" zufolge tritt eine Hypertonie bei etwa jedem dritten Erwachsenen in Deutschland auf. Besonders betroffen sind vor allem ältere Menschen. Ab dem 70. Lebensjahr leiden etwa drei von vier Menschen an Bluthochdruck. Doch auch junge Menschen können einen zu hohen Blutdruck entwickeln - und die Folgen können fatal sein. Deshalb ist es wichtig, eine Erkrankung so früh wie möglich zu entdecken.

Bluthochdruck: Krankheit bei jungen Menschen oft unterschätzt

Obwohl Bluthochdruck deutlich häufiger bei älteren Menschen auftritt, bleiben junge Patienten nicht verschont. Die "Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)" weist in einem öffentlichen Schreiben explizit darauf hin, dass auch junge Erwachsene ihren Blutdruck regelmäßig messen lassen sollten.

Laut DGMI sei die "arterielle Hypertonie gerade bei sportlichen jüngeren Menschen die häufigste internistische Erkrankung", weshalb es besonders wichtig sei, dass sich auch jüngere Altersgruppen mit den Warnzeichen auseinandersetzten. Es sei wichtig, dass gerade junge Menschen diese Symptome ernst nehmen: "Bluthochdruck ist zwar eine Volkskrankheit in Deutschland, bleibt aber zu oft unentdeckt oder unbehandelt“, so Professor Dr. Sebastian Schellong, Vorsitzender der DGIM.

Hypertonie: Kognitive Fähigkeiten werden eingeschränkt

In einer von der DGIM zitierten Studie erforschten Wissenschaftler die Risikofaktoren für Bluthochdruck. Als Grundlage der "CARDIA-Studie (Coronary Artery Risk Development in Young Adults)" dienten die Daten von Teilnehmern einer Langzeitstudie. Untersucht wurden insgesamt 5000 Probanden im Alter von 18  bis 30 Jahre. 

Das Forschungsteam stellte fest, dass Patientinnen und Patienten mit erhöhten Blutdruckwerten deutlich schlechtere kognitive Fähigkeiten vorwiesen, als Probanden mit normalem Blutdruck. "Diese Studie zeigt, dass Bluthochdruck, der im frühen Erwachsenenalter beginnt und über Jahre unbehandelt bleibt, erhebliche Schäden an den Nervenverbindungen des Gehirns nach sich zieht", so Professor Dr. Sebastian M. Schellong. Laut der Biologin und Medizinredakteurin Martina Feichter gibt es noch zahlreiche weitere Folgen, mit denen Betroffene rechnen müssen:

  • Herzschwäche
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Netzhautschäden
  • Nierenschäden
  • periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

Während einer Ganganalyse wurde außerdem festgestellt, dass einige Teilnehmer der "CARDIA"-Studie mit erhöhtem Blutdruck eine geringere Gehgeschwindigkeit, Schrittlänge und Gangvariabilität aufwiesen. 

Die Symptome von Bluthochdruck

Ein zu hoher Blutdruck kann sich auf verschiedene Arten äußern. Dr. Sebastian Schellog zählt die folgenden Warnzeichen zu den häufigsten Symptomen:

  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Atemnot unter körperlicher Belastung
  • plötzliche Schmerzen im Oberkörper
  • starkes Herzklopfen

Wer regelmäßig oder gehäuft die eben genannten Symptome feststellt, sollte einen Hausarzt aufsuchen. Um eine Erkrankung möglichst zu vermeiden, sollten Betroffene bei ersten Warnzeichen für Bluthochdruck die Ursachen frühzeitig mit einer Ärztin oder einem Arzt abklären, rät auch Professor Dr. med. Oliver Vonend, Nephrologe und Hypertensiologe aus Wiesbaden.

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Um die Hypertonie wieder in den Griff zu bekommen, reiche manchmal schon eine Umstellung des Lebensstils: "Erster Ansatzpunkt, um den Blutdruck zu senken, sind Lebensstiländerungen. Dabei sollten Stress, Rauchen und Übergewicht reduziert und auf eine gesunde Ernährung mit maximal sechs Gramm Salz am Tag geachtet werden", erklärt Vonend. Sollten diese Maßnahmen nicht reichen, könnte auf medikamentöse Therapien zurückgegriffen werden.

Im Zuge der Corona-Pandemie wurde darüber gesprochen, ob ein unbehandelter Bluthochdruck das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf erhöhen würde. 

aa

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