Eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig hat nun herausgefunden, was sich bei depressiven Menschen im Gehirn verändert.

Stress als Ursache für Depressionen?

Bislang war bekannt, dass bei Menschen mit der erhöhten Veranlagung zu Depressionen das körpereigene Stresssystem nicht richtig funktioniert. Diese System, die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, kurz HPA-Achse, wird normalerweise hochgefahren, wenn wir unter Stress stehen. Unser Körper schüttet dann vermehrt Cortisol aus, dass er mehr Energie bekommt, um sich der Herausforderung zu stellen.

Viele Husten-Medikamente sind praktisch wirkungslos: Studie zeigt "keine Vorteile für Patienten"

Wie die Studie der Leipziger Forscher, die sie jetzt im Fachmagazin Acta Psychiatrica Scandinavica veröffentlicht haben zeigt, ist bei Menschen mit so einer Störung der HPA-Achse der linke Hypothalamus um durchschnittlich fünf Prozent größer als bei Gesunden. Auch zeigte sich bei den Untersuchung, dass die Ein-Cent-große Hirnregion je nach Stärke der Depression mehr oder weniger angeschwollen war.

Medikamente wie Antidepressiva hätten wiederum keinen Einfluss auf die Größe des Hypothalamus gehabt. Das, so die Forscher, sei nun ein Ansatzpunkt, mit dem man depressiven Patienten gezielter helfen könne.