• Cola und Salzstangen werden gerne kleinen Kindern bei Bauchweh gegeben
  • Gut gemeint, aber nicht gut gemacht
  • Bessere Alternativen
  • Cola ist das schlimmere Übel

Klar, die Logik ist nachzuvollziehen: Ist das Kind an einem Magen-Darm-Virus erkrankt, versucht man, den damit entstandenen Flüssigkeitsverlust im Körper wieder auszugleichen. Dafür ist viel trinken Programm. Natürlich wird vom Kind lieber Cola angenommen, als verschiedene Teesorten, die höchstwahrscheinlich auch noch ungesüßt sind. Um dem Kind zudem Kochsalz zuzuführen, das den Durchfall hemmen soll, werden gerne noch Salzstangen angeboten. Was stellt diese Kombination bei Durchfall im Körper wirklich an? Wir haben es herausgefunden.

Helfen Cola und Salzstangen tatsächlich bei Durchfall?

Um bei Durchfall das Austrocknen des Körpers und den dadurch entstandenen Verlust von Elektrolyten zu verhindern, sollte möglichst viel getrunken werden. Die meisten kleinen Patienten sind jedoch in der Regel gar nicht begeistert von Fenchel-, Kamille- oder Früchtetee. Aus diesem Grund wird, gerade gerne bei Kindern, Cola zum Trinken angeboten. Darauf sollte man aber besser verzichten. Der viele Zucker im Cola kann den Durchfall sogar verschlimmern.

Dem Körper gehen beim Durchfall viele Mineralstoffe verloren, vor allem Kalium. Cola ist leider absolut gar kein guter Mineralstofflieferant. Wie unter anderem Stiftung Warentest berichtet, bewirkt das Koffein im Cola, dass der Körper noch mehr Kalium über die Nieren ausscheidet. So wird die durch den Durchfall entstandene Unterversorgung des Körpers sogar noch verschlimmert.

Tees oder Saftschorlen wären also hier die eindeutig bessere Lösung. Das geringere Übel bei der Cola-Salzstangen-Diät sind eindeutig die Salzstangen. Da sie aber auch nicht unbedingt förderlich für die Genesung sind, wären Zwieback, Reis, Kartoffeln oder geriebene Äpfel die bessere Wahl. Salzstangen liefern dem geschwächten Körper hauptsächlich Natrium, Kalium liefern sie jedoch nicht.