• Asthma-Häufigkeit
  • Welche Arten gibt es?
  • Typische Symptome
  • So sieht die Behandlung aus
  • Fazit

Rund 4,2 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden an Asthma. Damit die Asthma-Therapie schnellstmöglich begonnen werden kann, ist es wichtig, dass du erste Anzeichen und Symptome erkennst.

Häufigkeit und Arten von Asthma

Der AOK-Gesundheitsatlas aus dem Jahr 2020 zeigt, dass in Deutschland etwa 3,5 Millionen Menschen mit einem medikamentös behandelten Asthma leben. Unterschiede sind dabei sowohl nach Alter, als auch nach Geschlecht feststellbar. So sind Jungen in einer Altersgruppe bis 14 Jahren mit 5,4 Prozent häufiger an Asthma erkrankt als Mädchen mit nur 1,9 Prozent. Ein Blick auf das Erwachsenenalter zeigt, dass Frauen zwischen 70 und 79 Jahren am häufigsten betroffen sind. Der Anteil beträgt 6,8 Prozent.

Unter Asthma versteht man einen Überbegriff für verschiedene chronische, entzündliche Erkrankungen der Atemwege. Die Atemwege sind kurzzeitig oder dauerhaft verengt, sodass Betroffene schlecht Luft bekommen. In der Medizin wird zwischen verschiedenen Asthma-Arten, je nach Auslöser, unterschieden. So gibt es beispielsweise das allergische Asthma, welches meist bereits im Kindheitsalter beginnt. Ausgelöst wird diese Asthma-Form durch Allergene.

Andere Asthma-Formen können erst im Alter von 30 oder 40 Jahren auftreten. Diese werden auch endogenes oder nicht-allergisches Asthma genannt. Oftmals beginnt diese Form des Asthmas nach einer Virusinfektion der Atemwege.

Häufige Symptome und die Behandlung

Das Wort "Asthma" kommt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie "Keuchen". Damit ist schon eines der Symptome der Atemwegserkrankungen benannt. Weitere typische Symptome sind Atemnot, die oft anfallsweise und nachts auftritt, Beklemmungsgefühle in der Brust, Schmerzen beim Einatmen kalter Luft, Kurzatmigkeit bei Belastung sowie geräuschvolle Atmung.

Überdies können Husten und/oder Hustenreiz ein Hinweis auf Asthma sein. Bei akuten Anfällen oder massiver Atemnot kann es zu Herzrasen sowie einer bläulichen Verfärbung von Lippen und Haut kommen. Alle genannten Symptome prägen sich von Person zu Person unterschiedlich aus. Tust du nichts gegen die Beschwerden, klingen sie im Normalfall wieder ab und erscheinen nach einiger Zeit erneut.

Bemerkst du die genannten Symptome bei dir oder einer Person in deinem Umkreis, könnte es sinnvoll sein, zur Abklärung einen Arzt oder eine Ärztin zurate zu ziehen. Ziel der anschließenden Behandlung ist es, die Häufigkeit und die Stärke der Beschwerden möglichst gering zu halten. In der Regel kann der Alltag durch eine medikamentöse Behandlung wieder normal gestaltet werden. Die Medikamente gelten als sehr nebenwirkungsarm. Je nach Schweregrad der Atemwegserkrankung wird auf passende Medikamente zurückgegriffen. Wichtig ist, sich hier an die Vorgaben des Arztes oder der Ärztin zu halten. Bei allergischem Asthma kann es zudem helfen, die Asthma-Auslöser zu meiden, wie beispielsweise Tiere oder Hausstaub. Ergänzend zur medikamentösen Therapie könnten dir von deinem behandelnden Arzt oder der Ärztin Sport, Bewegung, Entspannungs- oder Atemtechniken empfohlen werden. Grundsätzlich ist richtiges und bewusstes Atmen sehr wichtig und kann von jedem einfach angewendet werden. Am besten sprichst du die individuelle Behandlung immer mit medizinischem Fachpersonal ab, sodass die für dich beste Methode gefunden werden kann.

Fazit

Es gibt verschiedene Symptome, die auf eine Asthma-Erkrankung hinweisen können. Bei Unsicherheit ist es wichtig, die Beschwerden ärztlich abklären zu lassen. Kann eine Atemwegserkrankung festgestellt werden, wird der Arzt oder die Ärztin mit dir gemeinsam eine auf dich angepasste Behandlung besprechen. Ziel dabei ist, die Beschwerden zu kontrollieren, sodass der Alltag auch mit Asthma möglichst gut und beschwerdefrei zu bewältigen ist.