Gesund und effektiv abnehmen ohne großen Aufwand: Diese Versprechen machen viele Diäten und Ernährungs-Tipps. Doch was ist dran? Diesmal nehmen wir die aus den USA stammende Volumetrics-Diät nach Barbara Rolls unter die Lupe - die gute Erfolge verspricht. In Deutschland wurde die Diät 2005 durch Focus-Redakteur Martin Kunz. Was genau ist die Volumetrics-Diät und ist sie wirklich so effektiv? Wir verraten es Ihnen.

Um die Ernährung ranken sich viele Mythen und es existieren mindestens genau so viele falsche Tipps wie hilfreiche. Sie alle versprechen das gleiche: Gesund, schnell und langfristig das Körperbild erreichen, das man gerne hätte. Natürlich sind viele Tipps Humbug. Die Volumetrics-Diät allerdings soll wirklich Erfolge erzielen. Wir verraten was dran ist an der Abnehmen-durch-Volumen-Diät.

Das ist die Volumetrics-Diät

Die Volumetrics-Diät ist eine Ernährungsform, die im Jahr 2000 von der US-amerikanischen Ernährungswissenschaftlerin Barbara Rolls entwickelt wurde. Wie der Name es bereits verrät, geht es in der Diät um das Volumen von Lebensmitteln. Die Volumetrics-Diät funktioniert nach dem folgenden Prinzip: Wenn Sie Nahrung mit hohem Volumen, aber niedriger Kaloriendichte zu sich nehmen, werden Sie schlanker.

Im Genaueren geht es darum, dass der Körper so lange nach Nahrung verlangt, bis er sich gesättigt fühlt. Dabei ist das Sättigungsgefühl unabhängig davon, wie viele Kalorien Sie zu sich nehmen. Dadurch sollen Sie gleichzeitig satt werden und abnehmen. Die Volumetrics-Diät beruht auf dem 2000 von Ernährungswissenschaftlerin Barbara Rolls veröffentlichten Buch "The Volumetrics Weigh-Control-Plan"* - zu deutsch "Der Volumetrics-Plan zur Gewichtskontrolle". 

In der Volumetrics-Diät kommen vor allem Lebensmittel mit hohem Wasseranteil und hohem Volumen auf den Tisch. Dadurch wird, bei gleicher Nahrungsmenge, die Kaloriendichte gering gehalten. So wird man mit weniger Kalorien genauso satt und - so das Versprechen - auch schlank.

Das darf man in der Volumetrics-Diät essen

Im Prinzip gibt es in der Volumetrics-Diät keine Lebensmittelverbote. Es muss lediglich nach dem Konzept der geringen Kaloriendichte funktionieren. Das heißt, wenn Sie Volumetrics machen, kommen bei Ihnen vor allem Obst und Gemüse auf den Tisch, aber auch (in geringen Mengen) fettarme Milchprodukte, mageres Fleisch, Fisch und hochwertige Fett, sowie Vollkornprodukte. Gerade die tierischen Lebensmittel sollten Sie nur in Maßen zu sich nehmen, da sie in höherer Menge das Herz-Kreislauf-System schädigen können - lesen Sie hierzu unseren Artikel über Lebensmittel, die Ihre Arterien verstopfen.

Lese-Tipp: In Deutschland hat die Volumetrics-Diät 2005 mit dem Buch von Focus-Redakteur Martin Kunz "Satt und schlank mit der Volumetrics-Diät" größere Bekanntheit erlangt. Kunz erklärt dort anschaulich, wie man gleichzeitig Pizza essen und abnehmen kann oder wie man Heißhunger-Attacken vermeidet. Die 2005-Ausgabe ist inzwischen nur noch schwer zu bekommen. Von Kunz gibt es den Nachfolge-Band "Mehr essen - weniger wiegen: Die Volumetrics-Diät"*.

Zwar entsprechen Pizza, hochwertige Fette wie Olivenöl oder Vollkornprodukte nicht wirklich dem Prinzip der niedrigen Kaloriendichte, allerdings sind diese Lebensmittel mit einigen Volumetrics-Tricks ebenfalls zu genießen. Die Tiefkühlpizza zum Beispiel mit Tomatenscheiben zu belegen, reduziert die hohe Kaloriendichte um ein Vielfaches und macht sie mit der Diät kompatibel.

Wichtig bei der Volumetrics-Diät sind auch die Getränke: Es sollen vor allem kalorienarme Getränke konsumiert werden, am besten natürlich Wasser oder ungesüßter Tee. Wasser dämpft in gewissen Maße den Hunger, lässt aber gleichzeitig den Energieumsatz steigen. Neben wasserhaltigen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse hilft zum Beispiel ein großes Glas Wasser morgens auf nüchternen Magen, Heißhunger-Attacken zu verhindern.

Bewertung der Volumetrics-Diät

Zum einen sei vorweggenommen: Wenn man sich nach der Volumetrics-Diät ernährt, entstehen eigentlich keine Mehrkosten oder ein Mehraufwand in der Zubereitung. Auch ist es richtig, dass der Magen sich gesättigt fühlt, wenn er gefüllt ist. Aber die reine Flüssigkeitszufuhr (viel Wasser trinken) hat auf das Sättigungsgefühl keinerlei Einfluss. Es trifft allerdings zu, wie auch Barabara Rolls (Begründerin der Volumetrics-Diät) herausgefunden hat, dass die gleichen Zutaten in einer Suppe mehr sättigen als z.B. in einem Auflauf.

Ein weiterer positiver Punkt der Volumetrics-Diät ist der Schwierigkeitsgrad. Da es quasi keine Lebensmittelverbote gibt, ist der Einstieg in die Diät recht simpel. Und durch die Energiedichte-Regelung, die auch mal eine Tiefkühlpizza ermöglicht, ist Volumetrics ein eher einfach umzusetzendes Prinzip.

Allerdings ist es an dieser Stelle wichtig, zu erwähnen, dass man nur dann abnimmt, wenn man mehr Energie verbraucht als man zu sich genommen hat. Das ist dabei völlig unabhängig vom Volumen der Speisen. Es ist jedoch richtig, dass Lebensmittel mit hohem Wasseranteil eine eher geringere Kaloriendichte haben als z.B. Kartoffelchips und dass sie schneller ein Sättigungsgefühl hervorrufen. Das und weil viel Obst und Gemüse, hochwertige Fette und Vollkornprodukte verzehrt werden sollen, macht die Volumetrics-Diät zumindest zu einer Ernährung, mit der Sie nicht viel falsch machen können.

Ob Sie damit aber tatsächlich abnehmen, ist auch davon abhängig, wie viel Sie sich bewegen. Teil der Volumetrics-Diät ist nämlich nicht nur die Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, sondern vor allem auch regelmäßige und ausreichende Bewegung. 

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