Großer Fehler: Niemals Leitungswasser für Kaffee verwenden

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Für den perfekten Kaffeegenuss solltest du lieber kein Leitungswasser verwenden – darauf kommt es stattdessen wirklich an!

  • Wasser ist nicht gleich Wasser: So beeinflusst Wasser deine Kaffeequalität
  • Darauf solltest du achten: So beeinflusst der pH-Wert des Wassers deinen Kaffee
  • Besserer Kaffee durch richtiges Wasser: Alternativen zum Leitungswasser

Kaffee gehört für viele einfach zum Alltag dazu und ist für Genießer ein echtes Ritual. Doch nicht jedes Wasser passt zu gutem Kaffee. Viele greifen zum Zubereiten einfach zum Leitungswasser – das kann jedoch den Geschmack deutlich beeinträchtigen. Denn Kalk, Chlor oder andere Bestandteile im Wasser beeinflussen Aroma und Qualität der beliebten Bohnen. Für Kaffeefans lohnt es sich, genauer hinzuschauen und das richtige Wasser zu wählen. 

Kaffee-Qualität: Wie die Wahl deines Wasser Einfluss nimmt

Wasser ist nicht gleich Wasser. Die chemische Zusammensetzung des Wassers spielt eine zentrale Rolle für den Geschmack deines Kaffees. Denn Wasser besteht zu rund 98 Prozent aus H2O, der Rest sind gelöste Mineralien und Stoffe. Diese beeinflussen, wie Aromen aus dem Kaffeemehl extrahiert werden. Beispielsweise binden Magnesium- und Calciumionen bestimmte Aromastoffe, was zu einem volleren Körper und komplexeren Geschmacksprofil führen kann.

Viele regionale Leitungswasserversorgungen enthalten entweder zu viele oder zu wenige Mineralien. Zu hartes Wasser hat einen hohen Gehalt an Calcium und Magnesium und kann zu Überextraktion und bitterem Geschmack im Kaffee führen. Zu weiches Wasser kann hingegen zu unterextrahiertem, schwachem Kaffee führen. Auch der Kaffee-Experte Thomas Steinke rät davon ab. 

Leitungswasser wird in vielen Regionen mit Chlor oder Chloraminen behandelt, um als Trinkwasser sicher zu sein. Diese Chemikalien können jedoch unangenehme Aromen in den Kaffee bringen. Er schmeckt dann irgendwie "chemisch". Der pH-Wert des Wassers beeinflusst außerdem, wie Säuren im Kaffee extrahiert werden. Ideal ist ein pH zwischen 6,5 und 7,5 – also leicht sauer bis neutral. Leitungswasser kann jedoch je nach Region deutlich davon abweichen, was zu einem zu sauren oder langweiligen Geschmacksprofil im Kaffee führen kann. Das kann den Charakter des Kaffees verfälschen, selbst bei hochwertigen Bohnen.

Statt einfachem Leitungswasser: So kannst du besseren Kaffee kochen

Es gibt gute Alternativen zum Leitungswasser, um einen aromatischen Kaffee zu bekommen. Ein einfacher Aktivkohlefilter kann laut Chip.de Chlor und einige organische Substanzen aus dem Leitungswasser entfernen. Das wirkt sich positiv auf Geschmack und Geruch aus. Allerdings verändern Standardfilter oft nicht den Mineralgehalt. Für viele Kaffeetrinker ist gefiltertes Wasser dennoch ein guter Kompromiss zwischen Leitungswasser und spezialisierten Wasserlösungen. 

Professionelle Wasseraufbereitungssysteme oder Produkte wie Wasserzusatz-Mineralien können dir außerdem helfen, ein geeignetes Mineralprofil für deinen Lieblingskaffee zu erreichen. Ideal ist eine Balance von Mineralien, um Geschmack, Körper und Aromen deines Kaffees zu maximieren.

Wenn du keinen Filter benutzen möchtest, bietet sich der Kauf von natürlichem Mineralwasser mit geeigneter Mineralbalance an. Achte dabei auf den TDS-Wert, den Härtegrad und einen neutralen pH-Wert auf dem Etikett, um dein persönliches optimales Brühwasser zu finden. So kannst du schnell spürbare Verbesserungen im Geschmack deines Lieblingsgetränks erzielen.

Vorschaubild: © YURII MASLAK/AdobeStock