Heuschnupfen: Darum solltest du diesen Tee jetzt unbedingt trinken
Autor: Andrea Baumann
Deutschland, Freitag, 10. April 2026
Niesen, juckende Augen, verstopfte Nase: Heuschnupfen kann den Alltag stark belasten. Neue Studien deuten darauf hin, dass ein bestimmter Tee den Niesreiz lindern könnte.
Endlich mildere Temperaturen, mehr Sonne und bunte Blüten. Für viele bedeutet der Frühling aber auch tränende Augen und ständiges Niesen. Genau hier rückt ein Trendgetränk in den Fokus der Forschung: Matcha-Tee. Neue Erkenntnisse zeigen, dass Grüntee in Form von Matcha bei Heuschnupfen unterstützend wirken kann. Hier erfährst du, was dahintersteckt.
Was ist Matcha und wie unterscheidet er sich von gewöhnlichem Grüntee?
Matcha ist eine besondere Form von Grüntee, die sich deutlich von klassischen Tees unterscheidet: Während bei herkömmlichem Grüntee die Blätter aufgegossen und anschließend entfernt werden, trinkt man beim Matcha das fein gemahlene Teeblatt mit. Dadurch nimmt man alle Inhaltsstoffe besonders konzentriert auf.
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Die Herstellung spielt dabei eine entscheidende Rolle. So werden die Teepflanzen vor der Ernte beschattet, wodurch sich die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe verändert. Das Ergebnis ist ein intensiv grünes Pulver mit einem besonders hohen Anteil an bioaktiven Substanzen wie Catechinen, darunter auch bekannte Antioxidantien. Diese Inhaltsstoffe sind der Grund, warum die Wirkung von Matcha-Tee seit Jahren wissenschaftlich untersucht wird. Neben seinen antioxidativen Eigenschaften stehen vor allem mögliche Effekte auf Entzündungsprozesse, Stoffwechselvorgänge und das Nervensystem im Fokus.
Im Alltag wird Matcha nicht nur als belebendes Getränk genutzt, sondern auch in Smoothies, Desserts oder Backwaren verarbeitet. Dabei sollte man allerdings beachten, dass Qualität und Zubereitung entscheidend sind: Hochwertiger Matcha enthält in der Regel mehr wirksame Pflanzenstoffe.
Welche Wirkung hat Matcha bei Heuschnupfen und warum?
Eine aktuelle Studie der Hiroshima University hat die Wirkung von Matcha bei Heuschnupfen genauer untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Matcha nicht primär die allergische Reaktion des Immunsystems beeinflusst, sondern direkt in die Steuerung des Niesreflexes eingreift.
Im Experiment wurde bei Versuchstieren eine allergische Reaktion ausgelöst, die sich unter anderem durch häufiges Niesen und eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Histamin zeigte. Der Botenstoff spielt eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen und ist unter anderem an Beschwerden wie Juckreiz, Schwellungen und Niesreiz beteiligt. Nach der Gabe von Matcha wurden jedoch Veränderungen beobachtet: Die Tiere niesten seltener, und auch ihre Reaktion fiel schwächer aus. Das spricht dafür, dass Matcha bestimmte Symptome von Heuschnupfen abschwächen könnte.
Es zeigte sich außerdem, dass typische Marker der allergischen Immunreaktion unverändert blieben. Weder bestimmte Antikörper noch Immunzellen zeigten eine nennenswerte Reaktion auf Matcha. Die eigentliche Allergie blieb damit bestehen. Stattdessen vermuten die Forschenden einen neuen Wirkmechanismus. Matcha scheint die neuronalen Signale im Hirnstamm zu modulieren, die den Niesreflex auslösen. So wird der Reiz im Gehirn abgeschwächt, bevor es zum Niesen kommt. Dieser Ansatz unterscheidet sich grundlegend von klassischen Medikamenten wie Antihistaminika.