Lichtenfels
Gemüse

Gartentipps: Grünkohl ist das gesündeste Wintergemüse

Erst jetzt hat es richtig gefroren. Was Sie deshalb im Garten beachten sollten und welche Gemüsesorten für den Winter gut geeignet sind, lesen Sie hier.
 
Grünkohl hat einen der höchsten Kalium- und Calciumgehalte so wie viel Vitamin C. Foto: Jupp Schröder
Grünkohl hat einen der höchsten Kalium- und Calciumgehalte so wie viel Vitamin C. Foto: Jupp Schröder
In früheren Jahren war es normal, dass es vor Allerheiligen Frostnächte gab. Dahlien und andere empfindlichen Sommerblumen wurden schon frühzeitig dahin gerafft. Jetzt erst hat es richtig gefroren. Um dem Frost gewappnet zu sein, wandeln zum Beispiel Grünkohl, Schlehen und Mispeln Stärke in Zucker um. So werden Blätter oder Früchte süßer und somit schmackhafter.


Kälte wichtig für Blütenentfaltung

Auch die Sämereien der sogenannten Frostkeimer wie Akeleien und Stiefmütterchen benötigen die Einwirkungen des Frostes, um im Frühjahr keimen zu können. So ist es auch bei den Knospen der Frühjahrsblüher wie Forsythien oder Johannisbeeren. Ohne die Stimulierung durch die Kälte im Spätherbst oder Winter können sich die Blüten nicht entfalten. Im vergangenen Jahr gab es erst am 21. November die ersten Frostnächte bei vorher sehr mildem Wetter. So scheinen die Winter, wie auch in diesem Jahr, sich immer mehr nach hinten zu verschieben.

Eine wirkliche Gefahr für Gehölze kommt aber erst im ausgehenden Winter, wenn es nachts friert und tagsüber die immer stärker werdende Sonne scheint. Das führt zum Austrocknen empfindlicher Pflanzen wie Rosen. Erst dann ist eine Beschattung mit Reisig wichtig. Im gefrorenen Zustand sollte Feldsalat nicht geerntet werden, da das Gewebe an den Druckstellen nach dem Auftauen schwarz wird. Beim Feldsalat hat sich die Abdeckung mit Vlies bestens bewährt und wird immer häufiger benutzt. Es ist die einfachste Methode den Feldsalat zu schützen.


Erst nach Schneefall problemloses Ernten

Nach dem Schneefall wird das Vlies zurückgeschlagen und ermöglicht so, an den meisten Wintertagen, ein problemloses Ernten. Und der Feldsalat, der an Größe noch etwas zulegen kann, wird im Januar und im Februar durch die Temperaturerhöhung durch das Vlies, zügig weiter wachsen. Die Ernte sollte aber spätestens Mitte März abgeschlossen sein. Danach wird Feldsalat unweigerlich schossen.

Der Zuckerhut wird als Salat immer beliebter. Er eignet sich sehr gut als Nachfrucht für den Herbst und kann sogar bis zu minus fünf Grad vertragen. Bei stärkeren Frösten sollte er aber mit einem Vlies abgedeckt werden. Wie alle anderen Zichoriensorten hat auch der Zuckerhut einen bitteren Geschmack. Durch Frost wird dieser aber wesentlich gemildert.


Grünkohl ist das gesündeste Wintergemüse

Grünkohl ist ein ausgesprochenes gesundes Wintergemüse. Es wird im süddeutschen Raum noch viel zu wenig angebaut. Es ist das frostverträglichste Kohlgemüse und wächst grundsätzlich auf allen Standorten. Grünkohl hat einen der höchsten Kalium- und Calciumgehalte so wie viel Vitamin C. Außerdem besitzt dieses Gemüse die besonders wertvollen Flavonoide und Glukosinolate.

Verschiedene Untersuchungen brachten das Ergebnis, dass Kohlgemüse allgemein eine sehr hohe vorbeugende Wirkung gegen Prostata- und Blasenkrebs hat. Jetzt, nach den ersten Frösten, ist Grünkohl erst so richtig schmackhaft. Dies gilt auch für Rosenkohl.