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Gründüngung: So schicken Sie Ihr Beet in den Winterschlaf

Das Gemüsebeet ist abgeerntet und das Blumenbeet verblüht? Dann ist es Zeit sich auf das nächste Jahr vorzubereiten. Mit diesen Tipps und Tricks zum Thema Gründüngung gelingt es Ihnen, Ihr Beet zu überwintern und den Boden fruchtbar zu halten.
 
Phacelia
Mit Gründüngung das eigene Beet für das nächste Jahr vorbereiten. Hier sehen Sie wie es geht. Foto: rihaij/ pixabay.com Foto: rihaji
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Sobald die Ernte- und Blühzeit im Beet vorbei ist, kommt die Frage auf "Was nun?". Man kann entweder zu Winterbepflanzung greifen oder dem Beet eine Pause gönnen.
Bei der Gründüngung schickt man sein Beet in den Winterschlaf und lässt es bis zur nächsten Saison ruhen. Im ersten Schritt werden die ausgewählten Gründüngungspflanzen im Beet angesetzt. Nach ein paar Wochen werden Sie dann abgemäht und als schützende Schicht über das Beet gelegt. Im Winter gefriert diese Schicht und die Nährstoffe, die den Boden fruchtbar machen, werden beibehalten. 

Gründüngung hat neben der Nährstofferhaltung auch  noch weitere Vorteile. Die Bepflanzung kann Verhärtungen im Boden lockern und ihn durchlüften. Bessere Durchlüftung steigert das Bodenklima und damit auch die Humusbildung. Auch Schädlinge und Unkräuter können durch den Bodenschutz abgewehrt werden. Durch die verdiente Pause kann Ihr Beet dann auch im nächsten Jahr in voller Blüte stehen. 

 

Gründüngung – So geht's richtig

Je nach Gründüngungspflanze kann der Bodenschutz zwischen März und Oktober angelegt werden. Bevor es aber ans Sähen geht, sollte das Beet als allererstes vorbereitet werden. Es sollten alle Steine und Unkräuter entfernt und der Boden aufgelockert werden. Hierfür eignet sich besonders ein Kultivator oder eine Harke.
Erst dann können die Samen ausgestreut und mit einem Rechen ins Beet eingearbeitet werden. Ein kleiner Tipp: mit einem Vlies können die Samen vor Vögeln geschützt werden.  

Dieser Kultivator ist ein Must-have für die Gartenarbeit!

Viele Gründüngungspflanzen müssen vor Ausreifung abgemäht werden und kommen dann als Mulchschicht auf das Beet. Pflanzenarten, die nicht winterfest sind, sterben auf dem Beet ab und legen sich als schützende Mulchschicht auf den Boden - ein Abmähen ist hier also nicht mehr nötig.
Auch nach der Überwinterung kann der Bodenschutz noch verarbeitet werden. Er lässt sich ganz einfach im nächsten Jahr in den Boden mit einarbeiten und dient als zusätzliche Nährstoffquelle. 

Diese Pflanzen eignen sich besonders gut

  • Ölrettich lockert besonders den Boden. Er beugt auch Schädlingsbefall und Unkräuter vor. 
  • Phacelia zieht Bienen an und wird deswegen auch  "Bienenfreund" genannt. Durch die dichte Verwurzelung trägt sie zur Humusbildung bei. 
  • Lupinen sind Stickstoffsammler und speichern diesen in ihren Wurzeln. 
  • Rot- und Weißklee wächst auch an trockenen Standorten und eignet sich zusätzlich als Viehfutter. 
  • Persischer Klee ist nicht winterfest und bildet selbständig eine Mulchschicht auf dem Beet.
  • Serradella wächst auch auf armen und sauren Böden und ist auch  Futterpflanze geeignet.

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