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Zeit für die Grabpflege im Sommer: Tipps vom Profi

Es ist Zeit das Grab für den Sommer bereit zu machen. Georg Böhmer von der Gärtnerei Hohe ist Grabpflege Profi und erklärt uns, was das Grab im Sommer benötigt.
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Grabstein und Grabbepflanzung (Begonien) im Sommer
Begonien sind beliebt bei der Grabbepflanzung im Sommer. Bild. Rosalie P./ stock.adobe.con
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Genau wie im Garten und auf dem Balkon müssen auch Gräber nach der ersten Bepflanzung im Frühling, nun auf den Sommer und die heißeren Tage vorbereitet werden. Bei der Auswahl der schönen Sommerblüher gilt es allerdings einige Aspekte zu beachten, damit das Grab auch bis in den Herbst hinein blüht und strahlt. 

Frühlingsflor abräumen und Erde auffüllen

Zunächst entfernt man die Saisonbepflanzung aus dem Frühling und anschließend säubert man das Grab rundherum und befreit es von Unkraut. Generell entfernt man das Unkraut am besten direkt nach der Austreibung mit der Wurzel, so wächst es nicht so dicht nach. Auch der Grabstein wird von Georg Böhmer nochmal gründlich gereinigt. Besonders Gräber unter Bäumen sind von den Hinterlassenschaften der Vögel betroffen. 
Im nächsten Schritt gräbt Georg Böhmer das Grab noch einmal um, damit die Erde aufgelockert ist und neue Pflanzen gut anwachsen können. Zudem wird mit frischer nährstoffreicher Erde aufgefüllt. Der Dünger wird im besten Fall direkt mit eingearbeitet. Dafür bietet sich entweder Langzeitdünger oder organischer Dünger an. Georg Böhmer setzt bei seinen Gräbern meist auf organischen Dünger, der direkt mit der Erde gemischt wird. 
Es ist außerdem von Vorteil, wenn die Erde einen höheren Tonanteil als im Frühjahr hat. Dadurch erhöht sich der Feuchtigkeitshaushalt der Erde und das Grab trocknet nicht so schnell aus.

Die richtigen Blumen für den Grabstandort 

Bei der Sommergestaltung des Grabes kann man aus dem riesigen Pflanzangebot des Sommers, das richtige für sich auswählen. Dabei spielt der Standort des Grabes eine wichtige Rolle. Einige Pflanzen blühen zwar wunderschön, sind aber auf einem Grab in der vollen Sonne schnell unglücklich und die Blüten vertrocknen schneller, als man nachgießen kann. Auch auf einem Schattengrab geht es manchen Pflanzen nicht gut, wenn sie eigentlich Sonnenanbeter sind. Fragen Sie am besten in Ihrer lokalen Gärtnerei nach, welche Pflanzen, für welchen Standort besonders gut geeignet sind.

Auch Georg Böhmer rät davon ab sich nur von der Optik der Pflanzen leiten zu lassen. Die Auswahl im Sommer ist so groß, dass man für jedes Grab und für jeden Geschmack etwas Passendes findet. 
Beliebte Sommerpflanzen fürs Grab sind zum Beispiel:
• Semperflorens-Begonien (Gottesauge)
• Verbenen
• Schneeflocken (Bacopa)
• Geranien
• Solenia-Begonien
• Margeriten 
• Fleißiges Lieschen 


Bei der Entscheidung, für die eine oder andere Pflanze, sollte man stets die Bedürfnisse der Pflanze an Standort und Boden im Hinterkopf behalten. Auch die Wuchshöhe und die Pflege sollten bei der Auswahl bedacht werden. Begonien beispielsweise mögen gerne volle Sonne und müssen wenig geputzt werden. Margeriten hingegen wachsen recht hoch und wollen, dass verblühte Blütenköpfe entfernt werden. Bei Geranien sollte man zudem das Wetter beachten. Ist es sehr feucht, faulen auch gerne mal die Blüten. Das Fleißige Lieschen wird am liebsten auf einem Schattengrab eingesetzt, da es keine Sonne mag und viel Wasser braucht. 

Grabpflege im Sommer

Hat man die richtigen Pflanzen fürs Grab gefunden, geht es ans einpflanzen. Hier sollte man darauf achten, welche Wuchshöhe die Pflanze in den nächsten Monaten erreichen kann, um die richtige Anordnung und ausreichend Platz für die Pflanzen zu finden. Nach dem einpflanzen ist es wichtig das Grab gut einzuwässern um für ausreichend Grundfeuchtigkeit zu sorgen. 

Etwa einen Monat nachdem man eingepflanzt hat, sollte die zweite Düngung erfolgen. Diese dann gerne in Form von Flüssigdünger als Zugabe ins Gießwasser. 

Im Sommer sollte das Grab in der Regel jeden Tag gegossen werden. Am besten direkt morgens, damit die Pflanze den Tag über mit ausreichend Wasser versorgt ist. Aber auch abends gießen ist in Ordnung. Wichtig ist, dass nicht in der Mittagshitze gegossen wird, da es durch Wassertropfen auf den Pflanzenblättern häufig zu Verbrennungen kommen kann. 

Von bepflanzten Schalen auf Steinplatten auf dem Grab sollte man im Sommer lieber absehen. Die Platte kann sich durch Sonne und Hitze  so aufheizen, dass die Pflanzen in der Schale schneller austrocknen, als man nachgießen kann. Georg Böhmer rät, bei Steinplatten auf dem Grab lieber Aussparungen zu lassen, um Pflanzen direkt in die Erde auspflanzen zu können. 

Profitipp von Georg Böhmer: Gräber, die sich unterhalb oder in unmittelbarer Nähe eines Baumes befinden, sind in der Regel besonders durstig, da auch der Baum im Sommer durstig ist und sich mit seinen langen Wurzeln gerne auch am frischen Gießwasser des Grabes bedient. Hier sollte also häufiger gegossen werden, auch wenn das Grab eigentlich im Halbschatten liegt. 

Georg & Christa Böhmer führen die Gärtnerei Hohe in Bamberg in der 3. Generation. Ihr Spezialgebiet ist der Grabpflegeservice: Von Grabanlage und Grabpflege, bis hin zur Vorsorge für die Ruhestätte, kommt bei Ihnen alles aus einer Hand. Um die beste gärtnerische Qualität zu sichern, stammen die meisten Pflanzen aus eigenem Anbau. 

 

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