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Wetter-Mythen

Heute ist Siebenschläfertag: Welche Bauernregel gilt für den 27. Juli?

"Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt" - so lautet eine Bauernregel zum Siebenschläfertag. Doch was bedeutet sie eigentlich? Und woher kommt der Begriff "Siebenschläfer"?
Siebenschläfer gibt das Wetter vor
Wird am 27. Juni - dem Siebenschläfertag - das Wetter schön, dann wird auch der ganze Sommer schön. So lautet zumindest eine der vielen Bauernregeln zum Siebenschläfertag. Foto: Thomas Warnack (dpa)

Der 27. Juni - dem Siebenschläfertag - soll sich laut Bauernregeln entscheiden, wie das Wetter in den nächsten sieben Wochen wird. "Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt" oder auch "Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass" lauten zwei von ihnen. Heißt also: Regnet es an dem Tag, wird der Sommer schlecht. Scheint die Sonne, wird der Sommer schön. Doch stimmt das wirklich?

Der Name "Siebenschläfer" geht auf eine christliche Legende zurück: Demnach waren sieben Christen in der Zeit der Christenverfolgung im 3. Jahrhundert auf der Flucht und suchten Zuflucht in einer Berghöhle bei Ephesus (heute Türkei). Sie wurden entdeckt und lebend eingemauert. Der Überlieferung nach wurde die Höhle 195 Jahre später am 27. Juni 446 eröffnet und man fand darin lebend und schlafend die sieben Christen, welche kurz darauf verstarben. Die Legende zum Siebenschläfertag war geboren. Spätere Bauernregeln bezogen sich auf dieses Datum. 

Wird das Wetter am Siebenschläfertag schön, so ist der ganze Sommer schön 

Der katholische Gedenktag ist in Deutschland der 27. Juni. Das ursprüngliche Datum hat sich nach der gregorianischen Kalenderreform im Jahr 1582 um einige Tage verschoben, sodass der Siebenschläfertag eigentlich erst am 7. oder 8. Juli wäre. Aus diesem Grund wird heute oft die erste Juli-Woche als Basis für die Vorhersagen der nächsten Wochen herangezogen. Oft wird nach dem Siebenschläfer in einem bestimmten Jahr gesucht. Das Datum bleibt jedoch jedes Jahr unverändert am 27. Juni. 

Aus meteorologischer Sicht können die Bauernregeln für den Siebenschläfertag durchaus begründet werden. Hintergrund ist eine in diesem Zeitraum vorkommende, recht stabile Wetterlage beeinflusst durch einen Jetstream. Liegt dieser im Norden, werden Tiefdruckgebiete (Regen) in Richtung Nordeuropa abgelenkt und ein Hoch (Sonne) bleibt länger bestehen. Liegt dieser jedoch zu weit südlich, bestimmen Tiefs die nächste Zeit. 

Die Regel des Siebenschläfertages ist aus meteorologischer Sicht nur für Süddeutschland, Österreich und die Schweiz anwendbar. Norddeutschland ist von diesem Jetstream nicht derart betroffen. Zudem ist nicht nur der 27. Juni entscheidend, sondern die Wetterlage im gesamten Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli.

"Wetter total egal": Experte sieht keinen Zusammenhang

Meteorologe Dominik Jung sieht zwischen dem Siebenschläfertag und dem Sommer-Wetter der kommenden 6 Wochen allerdings gar keinen Zusammenhang: "Machen wir es kurz: Dieser Tag hat in Sachen Sommerwetter der nächsten sieben Wochen überhaupt nichts zu sagen", erklärt der Experte und wird noch deutlicher: "Dem Sommer ist das Wetter am heutigen Tag total egal."

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Die Bauernregel sei wissenschaftlich nicht nachweisbar

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