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Einmal E-Auto, immer E-Auto? - Eine Umfrage unter Autofahrern bringt Erkenntnisse

Einmal Elektro, immer Elektro: Vollste Zufriedenheit bei Deutschlands E-Autofahrern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter deutschen Autofahrern. Die Befragung liefert aber noch mehr Überraschungen.
E-Autos erreichen Rekordmarke: 12 Prozent unter den Pkw-Neuzulassungen sind Stromer.
E-Autos erreichen Rekordmarke: 12 Prozent unter den Pkw-Neuzulassungen sind Stromer. Foto: CC0 / Pixabay / AKrebs60
  • Zufriedenheit mit Elektroautos
  • Warum kaufen Autofahrer E-Autos?
  • Es gibt Verbesserungspotenzial 
  • E-Autofahrer sind eher jung, männlich und gut verdienend

E-Mobilität überzeugt: Die Zufriedenheit von E-Auto-Fahrern ist außergewöhnlich hoch. Bei einer aktuellen Umfrage unter knapp 3.000 Autofahrer*innen in Deutschland, die der Online-Automarkt "mobile.de" in Auftrag gab, erklärten 97,5 Prozent aller E-Auto-Besitzer, sie könnten sich keinen Wechsel auf eine andere Antriebsart vorstellen.

Zufriedenheit wohin man auch schaut

Neben Nutzern von E-Autos zeigen sich auch Plugin-Hybrid- (88,3 Prozent) und Mildhybrid-Fahrer (85,4 Prozent) zufrieden. Haben Autofahrer ein vollelektrisches Fahrzeug, wechseln sie tendenziell nicht auf einen anderen Antrieb: Das gaben 82,0 Prozent der Besitzer von E-Autos an, wohingegen 40,4 Prozent der Fahrer eines Verbrenners generell wechselbereit wären.

Knapp zwei Drittel der Benziner- und Diesel-Fahrer (65,8 Prozent) können sich grundsätzlich vorstellen, ein Fahrzeug mit vollelektrischem Antrieb zu kaufen.

Auch 80,0 Prozent der Hybrid-Fahrer wären dem Kauf eines vollelektrischen Fahrzeugs nicht abgeneigt, bei fast einem Viertel (24,0 Prozent) steht die Anschaffung bereits bevor.

Warum kaufen Autofahrer E-Autos?

Bei den Beweggründen für Elektromobilität stehen Umweltbewusstsein (62,0 Prozent) sowie Steuer- und Kraftstoffersparnisse (50,0 Prozent) vor zukunftsweisender Mobilität (45,5 Prozent) und der Attraktivität der verfügbaren Fahrzeugmodelle (30,0 Prozent).

Mehr als 88.000 Elektroautos wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts in Flensburg in den ersten drei Monaten dieses Jahres in Deutschland neu zugelassen.

Damit erreichten die batterieelektrischen Modelle einen Anteil von rund 12 Prozent unter den Pkw-Neuzulassungen.

Es gibt Verbesserungspotenzial

Im Schnitt legen die befragten E-Autofahrer 253,83 Kilometer pro Woche zurück. Über ein Viertel (27,0 Prozent) gibt an, pro Woche mehr als 250 Kilometer zu fahren. Nicht verwunderlich, dass es trotz allgemein hoher Zufriedenheit auch Wünsche nach Verbesserungen im Bereich E-Mobilität gibt. So äußern sich Stromer-Fahrer nach ihren Erfahrungen zu bekannten Vorurteilen gegenüber der Elektromobilität:

  • Die Reichweite ist zu gering (33,0 Prozent)
  • Es gibt zu wenig Lademöglichkeiten (im Umfeld) (29,0 Prozent)
  • Geringe Flexibilität und Planung der Route nach Ladedauer und Infrastruktur (28,0 Prozent)
  • Das Laden des Autos dauert zu lange (23,0 Prozent)
  • Das Fahrgefühl ist anders als bei einem Verbrenner (12,0 Prozent)

Aber: Über ein Drittel (33,5 Prozent) bestätigt keine der gängigen Vorurteile oder Defizite.

E-Autofahrer sind eher jung, männlich und gut verdienend

Aktuell sitzen hinter dem Steuer von E-Autos vor allem Männer (64,0 Prozent) sowie Gutverdienende mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 5.000 Euro pro Monat (17,0 Prozent), die wohnhaft in mittelgroßen Städten (28,5 Prozent) und Großstädten (29,5 Prozent) sind. Die Entscheidung für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug fällen vor allem jüngere Fahrer. Knapp ein Viertel (24,0 Prozent) der bis 30-Jährigen, die noch kein E-Auto fahren, plant die Anschaffung eines E-Fahrzeugs und über drei Viertel (79,9 Prozent) können sich den Kauf grundsätzlich vorstellen. Eine vergleichsweise geringe Anschaffungsfreudigkeit zeigen hingegen Autofahrer über 50 Jahre (56,4 Prozent), Frauen (60,5 Prozent), Geringverdienende (58,8 Prozent) und Bewohner ländlicher Regionen (59,0 Prozent) oder von Kleinstädten (62,6 Prozent).

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