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Corona-Krise

Coronavirus und Fahrschule: Können Fahrschüler noch ihren Führerschein machen?

Wegen des Covid-19 Erregers stehen derzeit alle Hebel in Deutschland still. Auch Fahrschulen haben geschlossen. Aber welche Folgen hat das für alle, die gerade ihren Auto-, Motorrad- oder Lkw-Führerschein machen?
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ARCHIV - Ein Fahrlehrer überreicht seiner Fahrschülerin am 13.07.2005 den Schlüssel zum Fahrzeug im oberfränkischen Michelau. Jedes Jahr fallen in Deutschland Hunderttausende durch die Führerscheinprüfung. Der Autoclub Europa ACE macht dafür eine mangelhafte Vorbereitung in den Fahrschulen verantwortlich. Foto: Marcus Führer/dpa
Wegen der Corona-Krise sind Fahrschulen aktuell geschlossen. Foto: Marcus Führer/dpa

Fahrschüler sehen sich aktuell in großer Bedrängnis. Denn die Fahrschulen sind landesweit geschlossen. Die allgemein geltenden Fristen innerhalb der Führerscheinprüfung sorgen daher für ein mulmiges Gefühl. Viele befürchten, Fahrstunden nachholen,  oder die Theorieprüfung erneut ablegen zu müssen, denn die Fristen innerhalb der Führerscheinprüfung sind für gewöhnlich klar.

Wer beispielsweise die Theorieprüfung abgelegt hat, muss im folgenden Jahr die praktische Fahrprüfung ablegen. Andernfalls verfällt diese. Was tut man aber, wenn nun die Schulen geschlossen haben?

Die Corona-Pandemie verändert die Fristen und Termine

Dieter Quentin von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände versichert, dass Fahrschülern durch den Ausfall der Schulen kein Nachteil entsteht. In einem Gespräch mit dem Spiegel bestätigt er, dass es prinzipiell darum gehe, Kenntnisse zu erlernen und dass  es die Aufgabe der Fahrschüler sei, den Fahrerlehrer bei der Prüfung davon zu überzeugen, dass sie über diese verfügen. Fristen werden deswegen niemanden dabei behindern, den Prüfer von erlernen Fähigkeiten zu überzeugen. Auch muss jemand, der beispielsweise eine Nachtfahrt erfolgreich absolviert hat, diese nicht gezwungenerweise wiederholen. 

Fristen werden ebenfalls angepasst, um Fahrschülern auch finanziell keine Steine in den Weg zu legen. Die Frist von einem Jahr, welche maximal zwischen der theoretischen und er praktischen Prüfung liegen darf, wird daher um ein halbes Jahr verlängert.

Auf diese Weise möchte man verhindern, dass Fahrschülern durch das gezwungene Wiederholen von Prüfungen unnötige Kosten entstehen. Auch wenn Quentin sich sicher ist, dass das Fahrgefühl bei vielen Fahrschülern schnell wieder vorhanden sein wird, rät er aber von einem direkten Einstieg in die Prüfung ab. "Nach mehreren Wochen ohne Fahrstunde geht man in der Prüfung sicherlich baden", so Quentin.