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Was bedeuten die Symbole auf den Reifen?

Der Winter naht - Es wird wieder Zeit, die Reifen zu wechseln. Viele geben dazu Ihr Auto in die Werkstatt, allerdings ist das oft teuer. Doch die Reifen selbst zu wechseln ist nicht ganz so einfach: Auf was muss man achten und was bedeuten die Zeichen auf den Reifen? Wir zeigen Ihnen, wie sie die Ziffern und Symbole richtig lesen.
 
Bis Ende September 2024 gilt noch eine Übergangsfrist für Winterreifen mit der alten M+S-Kennzeichnung ("Matsch und Schnee"). Danach ist das sogenannte "Alpine"-Symbol (links) Pflicht, für das höhere Anforderungen an neu produzierte Winterreifen gestellt werden. Foto: ADAC
Das „Alpine“-Symbol ist Pflicht für alle Winterreifen, die ab 1.1.2018 hergestellt werden. Das bisherige M+S-Zeichen reicht dann für neu produzierte Winterreifen nicht mehr aus. Foto: ADAC

Der Winter steht vor der Tür. So langsam müssen die Sommerreifen mit Winterreifen ersetzt werden. Oft wird die Faustregel "Von O bis O" genannt. Aber es gibt kein festes Datum, ab wann es Pflicht ist. Dennoch ist die Faustregel "Von Oktober bis Ostern" eine gute Orientierungshilfe. Spätestens wenn die Straßenverhältnisse winterlich werden, sollte man nicht mehr ohne Winterreifen unterwegs sein. Wer im Winter mit Sommerreifen erwischt wird, muss Bußgeld zahlen. 

Doch beim Reifenwechsel gibt es einiges zu beachten. Auf den Rädern befinden sich unzählige Symbole und vor nicht allzu langer Zeit ist ein neues hinzugekommen. Doch was bedeuten die Ziffern und Symbole eigentlich? Die Beschriftung und die Symbole auf den Reifen folgen immer dem selben Prinzip, da die Vorgaben dafür innerhalb der EU genormt sind. Wir klären Sie über alles wichtige auf. 

Das bedeuten die Symbole

Reifenbreite: Die erste dreistellige Zahl der Kennzeichnung steht für die Reifenbreite, die in Millimetern angegeben wird, so der ADAC. 

Höhen-Breiten-Verhältnis: Hier geht es um das Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite in Prozent. Eine 60 bedeutet, dass der Reifenquerschnitt eine Höhe von 60 Prozent der Reifenbreite hat.

Reifenbauart: R steht für Radial: Es handelt sich hierbei um die heute übliche Bauart mit einem radialen Skelett des Reifens. Die früher üblichen Diagonalreifen, gekennzeichnet durch ein D, dürfen heute nur noch bei Oldtimern verwendet werden. Sollte dem Buchstaben R ein F folgen, so handelt es sich um einen Run-Flat- oder auch Notlaufreifen. Diese haben meist verstärkte Flanken, um auch mit sehr wenig Reifendruck voll funktionsfähig zu sein. 

Wissen Sie was die Höchstgeschwindigkeit bei Ihrem Winterreifen ist?

Felgendurchmesser: Die Zahl nach dem Buchstaben steht für den Felgendurchmesser. Das Maß wird meist in Zoll angegeben. 

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Tragfähigkeitskennziffer: Diese Ziffer gibt den Lastindex, also die Belastbarkeit des Reifens an. Jedem Wert wird eine bestimmte Belastbarkeit des Reifens bei einem vorgegebenen Luftdruck von 2,5 bar zugeordnet. Jede Reifendruckreduzierung verringert die Tragfähigkeit des Reifens, so die Allianz Autowelt. Dieser Index selbst ist keine Maßangabe, sondern nur eine Kennziffer, die mit Hilfe einer Lastindex-Tabelle gelesen werden kann. 

Zulässige Höchstgeschwindigkeit: Das nächste Zeichen ist das Geschwindigkeitssymbol. Der letzte Buchstabe in der Reihe gibt die maximale Geschwindigkeit an, mit der der Reifen gefahren werden darf. Den Buchstaben sind bestimmte Höchstgeschwindigkeiten zugeordnet: Geschwindigkeitsindex

Neue Qualitätsansprüche und Zeichen für Winterreifen

Laufrichtung: Bei Reifen mit einem besonderen Profil finden Sie Angaben wie Rotation, Direction oder Drehrichtung in Verbindung mit einem Pfeil. Achten Sie in diesem Fall bei der Montage unbedingt darauf, den Reifen in der entsprechenden Laufrichtung anzubringen.

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Schlauchlos: Dieses Zeichen zeigt, dass der Reifen im inneren keinen Schlauch hat. Pkw-Reifen sind üblicherweise "Schlauchlos"-Typen. 

Winter- / Ganzjahresreifen: Bisher mussten die Reifen mit einem M+S Zeichen versehen sein, um zugelassen zu sein. Das reicht inzwischen nicht mehr aus. Für alle Reifen, die ab dem 1.1.2018 hergestellt wurden, gilt eine neue Regelung. Neu ist das Alpin-Symbol, dem ein höherer Qualitätsanspruch zugrunde liegt, während für die Bezeichnung M+S keine einheitlichen winterlichen Prüfkriterien erforderlich sind. Um das neue Prüfsymbol zu erhalten, müssen Reifen bei einem Bremstest auf Schnee Mindestqualitäten nachweisen.

Winterreifen sollten nicht länger als acht Jahre gefahren werden

E-Prüfzeichen: Das E-Prüfzeichen bestätigt, dass die europäische Norm ECE-R30 für Pkw-Reifen eingehalten wurde. 

DOT-Nummer mit Hersteller und Produktionsdatum: Wann ein Reifen hergestellt wurde, erkennen Sie auf der Reifenflanke: Das Alter ist meist als vierstellige Ziffernfolge in der DOT-Nummer eingeprägt. Die vollständige DOT-Nummer besteht aus drei Blöcken mit jeweils vier Zeichen. Für das Herstellungsdatum relevant ist der dritte Ziffernblock. Er steht meist etwas abgesetzt in einem Oval. Die ersten zwei Ziffern stehen für die Produktionswoche, die letzten zwei für das Herstellungsjahr. Doch wozu braucht man das? Laut dem ADAC sollen Winterreifen nicht älter als acht Jahre sein.