• Liebeskummer kann sehr schlimme körperliche und seelische Folgen haben
  • AOK Studie belegt: Die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage deutscher Arbeitnehmer steigt
  • Aber: Kann man sich auch wegen Liebeskummer krankschreiben lassen?
  • Wir geben Tipps, wie Sie den Liebeskummer überwinden

Kann Liebeskummer krank machen? Und ist das ein Grund, nicht zur Arbeit zu gehen? Ob man sich krankschreiben lässt hat meist damit zu tun, wie ausgeprägt die physischen Symptome sind, die man verspürt. Bei einem leichten Kratzen im Hals gehen die wenigsten Menschen zum Arzt, bei einer ausgeprägten Erkältung schon. Das entscheidende Stichwort dabei ist schon gefallen: physische Symptome. Eine aktuelle AOK-Studie besagt, dass jeder Deutsche knapp 20 Tage pro Jahr krankgeschrieben ist. Das hat einen jährlichen Produktionsausfall von 774 Millionen Euro für die deutsche Wirtschaft zur Folge. Diese Zahl ist so hoch wie noch nie und steigt stetig. Die häufigsten Ursachen der Arbeitnehmer, sich krankschreiben zu lassen sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und Atemwegsprobleme.

Krankschreibung bei Liebeskummer: Ist das erlaubt?

An nächster Stelle stehen psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen. Dementsprechend ist die Zahl der Krankschreibungen aus emotionalen Gründen sehr hoch - höher als vermutet. Eine Studie bei Elite-Partner ergab, dass 16 Prozent der Befragten schon einmal wegen Liebeskummer oder einem Beziehungsstreit nicht zur Arbeit gegangen sind. 

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Das Ziel einer Krankschreibung ist primär, sich auszukurieren, um wieder arbeiten zu können, und sekundär, dabei keine Kollegen anzustecken. Liebeskummer ist nicht ansteckend, daher stellt sich die berechtigte Frage: Ist es rechtlich erlaubt, mich wegen eines gebrochenen Herzens krankschreiben zu lassen?

Liebeskummer ist erstmal ein psychischer Schmerz und die Krankschreibung aufgrund von psychischen Krankheiten ist natürlich erlaubt, aber die Zeit nach der Trennung fällt nicht wirklich unter die Kategorie "psychische Erkrankung". Trotzdem können unmittelbar nach einer Trennung von einem Partner auch körperliche Symptome auftreten.

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Diese körperlichen Symptome können bei Liebeskummer auftreten

Kopfschmerzen, Atemnot, Schlaf- und Angststörungen, Weinkrämpfe und Depressionen können Begleiterscheinung einer Trennung sein. Diese Symptome sind ernst zu nehmen und können wirklich arbeitsunfähig machen. Trauerbewältigung ist kurz nach einer Trennung extrem wichtig, denn nicht nur sind die Betroffenen überfordert, leicht reizbar und tendieren zu plötzlichen Weinkrämpfen, sondern können auch Spätfolgen davontragen. 

Depressionen sind die häufigste Spätfolge eines nicht verarbeiteten oder unterdrückten traumatischen Erlebnisses. Der daraus resultierende psychische Dauerstress kann außerdem verheerende körperliche Schäden zur Folge haben. Das "Broken-Heart-Syndrome" ist eine plötzlich auftretende Funktionsstörung der linken Herzkammer. Dies führt meistens zu Schlaganfall ähnlichen Symptomen: Schweißausbrüche, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen. In diesem Fall ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

Ein weiterer Grund, der in die Frage nach der Krankschreibung bei einem gebrochenen Herzen mit hinein spielt, ist die Frage, ob der Ex-Partner ein Arbeitskollege ist, oder nicht. Jeder vierte Deutsche hat in seinem Berufsleben schon einmal einen Partner auf der Arbeit kennengelernt. Diesen dann in der Zeit direkt nach der Trennung ständig sehen zu müssen, ist eine Horror-Vorstellung.

Es ist möglich, sich wegen Liebeskummer krankschreiben zu lassen

Aus den oben angeführten Gründen lautet die Antwort: Ja, es ist tatsächlich möglich sich aufgrund von Liebeskummer krankschreiben zu lassen, denn seine Gefühle zuzulassen und die Trennung zu verarbeiten ist im Büro nicht möglich. 

Die Trennung selbst ist zwar nicht der Grund der Krankschreibung, sondern die mit einhergehenden Krankheitssymptome. Diese individuellen Symptome sollten Sie ihrem Hausarzt ausführlich schildern. Dabei müssen Sie sich nicht schämen und diese auch nicht als Lappalie abtun - vor allem, weil Ihr Arzt auch nur ein Mensch ist und sich daher in Ihre Lage hineinversetzen kann.

Es ist außerdem anzumerken, dass man als Arbeitnehmer nicht dazu verpflichtet ist, seinen Kollegen oder seinem Vorgesetzten den Grund seiner krankheitsbedingten Abwesenheit zu nennen. Dies zählt zu Ihrem Privatleben!

Tipps gegen Liebeskummer

Wenn Sie erstmal wegen Ihres gebrochenen Herzens krankgeschrieben sind, dürfen Sie sich alle Zeit nehmen den damit verbundenen Schmerz in voller Intensität zu spüren. Dazu sollten Sie sich soviel Zeit nehmen, wie Sie eben brauchen. Jeder geht anders mit Schmerz um. Wichtig ist auch, dass jeglicher Kontakt mit dem Ex-Partner vermieden wird. Gerade wenn Sie nicht auf Arbeit sind, werden Sie viel Zeit haben, darüber nachzudenken, den oder die Ex doch zu kontaktieren. 

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Das wäre kontraproduktiv, daher sollten Sie erstmal alle Erinnerung an diesen Menschen loswerden und die hinterbliebene Telefonnummer und jegliche andere Kontaktdaten löschen. Als perfekte Ablenkung in Situationen größter Versuchung ist es ratsam an die frische Luft zu gehen. Sie sollten sich jetzt um sich selbst kümmern. Sie könnten Sport treiben, sich offengebliebenen Wünsche erfüllen oder Zeit mit den Liebsten verbringen.

Sollten Sie die psychische Belastung durch die Trennung auch nach einiger Zeit nicht besser geworden sein, kann das auf den Beginn einer posttraumatischen Störung sein. In diesem Falle wird dazu geraten, sich professionelle Hilfe bei einem Psychotherapeuten zu suchen. 

Ähnliches Thema: Liebeskummer kann tödlich sein: Krebs durch Broken-Heart-Syndrom.

 

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