• Behandlung und Erkennen des Durchfalls
  • Durchfallursachen

Ein Durchfall kann für dein Haustier eine erschöpfende Krankheit sein: Oft geht eine Schwächung und eine Austrocknung damit einher. Wichtig ist es, dass du einige Maßnahmen sofort ergreifst und frühzeitig einen Tierarzt aufsuchst.

So erkennst und behandelst du einen Durchfall

Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen Arten des Durchfalles unterschieden:

  1. Der Dickdarm-Durchfall: Du erkennst den Durchfall daran, dass deine Katze oder dein Hund sehr häufigen Stuhlgang hat. Es wird dabei eine geringere Menge an Kot als üblich produziert, wobei nicht selten auch Schleim und/oder Blut beigemischt sein kann. Dein  Haustier scheint ständig pressen zu müssen, da eine Schwellung am After ihm das Gefühl gibt, es müsste ständig Kot lassen. Die Schwellung zeigt sich oft durch eine Rötung.
  2. Der Dünndarm-Durchfall: Im Gegensatz zum Dickdarm-Durchfall muss dein Tier hier in der Regel nicht viel häufiger als normalerweise Stuhl lassen. Häufige Symptome sind ein Knurren im Bauch, Blähungen sowie ein sehr dünner und spritzender Stuhl.

Egal, um welche Art des Durchfalls es sich handelt: Du kannst aktiv gegen akuten Durchfall vorgehen. Eine Möglichkeit ist es, eine Nahrungsergänzung zu wählen: Der Stuhl wird dadurch eingedickt und schädliche Substanzen können so entfernt werden. Durch die gestörte Darmfunktion nimmt der Hund oder die Katze in der Regel weniger Nährstoffe zu sich, was ebenfalls für das Verwenden einer Nahrungsergänzung spricht. Achte bei dem Produkt unbedingt auf die richtige Anwendung und lies vorher die Packungsbeilage.

Gib deinem Hund oder deiner Katze unbedingt genug zu trinken: Durch den häufigen Stuhl verliert er oder sie mehr Flüssigkeit als gewöhnlich. Dementsprechend sollte auch die Flüssigkeitszufuhr erhöht werden. Nur so kannst du verhindern, dass das Tier austrocknet. Auch die richtige Ernährung ist besonders wichtig: Der Darm verliert viele Nährstoffe, wodurch es ratsam ist, dem Tier mehrmals am Tag kleinere Mengen einer besonders leicht verdaulichen Nahrung zu geben. Ein Tipp kann beispielsweise hier die sogenannte Moro'sche Möhrensuppe sein: Du kochst dafür ein halbes Kilo geschälte Möhren in der doppelten Menge an Wasser für mindestens 90 Minuten ein und pürierst abschließend alles zu einer homogenen Suppe. Die Suppe füllst du mit heißem Wasser wieder auf die Menge von einem Liter auf und gibst klassischerweise 3 Gramm Salz hinzu.

Eine*n Tierarzt*ärztin solltest du unbedingt aufsuchen, wenn der Durchfall trotz der Maßnahmen weiter anhält, dein Haustier noch weitere Symptome aufweist oder aufhört, zu essen. Zögere auf keinen Fall, eine*n Arzt*ärztin aufzusuchen, wenn das Tier plötzlich aggressiv ist, beim Koten schreit, der Durchfall Spuren von Blut aufweist oder das Tier sich sehr stark zurückzieht. Der*die Tierarzt*ärztin kann die Ursache schnell abklären und so Unsicherheiten beseitigen. In speziellen Fällen kann er*sie auch eine Infusion legen und andere Untersuchungen, wie ein Röntgenbild oder einen Ultraschall, durchführen. So verhinderst du, dass das Tier sehr geschwächt aus der Erkrankung hervorgeht.

Mögliche Ursachen eines Durchfalles

Die Ursache eines Durchfalles bei unseren liebsten Haustieren liegt meist im Dünn- oder Dickdarm. Liegt ein Dünndarm-Durchfall vor, können Infektionen durch Würmer, Bakterien oder Viren der ausschlaggebende Grund für den Durchfall sein. Eine anderer wahrscheinlicher Grund ist eine Darmirritation, die auf einen Futterwechsel oder eine falsche Ernährung zurückführen kann. Möglicherweise hat dein Hund oder deine Katze auch einfach etwas auf der Straße gefressen, was ihm*r nicht gutgetan hat.

Denkst du, dass es an Würmern liegen könnte, solltest du unbedingt eine*n Tierarzt*ärztin aufsuchen: Diese*r kann eine Kotprobe deines Haustieres untersuchen und nach Bestätigung des Verdachtes das Tier anschließend auch professionell entwurmen. Vor allem Jungtiere haben oft mit Würmern zu kämpfen; meist kannst du den Wurmbefall auch an einem Blähbauch (auch "Wurmbauch" genannt) erkennen. Viele Tierärzte*innen beraten dich auch bezüglich alternativer Behandlungsschemata, beispielsweise durch ein Entwurmungsmittel. 

Auch Viren kommen nicht selten als Ursache vor: Denke also daran, deinen Hund oder deine Katze gegen die häufigsten Viren impfen zu lassen. Gegen einige Viren kann jedoch nicht geimpft werden: In dem Falle ist es wichtig, dass du selbst aktiv versuchst, den Durchfall deines Haustieres zu bekämpfen.

Kommen jedoch noch weitere Symptome hinzu, kann es in seltenen Fällen auch ein Hinweis auf eine schwerwiegendere Krankheitwie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, sein: Zögere nicht, eine*n Fachmann*frau um Rat zu fragen.

Lesetipp: Diese Pflanzen sollte dein Hund keinesfalls fressen.