Trekking Award 2026: Warum der Goldsteig alle anderen Wanderwege schlägt

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660 Kilometer von Marktredwitz nach Passau: Der Goldsteig ist offiziell der schönste Fernwanderweg 2026. Die Auszeichnung würdigt Qualität, Wegeführung und spektakuläre Natur.

35.000 Stimmen, drei Kategorien, ein klares Votum: Der Trekking Award 2026 zeichnet die faszinierendsten Wanderziele Europas aus. Ganz vorne dabei: der Goldsteig, der sich als schönster Fernwanderweg gegen starke Konkurrenz durchsetzte. Die Auszeichnung des renommierten "Trekking-Magazins" wurde am Freitag, 27. Februar 2026, auf der Website des Magazins veröffentlicht. Der Tourismusverband Ostbayern bestätigte den Sieg am Montag, 2. März 2026.

Goldsteig setzt sich gegen starke Konkurrenz durch

Der Fernwanderweg Goldsteig wurde beim Trekking Award 2026 mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Rund 35.000 Wanderbegeisterte beteiligten sich am Voting und kürten den 660 Kilometer langen Weitwanderweg durch Ostbayern zu ihrem Favoriten. Der Award zählt zu den wichtigsten Publikumspreisen der deutschsprachigen Wanderszene, denn die Entscheidung treffen aktive Wanderer, die Qualität, Wegeführung und Infrastruktur aus eigener Erfahrung beurteilen können.

Der Goldsteig überzeugt durch exzellente Markierung, abwechslungsreiche Streckenführung und professionelle Betreuung. Von Marktredwitz im oberfränkischen Fichtelgebirge führt er durch den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald bis nach Passau. Eindrucksvolle Naturerlebnisse, weite Ausblicke und anspruchsvolle Gipfelpassagen machen ihn zu einem der führenden Weitwanderwege im deutschsprachigen Raum.

Warum der Goldsteig gewonnen hat: Qualität überzeugt

Die Auszeichnung unterstreicht die hohe Qualität des Weges und seine Bedeutung für den Tourismus in der Region. Der Goldsteig zieht Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus dem Ausland an und sorgt entlang der Strecke für Wertschöpfung bei Gastgebern, Gastronomiebetrieben und regionalen Produzenten. Durch seine Struktur als Weitwanderweg mit Etappenorten stärkt er insbesondere den ländlichen Raum und trägt zur Profilierung des Fichtelgebirges, des Oberpfälzer Waldes und des Bayerischen Waldes als Wanderregionen bei.

Was den Goldsteig auszeichnet:

  • Professionelles Wegemanagement: Kontinuierliche Pflege und klare Beschilderung
  • Vielfältige Landschaften: Vom Mittelgebirge bis zu alpinen Gipfeln
  • Gut ausgebaute Infrastruktur: Wanderfreundliche Gastgeber entlang der gesamten Strecke
  • Flexibilität: Zwei Routenvarianten für unterschiedliche Ansprüche
  • Naturerlebnis: Durchquerung von fünf Naturparken und dem Nationalpark Bayerischer Wald

"Erfolg für die gesamte Region": Gemeinschaftsprojekt mit vielen Unterstützern

Deborah Seidler, Marketingleitung des Goldsteigs, und Uwe Stanke, Wegemanager beim Tourismusverband Ostbayern, erklären: "Dieser Preis ist ein Erfolg für die gesamte Region. Wir danken allen, die am Projekt Goldsteig mitarbeiten – Touristiker der Landkreise und Gemeinden, Naturparke, der Nationalpark Bayerischer Wald, Bayerische Staatsforsten, Wegepaten und Gastgeber", so der Tourismusverband.

Die Strecke des Goldsteigs: Drei Regionen, zwei Routen

660 Kilometer von Marktredwitz nach Passau: Der Goldsteig durchquert drei Regionen – Fichtelgebirge, Oberpfälzer Wald und Bayerischen Wald. Ab Neunburg vorm Wald teilt sich der Weg in zwei Varianten, die beide in Passau enden. Dem offiziellen Portal zufolge bietet das erweiterte Wegenetz zahlreiche Möglichkeiten für individuelle Tourenplanung.

Einstieg in Oberfranken (Etappe 1)

  • Start: Marktredwitz im Fichtelgebirge
  • Erste Etappe: Marktredwitz – Friedenfels (ca. 19-20 km, 6:45 Std.)
  • Verlauf: Durch den Naturpark Steinwald
  • Highlights: Burgruine Weißenstein, Marktredwitzer Haus
  • Besonderheit: Gemeinsamer Verlauf mit dem Fränkischen Burgenweg

Laut der Tourismusseite Fichtelgebirge sowie gemäß Goldsteig-Wandern bietet die erste Etappe einen eindrucksvollen Einstieg.

Oberpfälzer Wald (Etappen 2 bis N8)

  • Verlauf: Friedenfels bis Neunburg vorm Wald bzw. Rötz (7 Etappen)
  • Highlights: Waldnaabtal, Burg Leuchtenberg, Prackendorfer und Kulzer Moos, Steinerne Wand
  • Schwierigkeit: Leicht bis mittel
  • Besonderheit: Geschichtsträchtige Burgenlandschaft mit Panoramablicken

Dieser Abschnitt führt laut Goldsteig-Website durch eine besonders geschichtsträchtige Kulturlandschaft.

Nordroute durch den Bayerischen Wald (Etappen N9 bis N23)

  • Verlauf: Rötz – Passau (15 Etappen, ca. 280 km)
  • Highlights: Großer Arber (1.456 m), Großer Rachel, Lusen mit Blockmeer, Dreisessel, Kaitersberg
  • Schwierigkeit: Schwer bis sehr schwer
  • Besonderheit: Durchquerung des Nationalparks Bayerischer Wald, zahlreiche Tausender, Schachten und Hochmoore
  • Für wen: Ambitionierte Bergwanderer

Laut Goldsteig Wandern ist diese Route für erfahrene Wanderer konzipiert.

Südroute durch den Bayerischen Wald (Etappen S8 bis S22)

  • Verlauf: Neunburg vorm Wald – Passau (15 Etappen, ca. 250 km)
  • Highlights: Burg Falkenstein, Naturschutzgebiet Hölle, Pröller, Hirschenstein, Brotjacklriegel
  • Schwierigkeit: Leicht bis mittel (einzelne schwere Abschnitte)
  • Besonderheit: Höhenzüge des Vorderen Bayerischen Waldes
  • Für wen: Genusswanderer und Familien

Zusätzliches Wegenetz

  • 840 Kilometer Runden, Alternativen und Zuwege in Ostbayern und Böhmen
  • Insgesamt 2.000 Kilometer internationales Wanderwegenetz mit 13 Grenzübergängen
  • Verbindungen zum tschechischen Goldsteig (Zlatá Stezka)
  • Durchquerung von fünf Naturparken und zwei Nationalparken

Historischer Hintergrund: Vom "weißen Gold" zum Wanderparadies

Der Name Goldsteig leitet sich vom historischen "Goldenen Steig" ab, einem mittelalterlichen Handelsweg zwischen Böhmen und der Donau. Im 14. bis 16. Jahrhundert wurde auf dieser Route Salz – das "weiße Gold" – von Passau nach Böhmen transportiert. Der Goldene Steig galt als eine der wichtigsten Handelsverbindungen Mitteleuropas und wurde auch als "Autobahn des Mittelalters" bezeichnet.

Zusätzlich verweist der Name auf die Goldorte und Goldbäche in der Region, in denen früher nach dem Edelmetall gesucht wurde. Der moderne Weitwanderweg wurde 2007 eröffnet und verbindet diese historische Bedeutung mit Landschaftsgenuss und Wanderqualität. Heute gehört er zu den "Top Trails of Germany" und ist als Qualitätswanderweg zertifiziert. Ein ausgezeichnetes Wegeleitsystem, malerische Naturlandschaften und wanderfreundliche Gastgeber zeichnen den Weg aus, wie die Tourismusseite Bayerischer Wald berichtet.

Die weiteren Gewinner des Trekking Award 2026

Der Trekking Award 2026 wurde in drei Kategorien vergeben: Schönste Fernwanderwege, Top-Wanderregionen in Deutschland/Österreich/Schweiz sowie Top-Wanderregionen im restlichen Europa. Rund 35.000 Wanderbegeisterte stimmten ab. Das Voting lief bis zum 6. Januar 2026, die Ergebnisse wurden in der Ausgabe 2/2026 des Trekking-Magazins veröffentlicht, wie der Tourismusverband Ostbayern berichtet.

Top 5 Fernwanderwege: Deutschlands schönste Weitwanderwege

Die Gewinner überzeugen durch landschaftliche Schönheit, professionelle Beschilderung und durchdachte Infrastruktur. Zwischen 125 und 660 Kilometern Länge bieten die ausgezeichneten Routen für jeden Anspruch das passende Abenteuer.

  • Platz 1: Goldsteig – 660 Kilometer durch Oberfranken, Oberpfälzer Wald und Bayerischen Wald. Höhepunkte: Großer Arber, kristallklare Karseen, Nationalpark Bayerischer Wald.
  • Platz 2: Lechweg – 125 Kilometer vom Hochgebirgssee bis zum Lechfall. Der Leading Quality Trail folgt dem letzten wilden Bergfluss der Alpen zwischen Österreich und Bayern.
  • Platz 3: 66-Seen-Wanderweg – 425 Kilometer durch Brandenburg mit 66 Seen auf 21 Etappen. Auf manchen Etappen reihen sich bis zu acht Seen hintereinander.
  • Platz 4: Höhenweg Fichtelgebirge – Spektakuläre Ausblicke über die nordbayerische Mittelgebirgslandschaft mit markanten Gipfeln wie Schneeberg und Ochsenkopf.
  • Platz 5: Frankenwaldsteigla Höllentour – Abwechslungsreiche Streckenführung durch die wildromantische Landschaft des Frankenwaldes mit intensiven Naturerlebnissen auf kompakter Distanz.

Top 5 Wanderregionen Deutschland/Österreich/Schweiz

Majestätische Alpengipfel treffen auf sanfte Mittelgebirgslandschaften, während die Ostseeküste mit markanten Kreidefelsen einen eigenen Charakter einbringt. Die ausgezeichneten Regionen vereinen traditionelle Bergkultur mit moderner Wanderinfrastruktur.

  • Platz 1: Allgäuer Alpen (D/A) – Schnelle Anreise, panoramareiche Wege, traditionelle Brotzeit auf urigen Sennalpen. Highlights: Wandertrilogie Allgäu und zahlreiche Naturerlebniswege für Familien.
  • Platz 2: Zugspitz Region/ZugspitzLand (D) – Wandererlebnisse für jedes Niveau zwischen imposanten Gipfeln und tiefen Tälern. Highlights: Spitzenwanderweg und "Geh 7 Gipfel"-Touren.
  • Platz 3: Schwäbische Alb (D) – Über 90 Prädikatswege, markante Albtraufkante, Aussichtsfelsen, sonnige Wacholderheiden und historische Burgen.
  • Platz 4: Rügen (D) – Einzigartige Kombination aus Kreidefelsen, Buchenwäldern und Küstenwanderwegen. Vom Nationalpark Jasmund bis zu weitläufigen Stränden.
  • Platz 5: Südschwarzwald/Schwarzwaldregion Belchen (D) – Ausgedehnte Fernblicke, urige Bergwälder und traditionelle Schwarzwaldhöfe rund um einen der schönsten Schwarzwaldgipfel.

Top 5 Wanderregionen im restlichen Europa

Von den schroffen Felszinnen der Dolomiten über windgepeitschte Küsten der Bretagne bis zu vulkanischen Landschaften Gran Canarias – Europas Wanderdestinationen begeistern durch ihre Vielfalt.

  • Platz 1: Dolomiten/Südtirol (I) – Schroffe Felszinnen, sanfte Almen und spektakuläre Panoramen. Sonnige Hochplateaus und traditionsreiche Hütten verbinden Genuss, Natur und Bewegung.
  • Platz 2: Bretagne (F) – Der 2.000 Kilometer lange GR34 führt entlang der gesamten bretonischen Küstenlinie von der Smaragdküste über die Rosa Granitküste bis zu den weiten Stränden im Süden.
  • Platz 3: Algarve (P) – Ganzjährig mildes Klima im Süden Portugals. Fernwanderwege wie die Via Algarviana im Hinterland oder die Rota Vicentina an der Küste zeigen die ursprüngliche Algarve.
  • Platz 4: Gran Canaria (E) – Landschaftliche Vielfalt von grünen Schluchten über Vulkanlandschaften bis zu spektakulären Küstenpfaden. Ganzjährig mildes Klima macht die Insel zum idealen Winterwanderziel.
  • Platz 5: Hohe Tatra (Slowakei/Polen) – Das kleinste Hochgebirge der Welt mit alpinem Charakter, kristallklaren Bergseen und unberührter Natur. Anspruchsvolle Gipfeltouren ebenso wie gemütliche Wanderungen durch Nationalparks.

Die vollständigen Ergebnisse und weitere Informationen gibt es auf der Website des Trekking-Magazins.

Vorschaubild: © Tourismusverband Ostbayern/Woidlife Photography