Zwei Schwimmer wurden in Würzburg beinahe in ein Kraftwerk gezogen: Am späten Samstagnachmittag erreichte ein Notruf die Integrierte Leitstelle in Würzburg. Demnach waren zwei Menschen im Bereich des Kraftwerkes an der Alten Mainbrücke in Not geraten. Daraufhin wurde der Wasserrettungszug der Berufsfeuerwehr Würzburg, die Wasserrettungseinheiten der Hilfsorganisationen, sowie der Rettungsdienst und die Polizei zu dem Notfall alarmiert.

Als die Rettungskräfte an der Alten Mainbrücke eintrafen, hatten mehrere Mitarbeiter einer angrenzenden Gaststätte die beiden Schwimmer bereits aus dem Wasser und ihnen so wohl das Leben gerettet. Zuvor hatten sich die zwei Schwimmer nur noch mit Mühe an ein Mühlrad festhalten können, um nicht durch die Strömung in den Wassereinlass des Kraftwerkes gezogen zu werden. Mit einer Rettungsstange konnten die Helfer beide Personen sichern und an Land ziehen.

Trotz Badeverbot geschwommen

Auch wenn dieser Fall ein glückliches Ende nahm, es kommt immer wieder zu tödlichen Badeunfällen. So starb in der Nacht auf Samstag ein 17-Jähriger in Nürnberg, nachdem er im Wöhrder See gebadet hatte.  Auch in Bamberg ist es vor Kurzem zu einem tödlichen Badeunfall gekommen.

Die Rettungskräfte in Würzburg weisen nun nochmals auf die Gefahren des Schwimmens im Main hinzuweisen: "Baden und Schwimmen ist im Bereich von Brücken, Wehr- und Schleusenanlagen, sowie Kraftwerksanlagen lebensgefährlich aufgrund der dort vorherrschenden Strömungen und Sogwirkungen. Deshalb besteht ein Badeverbot nach der Badeverordnung auf Grundlage des Bundeswasserstraßengesetz 100 m oberhalb bis 100 m unterhalb dieser Bauwerke", so die Integrierte Leitstelle in einer Pressemitteilung. Insbesondere an der Alten Mainbrücke bestehen demnach viele Gefahrenpunkte, die Schwimmer sehr leicht das Leben kosten können.

Für die beiden Schwimmer könnte ihre unüberlegte Aktion ein juristisches Nachspiel haben: Laut den Rettungskräften wurde die unüberlegte und leichtsinnige Aktion von der Polizei zur Anzeige gebracht.

Im Einsatz waren neben den 20 Einsatzkräften der Feuerwehr auch ca. 35 Einsatzkräfte von Wasserrettung und Rettungsdienst, sowie Kräfte der Würzburger Polizei.