Umweltfreundlich gegen Verkehrssünder: Seit Anfang Juni ist die Stadt Würzburg mit einem neuen Blitzer-Auto unterwegs, um Autofahrer*innen auf die Schliche zu kommen, die zu schnell unterwegs sind. Das Besondere daran: Das neue Fahrzeug wird elektrisch angetrieben. 

Am Wochenende stellte die Stadt das neue Gefährt nun der Öffentlichkeit vor. "Die Elektromobilität ist auch in der städtischen Verkehrsüberwachung angekommen: Nachdem Verkehrshüter schon seit 2 Jahren auch auf zwei E-Bikes unterwegs sind, ist nun seit diesem Monat aktuell auch die Geschwindigkeitsüberwachung umweltfreundlich unterwegs", erklärte sie dazu in einem Pressestatement.

"Noch ein Grund mehr, Würzburg zu meiden": Facebook-Nutzer ärgern sich über E-Blitzfahrzeug

Doch der Stolz und die Freude, mit denen die Stadt das neue Blitzer-Auto präsentierte, fanden in den sozialen Medien keinen Widerklang. Im Gegenteil: Hier stieß das neue E-Blitzfahrzeug auf jede Menge Spott und Häme

"Ich hoffe mal der Blitzer funktioniert dann auch nur bei E-Autos", schreibt ein Nutzer unter den Facebook-Post der Stadt. "Noch ein Grund mehr, Würzburg zu meiden! Inzwischen gibt es auch außerhalb der Stadt genug Möglichkeiten um seine Einkäufe/ Arztbesuche …. zu erledigen", kommentiert ein anderer. Manche finden gar deutliche Worte für die Aktion: "Was für ein Blödsinn", fasst einer seine Meinung zu dem E-Blitzfahrzeug zusammen.

Unter dem Posting der Stadt entbrannte eine regelrechte Diskussion um die Sinnhaftigkeit des Blitzens. Der Stadt wurde wiederholt vorgeworfen, lediglich "die eigene Kasse füllen zu wollen". Aber auch der Einsatz von E-Autos an sich kam bei den User*innen nicht gut an: "Was haben E-Autos und Durchfall gemeinsam??? Bei beiden weiß man nicht, ob man es noch nach Hause schafft", witzelt ein Kommentator.

Das neue E-Blitzfahrzeug ist laut Angaben der Stadt "ausgestattet mit einem modernen Laser-Scanner-Messsystem, das die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge mit neuester Lasertechnologie und -sensorik erfasst und einen nahezu uneingeschränkten Einsatz auch in Kurven und unübersichtlichen Straßenabschnitten erlaubt". Es dient als Ersatz für das alte Fahrzeug, das seit 2009 in Betrieb war.

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Vorschaubild: © Angelika Warmuth/dpa