Nach einer Vielzahl von Pkw-Aufbrüchen in Stadt und Landkreis Würzburg hat sich am vergangenen Freitagabend ein weiterer Fall ereignet. In den Weinbergen, unterhalb der Würzburger Steinburg, wurde die Seitenscheibe eines geparkten Peugeot mit einem Stein eingeworfen und aus dem Innenraum eine Geldbörse entwendet, berichtet die Polizei am Montag. Eine zivile Streife hatte den lauten Knall gehört und nahm nur einen Augenblick später den Tatverdächtigen im Alter von 25 Jahren fest. Bei einem Fluchtversuch war der Mann noch von Zeugen dabei beobachtet worden, wie er kurz vor der Festnahme sein mutmaßliches Diebesgut weggeworfen hatte.

Der Beschuldigte wurde zur Dienststelle mitgenommen, wo die Kripo Würzburg die weiteren Ermittlungen übernahm. In seiner Vernehmung legte der 25-Jährige ein umfassendes Geständnis ab.
Er räumte ein, insgesamt zwölf Pkw-Aufbrüche begangen zu haben, die sich seit Ende des vergangenen Jahres in der Nähe der Steinburg und am Schenkenfeld ereignet haben. Dem aktuellen Sachstand nach wurde bei den Taten eine Gesamtbeute in Höhe von etwa 3000 bis 4000 Euro erzielt und Sachschäden in Höhe von insgesamt rund 10.000 Euro verursacht.

Teil des Geständnisses war auch ein Einbruch, der sich im Zeitraum zwischen dem 2. und dem 6. April in Röttingen ereignet hatte. Ein zunächst Unbekannter war in ein Firmengebäude in der Strüther Straße eingedrungen und hatte aus Büroräumen Gegenstände und Bargeld im Gesamtwert von über 400 Euro entwendet. Einen weiteren Einbruch in ein Wohnanwesen "Am Riedelkreuz" in Würzburg räumte der 25-Jährige ebenfalls ein. Im Laufe des 11. März hatte sich ein Unbekannter Zugang in das Einfamilienhaus verschafft und aus dem Inneren ein Handy und Bargeld im Wert von insgesamt etwa 500 Euro erbeutet.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde der Tatverdächtige am Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der erließ Haftbefehl und der 25-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kripo Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt. Geprüft wird dabei auch, inwieweit der Beschuldigte noch für weitere, gleichgelagerte Straftaten in Stadt und Landkreis Würzburg in Frage kommt.