Die Unbekannten gaben sich zunächst als Polizeiangehörige und bei einem zweiten Anruf schließlich als Mitglieder der Staatsanwaltschaft aus. Die unterfränkische Polizei ermittelt und bittet die Bevölkerung um Hinweise. 

Nach Angaben der Polizei Würzburg hatte das Telefon der Seniorin erstmals gegen 15.15 Uhr geklingelt. Hierbei wurde ihr mitgeteilt, dass ihre Tochter ins Gefängnis müsse, weil sie einen tödlichen Unfall verursacht habe. Die weitere Gesprächsführung übernahm ein vermeintlicher Staatsanwalt, der für die "Freilassung der Tochter" eine Kaution von 30.000 Euro verlangte. 

Seniorin war auf Weg zur Geldübergabe

Die Dame hob den Geldbetrag bei ihrer Hausbank ab und begab sich zur Übergabe des Geldes nach Würzburg. Dort übergab sie gegen 18 Uhr in der Barbarastraße den Geldbetrag an einen Unbekannten. 

Den Geldabholer hat die Seniorin wie folgt beschrieben: 

  • 45-50 Jahre alt 
  • ca. 170 cm groß 
  • trug eine Gesichtsmaske
  • mit dunkler Windjacke bekleidet 
  • trotz starken Regens ohne Schirm unterwegs 

Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen übernommen und warnt an dieser Stelle nochmals eindringlich vor derartigen Betrugsmaschen. 

Die Polizei bittet um Hinweise 

Wer die Geldübergabe möglicherweise beobachtet hat oder sonstige Hinweise geben kann, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten, wird dringend gebeten, sich unter der Telefonnummer 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzen. 

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Aufgrund der weiterhin hohen Zahl an Betrugsmaschen bei älteren Menschen hat die Polizei Würzburg einige Tipps im Rahmen der Präventionskampagne "Leg auf!" zusammengestellt: 

  • Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. 
  • Die Polizei weist niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereitzulegen oder als Lockmittel zu deponieren! 
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen! 
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)! 
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
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