Winterchaos in Unterfranken: Polizei meldet 110 Einsätze - darunter 63 Unfälle
Autor: Agentur dpa, Redaktion, Stefan Lutter
Würzburg, Donnerstag, 19. Februar 2026
Schneefall hat am Donnerstag in Unterfranken für nicht weniger als 110 Polizeieinsätze gesorgt. Schwerpunkt war die A3 mit einem liegengebliebenen Lkw.
Update vom 19.2.26, 20.26 Uhr: Schnee-Chaos in Unterfranken - Polizei zieht Bilanz
Ein Wintereinbruch hat Unterfranken am Donnerstag, 19. Februar 2026, fest im Griff gehabt. Der angekündigte Schneefall machte aus Autobahnen Eisbahnen und bescherte der Polizei einen Einsatzmarathon. Am Donnerstagabend zog die Polizei Unterfranken eine erste Bilanz und veröffentlichte ein "ein für heute abschließendes Update zur Schneelage in Unterfranken", wie es in einer entsprechenden Mitteilung hieß. Auf den verschneiten und teilweise rutschigen Straßen kam es demnach am Donnerstagmorgen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und mehreren Unfällen. Die unterfränkische Polizei registrierte laut eigenen Angaben insgesamt 110 wetterbedingte Einsätze an einem Tag - darunter 63 Verkehrsunfälle.
Bei den meisten Vorfällen handelte es sich um liegengebliebene Lastkraftwagen auf den Autobahnen und um Unfälle, bei denen Autos von der Fahrbahn abgekommen waren. Nur ein Verkehrsteilnehmer wurde bei einem dieser wetterbedingten Unfälle leicht verletzt. Die übrigen Vorfälle führten ausschließlich zu Sachschäden.
Einsatzschwerpunkt auf der A3 zwischen Marktheidenfeld und Rohrbrunn
Der Einsatzschwerpunkt lag auf der Autobahn 3 zwischen Marktheidenfeld im Landkreis Main-Spessart und Rohrbrunn im Landkreis Aschaffenburg. Dieser Abschnitt führt durch den Spessart und ist besonders anfällig für winterliche Wetterbedingungen. Hier kam es insbesondere aufgrund liegengebliebener Lastkraftwagen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Am Donnerstagabend dauerten die Behinderungen auf diesem Streckenabschnitt noch an, die Situation verbesserte sich jedoch stetig.
Auch im Bereich des Greinbergknotens bei Würzburg kam es zu Verkehrsbehinderungen. Der Autobahnknotenpunkt, an dem sich die Autobahnen 3, 7 und 81 kreuzen, war ebenfalls von liegengebliebenen Lastkraftwagen betroffen. Bereits am Donnerstagmorgen um 09.00 Uhr hatte die Polizei Unterfranken rund 70 Einsätze verzeichnet, davon etwa 45 Unfälle. Im Laufe des Tages stieg die Zahl der Einsätze auf 90 und schließlich auf 110 an.
Sicherheitshinweise der Polizei
Die Polizei Unterfranken erneuerte ihre Empfehlungen für sicheres Fahren bei winterlichen Straßenverhältnissen:
- Geschwindigkeit anpassen: Den Straßenverhältnissen angepasst fahren
- Abstand halten: Durch längere Bremswege ist ein größerer Abstand zum Vorausfahrenden nötig. Vorausschauendes Fahren ermöglicht es, Bremsmanöver frühzeitig einzuschätzen
- Vorsichtig lenken: Besonders in Kurven oder beim Spurwechsel können abrupte Lenkbewegungen zum Ausbrechen des Fahrzeugs führen
- Hauptstraßen nutzen: Nebenstraßen und Schleichwege sind oft später geräumt oder gestreut. Auf viel befahrenen Straßen ist der Winterdienst meist früher unterwegs
- Vorsichtig bremsen: Frühzeitiges Bremsen ist wichtig. Vor Kreuzungen, auf Brücken und in Waldstücken besteht erhöhte Glättegefahr