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Kultur

Stadtrat hat entschieden: Würzburg bekommt Staatstheater

Das Mainfranken Theater in Würzburg soll zu einem bayerischen Staatstheater erhoben werden. Das entschied der Stadtrat in einer nicht-öffentlichen Sitzung.
 
Der Stadtrat hat sich dafür ausgesprochen das Mainfranken Theater in Würzburg zum Staatstheater zu erheben. Foto: Pat Christ
Der Stadtrat hat sich dafür ausgesprochen das Mainfranken Theater in Würzburg zum Staatstheater zu erheben. Foto: Pat Christ

Das Mainfranken Theater in Würzburg soll zu einem Staatstheater werden. Der Stadtrat hat sich in einer nicht-öffentlichen Sitzung damit befasst und für das Eckpunktepapier gestimmt. Wie br-klassik berichtet, laufen die Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Bayerischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst bereits seit vergangenem Jahr.

Staatstheater für Würzburg: Ab 2022 Umwandlung

Mit dem Einzug in das sanierte und erweiterte Haus zur Spielzeit 2022/23 soll das Theater in ein Staatstheater umgewandelt werden. Besonderheit in Würzburg: Die Trägerschaft soll durch den Wechsel nicht getauscht werden. Die Stadt Würzburg bleibt damit weiterhin Arbeitgeberin für die Beschäftigten des Theaters, bei zunehmender finanzieller Beteiligung des Freistaates. Die steigt von aktuell 25 Prozent (seit 2003) auf 50 Prozent mit dem Wiedereinzug in das sanierte Theater.

Eine Ernennung zum Staatstheater bedeutet vor allem mehr Geld vom Freistaat - bis zu einer gleichwertigen Finanzierung von Stadt und Land. "Es geht erst einmal darum, dass wir, wenn wir mehr Geld haben, auch mehr spielen können, weil uns zur Zeit schlichtweg das Personal dafür fehlt", sagt Intendant Markus Trabusch gegenüber br-klassik. In dem neu sanierten Haus werde es pro Spielzeit mindestens eine Produktion mehr geben, das Angebot solle sich insbesondere im Musiktheaterbereich ausweiten. Dadurch erwarte man, auch was die Zuschauerzahlen betreffe, eine positive Entwicklung.

In der jüngsten Saison zog das Theater 11.000 Menschen weniger Besucher an als im Vorjahr.