Verunreinigtes Trinkwasser hatte in Rimpar in den vergangenen Tagen für Probleme gesorgt. Das Landratsamt kann jetzt aber Entwarnung geben.
Update vom 20.02.2026: Abkochgebot für Rimpar aufgehoben
Die jüngsten Analysen des Trinkwassers der Eigenwasserversorgung Rimpar ergaben, dass keine E. coli- und Coliformen Bakterien mehr nachgewiesen werden konnten, informiert das Landratsamt Würzburg. Zuvor waren die betroffene Wasserkammer am Hochbehälter Mühlenberg sowie der entsprechende Brunnen vom Versorgungsnetz getrennt und eine Chlorung eingeleitet worden.
Deshalb wird das Abkochgebot, das das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg aufgrund der festgestellten Bakterien im Wasser am 14. Februar 2026 für Rimpar verhängt hatte, ab sofort aufgehoben. Die Chlorung des Trinkwassers und weitere Untersuchungen bleiben weiterhin bestehen.
Ursprungsmeldung vom 15.02.2026: Darmkeime in Trinkwasser von Rimpar
Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg warnt vor Darmkeimen im Trinkwasser. Die Verbraucher in Rimpar müssen das Wasser deshalb abkochen und chloren.
Die betroffenen seien Brunnen vom Versorgungsnetz genommen worden, hieß es..
Trinkwasser-Verunreinigung im Kreis Würzburg: Diese Straßen sind betroffen
Folgende Straßen der Eigenwasserversorgungszone von Rimpar sind betroffen:
Alfons-Arnold-Straße
Am Dreschplatz
Am Glockenstrang
Am Hohlen Weg
Am Holzweg
Am Liedlein
Am Lohenweinberg
Am Trieb
Am Wolfsbild
Am Zehentstüblein
Andreasstraße
Austraße
Bachgasse
Berggasse
Bischof-Schmitt-Straße
Blumenstraße
Breslauer Straße
Brunnenstraße
Büttnergasse
Burggrumbacher Straße
Burgstraße
Chemnitzer Straße
Danziger Straße
Fitzengasse
Frühlingsstraße
Gadheimer Weg
Gartenstraße
Günterslebener Straße
Herrngasse
Hofstraße
Jägerstraße
Julius-Echter-Straße
Kaspar-Schnetter-Straße
Kirchenstraße
Klingenstraße
Königsberger Straße
Landtafelweg
Lerchenweg
Lömmelsgasse
Lohnstraße
Marktplatz
Marktstraße
Niederhoferstraße
Ringstraße
Petryweg
Rosengasse
Schäfereistraße
Schafhofstraße
Sonnenweg
Stettiner Straße
Storchstraße
Strüthweg
Weidleinsgraben
Weidleinsweg
Weinbergstraße
Ziegeleistraße
Zur Veitsmühle
Grund für die Warnung ist der Nachweis von E.-coli-Bakterien und coliformen Bakterien. Die Darmkeime weisen "auf eine mögliche Verunreinigung des Trinkwassers" hin, meldet das Landsratamt Würzburg.
Der zulässige Grenzwert im Trinkwasser liegt bei jeweils 0/100 Milliliter. In 100 Millilitern dürfen diese Bakterien also nicht nachweisbar sein. Am Hochbehälter Mühlenberg lag der gemessene zuletzt jedoch bei jeweils 3/100 Milliliter. Am Brunnen V lag der gemessene Wert von E.-coli-Bakterien bei 1/100 Milliliter und für coliforme Bakterien bei 2/100 Milliliter.
Brunnen vom Versorgungsnetz genommen - das müssen Betroffene beachten
Als Schutzmaßnahme wurde die betroffene Wasserkammer am Hochbehälter Mühlenberg und der betroffene Brunnen vom Versorgungsnetz genommen. Zudem wurde eine Chlordesinfektionsmaßnahme der nicht betroffenen Kammer am Hochbehälter Mühlenberg eingeleitet. Eine weitere Trinkwasseruntersuchung ist bereits geplant. Wie es zu der Verunreinigung kam, war zunächst unklar.
Verbraucher sollen das Wasser so lange abkochen, "bis im gesamten Versorgungsgebiet ein ausreichender Chlornachweis vorliegt", erklärt das Landratsamt. Um die Krankheitserreger abzutöten, muss das Trinkwasser beispielsweise in einem Wasserkocher einmalig sprudelnd aufgekocht und danach langsam abgekühlt werden. Das gilt vor allem dann, wenn das Wasser zum Trinken, zum Zubereiten von Lebensmitteln, zum Waschen von Obst, Gemüse, Salat oder anderen Lebensmitteln, für medizinische Zwecke, zum Zähne putzen, zum Geschirrabwasch von Hand oder als Trinkwasser für empfindliche Haustiere verwendet werden soll. Krankheitsfälle gebe es nach aktuellem Stand nicht.