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Kind aus Kita Unterfranken positiv auf Corona getestet - Reihentests negativ

Ein Kind aus der Kita an der Löwenbrücke in Würzburg wurde positiv auf das Coronavirus getestet - nur wenige Tage nach dem Sommerfest. Alle Informationen im Live-Ticker von inFranken.de.
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Die Zahl der Infektionsfälle mit dem Coronavirus geht im Landkreis Würzburg zurück. Auch in anderen fränkischen Regionen halten sich die Neuinfektionen in Grenzen - einige Landkreis sind sogar Corona-frei.

Den aktuellen Stand der COVID-19-Fälle finden Sie in unserer interaktiven Karte - inklusive letztem Stand der Aktualisierung.

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen kann es vorkommen, dass die Zahlen nicht immer aktuell sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweise der Landratsämter, Landesämter und des Robert-Koch-Instituts kann es unterschiedliche Fallzahlen geben. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 24.07.2020, 17.00 Uhr: Keine neuen Infektionen nach Sommerfest in Würzburger Kita

Nachdem ein Kind aus der Würzburger "Kita an der Löwenbrücke" positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat das Gesundheitsamt eine Reihentestung bei allen Krippekindern sowie Betreuerinnen und Betreuern durchgeführt. Bei allen fiel der Test negativ aus, wie das Landratsamt bereits gestern mitteilte.

Da das infizierte Kind wenige Tage zuvor das Sommerfest der Kindertagesstätte besucht hatte, wurde allen anwesenden Familienmitgliedern ebenfalls angeboten, sich auf Covid-19 testen zu lassen. 86 Person wurden insgesamt getestet, bei allen fiel das Ergebnis negativ aus. Das geht aus einer offiziellen Meldung des Landratsamts Würzburg hervor.

Die Kinder und Mitarbeitenden aus der Kinderkrippe müssen dennoch die 14-tägige Quarantäne abwarten und werden vor Ablauf nochmals getestet. Am Wochenende wird entschieden, ob zumindest die Kindergartenkinder ab Montag wieder in die Einrichtung können.

Das Hygienekonzeot der Tagesstätte wurde bereits vom Gesundheitsamt überprüft. Alle wichtigen Punkte, die für den Infektionsschutz wichtig sind, werden darin beachtet. Die Reihentestung wurde laut Landratsamt durchgeführt, da sich bei Kindern in diesem Alter der Kontakt untereinander nicht vollständig unterbinden lässt.

Update vom 23.07.2020, 17.15 Uhr: Erste Testergebnisse aus Kita sind negativ

Nachdem sich ein Kind in der Würzburger Kindertagesstätte "Kita an der Löwenbrücke" mit dem Coronavirus infizierte, wurden alle Krippenkinder, die möglicherweise mit dem Kind Kontakt hatten, ebenfalls auf das Virus getestet.  Bisher fielen jedoch alle Testergebnisse negativ aus, auch bei den Eltern des erkrankten Kindes. Das teilte das Gesundheitsamt Würzburg und die Leitung der Kita heute mit.

„Auch die Kindergartenkinder und eine Mitarbeiterin, die Symptome aufwiesen, haben ein negatives Testergebnis“, so Barbara Finkenberg, stellvertretende Leiterin des Würzburger Gesundheitsamtes. 

Da das infizierte Kind am 18. Juli 2020 noch das Kita-Sommerfest besucht hatte,  wurde allen Teilnehmern ebenfalls angeboten, sich auf das Virus testen zu lassen. 86 Personen wurden daraufhin getestet, die Ergebnisse sollten morgen Mittag vorliegen. Für die Kinder der Krippengruppe und die dort tätigen Erzieher*innen wurde am 21. Juli 2020 vom Gesundheitsamt Würzburg eine 14-tägige Quarantäne angeordnet sowie für den 22. Juli eine Testung organisiert. 

Update vom 22.07.2020, 17.30 Uhr: Corona-Fall in Würzburger Kita - Quarantäne und Reihentests verordnet

Ein drei Jahre altes Kind aus der Kindertagesstätte "Kita an der Löwenbrücke" in Würzburg wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Wie die Leitung der Tagesstätte mitteilte, wird das Kind nun in häuslicher Quarantäne von seinen Eltern betreut.

Wo sich das Kind angesteckt hat, ist momentan nicht klar. Allerdings hat das Kind noch vor wenigen Tagen am Sommerfest der Kita teilgenommen, an dem neben den anderen Kita-Kindern auch viele Eltern und Geschwister anwesend waren.

Für die Kinder aus der betroffenen Gruppe und die dort tätigen Erzieher und Erzieherinnen wurden zwei Wochen Quarantäne angeordnet. Außerdem werden alle auf das Coronavirus getestet, die Testergebnisse sollen am Donnerstagvormittag vorliegen.

Im Laufe des Mittwochs wurden jedoch bereits fünf Verdachtsfälle aus einer weiteren Kita-Gruppe sowie eine Erzieherin mit möglichen Symptomen gemeldet. Das Gesundheitsamt hat auch hier Test veranlasst, die Ergebnisse liegen bisher jedoch noch nicht vor.

Alle Kindergartenkinder und Erzieher wurden daher vorerst unter Quarantäne gestellt und es soll eine Reihenuntersuchung durchgeführt werden. Das Gesundheitsamt Würzburg bietet zudem allen Angehörigen, die auf dem Sommerfest der Kita waren, an, an der Reihentestung teilzunehmen.

Erst wenn die Testergebnisse feststehen, wird entschieden, wann die Kindertagesstätte wieder geöffnet werden kann.

Update vom 02.05.2020, 20:40 Uhr: Landratsamt stellt Desinfektionsmittel für Glaubensgemeinschaften zur Verfügung

Ab dem 4. Mai 2020 dürfen öffentliche Gottesdienste im Landkreis Würzburg  unter bestimmten Voraussetzungen wieder stattfinden. Das teilt das Landratsamt am Samstag (02.05.2020) mit. Dazu gehört auch die Möglichkeit, beim Betreten der Gotteshäuser Händedesinfektion anbieten zu können. 

Eine Erstausstattung mit Händedesinfektionsmitteln können alle Kirchen und Glaubensgemeinschaften im Landkreis Würzburg ab sofort beim Landratsamt Würzburg bestellen. Landrat Thomas Eberth freut sich, dass die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landkreises derzeit über eine ausreichende Menge an Desinfektionsmitteln verfügt, die sie den Glaubensgemeinschaften im Landkreis sehr gerne zur Verfügung stellt, um die Religionsausübung wieder möglich zu machen. 

Gemäß der Dritten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sind ab dem 4. Mai 2020 öffentlich zugängliche Gottesdienste sowie Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften unter bestimmten, in der Verordnung näher geregelten Voraussetzungen auch ohne Erlaubnis zulässig. 

Voraussetzungen sind eine Höchstteilnehmerzahl, die Pflicht des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung (gilt nicht für das liturgische Sprechen und Predigen), eine Höchstdauer von 60 Minuten sowie das Vorhandensein eines Infektionsschutzkonzeptes, das die je nach Glaubensgemeinschaft und Ritus möglichen Infektionsgefahren minimiert. 

Je Gemeinde einer Kirche oder Religionsgemeinschaft im Landkreis Würzburg werden maximal zehn Liter ausgegeben. Nach Erhalt dieser Erstausstattung sind die Kirchen und Glaubensgemeinschaften gehalten, sich selbst um die Beschaffung von Desinfektionsmitteln zu bemühen. 

Desinfektionsmittel können unkompliziert über die Homepage des Landkreises bestellt werden. Die Logistikabteilung der Führungsgruppe Katastrophenschutz nimmt dann Verbindung mit dem Besteller auf. 

Update vom 24.04.2020, 15:25 Uhr: Gastronomie-Protest am Unteren Markt

Während einige Einschränkungen in der Corona-Pandemie in Deutschland wieder gelockert werden, müssen Restaurants und Cafés immer noch geschlossen bleiben. Lässt der Staat die Gastronomie in der Corona-Krise im Stich? Der stellvertretende Bezirksvorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes macht der Politik Vorwürfe.

Weil immer noch ungewiss ist, wann die Gastronomie wieder öffnen darf, protestierten am Freitag (24.04.2020) deutschlandweit Gastronomen mit einer besonderen Protestaktion. Sie stellten in mehr als 50 deutschen Innenstädten leere Stühle auf. Auch in Würzburg am Unteren Markt standen am Freitag mehrere Stühle von verschiedenen Restaurants und Cafés. Unter anderem ist auf der Sitzmöbeln der Spruch zu lesen: "Der Stuhl ist leer, die Kasse auch".

Hier geht es zur Bildergalerie von den Gastronomie-Protesten in Würzburg.

 

Update vom 24.04.2020, 11:00 Uhr: Vorermittlungen gegen Hans-Sponsel-Haus eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat wegen der hohen Zahl an Corona-infizierten Todesfällen auch gegen ein zweites Würzburger Seniorenheim Vorermittlungen eingeleitet. Bereits seit Anfang April laufen Vorermittlungen gegen das Pflegeheim St. Nikolaus der Stiftung Bürgerspital, nun auch gegen das Hans-Sponsel-Haus der AWO, wie die Staatsanwaltschaft Würzburg dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag (24.04.2020) bestätigte.

Zuerst hatte die Würzburger „Mainpost“ darüber berichtet. Die Ermittler prüften nun, ob in den beiden Pflegeheimen nach Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle rechtzeitig gehandelt wurde und ob die Hygienevorkehrungen ausreichend waren.   Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, man habe aktuell beim Gesundheitsamt und auch bei der Stadt Auskünfte über die beiden Einrichtungen eingeholt. Die Vorermittlungen seien von Amts wegen aufgenommen worden. Derzeit lägen allerdings noch keine konkreten Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten vor. In zwei bis drei Wochen „dürften nähere Auskünfte möglich sein“. Mittlerweile lägen auch zwei Anzeigen von Angehörigen Verstorbener aus dem Pflegeheim St. Nikolaus sowie eine anonyme Anzeige gegen das Hans-Sponsel-Haus vor, erläuterte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Im Heim St. Nikolaus sind seit Beginn der Pandemie 25 mit dem Coronavirus infizierte Bewohner gestorben, insgesamt leben dort um die 160 Personen. Im Hans-Sponsel-Haus sind 19 infizierte Personen gestorben, es verfügt über mehr als 120 Plätze. Alle Verstorbenen in den Senioreneinrichtungen waren hochbetagt und hatten teilweise mehrere schwere Vorerkrankungen.

Update vom 22.04.2020, 16:45 Uhr: Drei weitere Corona-Todesfälle im Raum Würzburg

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigte am Mittwochnachmittag (22. April 2020) acht weitere positiv getestete Corona-Infizierte. Damit sind aktuell insgesamt 856 Menschen positiv auf Corona getestet worden. Wieder genesen sind  462 Patienten. 

Zwei Bewohnerinnen (Jahrgang 1929 und 1933) des Juliusspital Seniorenstifts sind in der Einrichtung verstorben. Beide Seniorinnen waren multimorbid. Ein weiterer Bewohner (Jahrgang 1939) der gleichen Einrichtung ist in einer Würzburger Klinik gestorben. Auch er litt unter schweren Vorerkrankungen. 

54 Tote im Raum Würzburg

Die Zahl der Todesfälle stieg somit auf 54 in Stadt und Landkreis Würzburg. Aktuell sind also 340 Menschen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv. 

In häuslicher Quarantäne oder Isolation unter Beobachtung des Gesundheitsamtes stehen momentan 840 Menschen. Aus der Quarantäne oder Isolation entlassen werden, konnten bereits 1.983 Menschen. 

Update vom 20.04.2020, 16.50 Uhr: Vier weitere Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt in den letzten 24 Stunden neun weitere auf das Corona-Virus positiv getestete Personen (Stand: 20. April 2020, 14.30 Uhr). Damit erhöht sich die Zahl der insgesamt auf Corona-positiv getesteten Personen auf 844. Als gesund entlassen wurden insgesamt 435 Patienten, davon 25 heute.

Unter Berücksichtigung der 51 Todesfälle sind aktuell 358 Menschen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv. Aktuell stehen 921 Personen in häuslicher Quarantäne oder Isolation unter Beobachtung des Gesundheitsamtes. Aus der Quarantäne oder Isolation entlassen werden konnten insgesamt bereits 1868 Personen, davon 36 heute.

Aus für telefonische Krankschreibungen: Landrat und Oberbürgermeister sprechen sich für Beibehaltung der Übergangsregelung aus

Wie das Landratsamt weiter mitteilt, müssen Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen seit 20.04.2020 wieder in die Arztpraxen gehen, um eine Krankschreibung zu erhalten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte entschieden, die telefonische Krankschreibung bei Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege nicht zu verlängern. Die Entscheidung des G-BA erfolgte gegen das einhellige Votum von Kliniken und Vertragsärzten. Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) äußerte ihr Unverständnis über diese Entscheidung, die Bayer. Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt vor einer Gefährdung für Ärzte, Praxispersonal und Patienten.

Auch Landrat Eberhard Nuß spricht sich für eine Verlängerung der Ausnahmeregelung aus, dass Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich sind: „Wenn die Übergangsregelung nicht doch noch verlängert wird, besteht die Gefahr, dass Corona-Infektpatienten in die Praxen kommen. In der Folge fallen diese Hausarztpraxen dann aus, weil sie unter Quarantäne gestellt werden müssen. Zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung ist es unumgänglich, die bewährte Übergangsregelung weiter zu verlängern“, so Landrat Eberhard Nuß.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt teilt die Einschätzung der Gesundheitsministerin sowie des Würzburger Landrats und sprach sich am Montag ebenfalls für die Beibehaltung der bisherigen Regelung aus.

Update vom 15.04.2020, 16.38 Uhr: Über 800 Infizierte in Stadt und Landkreis

Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt in den letzten 24 Stunden sieben weitere auf das Coronvirus positiv getestete Menschen (Stand: 15.04.2020, 14.30 Uhr). Damit erhöht sich die Zahl der insgesamt positiv getesteten Personen auf 801. Als gesund entlassen wurden laut Landratsamt insgesamt 332 Patienten.

Unter Berücksichtigung der 43 Todesfälle sind aktuell 426 Menschen im Stadtgebiet und Landkreis Würzburg Corona-positiv. 

Ein 1937 geborener Landkreisbewohner ist in einem Klinikum im Main-Tauber-Kreis verstorben. Dieser wird in der Statistik des Landratsamt Würzburg nicht berücksichtigt, die Meldung erfolgt über das dortige Landratsamt, da für die Statistik der Führungsgruppen Katastrophenschutz der Sterbeort relevant ist, so das Landratsamt Würzburg.

Aktuell stehen 1153 Personen in häuslicher Quarantäne oder Isolation unter Beobachtung des Gesundheitsamtes. Aus der Quarantäne oder Isolation entlassen werden konnten insgesamt bereits 1559 Personen. 

 

Update vom 07.04.2020, 11.43 Uhr: Die häufigsten Fragen zu Corona

Quarantäne, Kontaktperson der Kategorie I, Isolation: Das Virus ist nicht nur in den Köpfen und Medien omnipräsent. Es zwingt uns allen auch Fachbegriffe auf, die bisher eher Heilberuflern oder Wissenschaftlerinnen vorbehalten waren, schreibt das Landratsamt Würzburg am Dienstag in einer Pressemitteilung. Dr. Christiane Stößel, Amtsärztin am Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Würzburg, erklärt die wichtigsten Begrifflichkeiten und beantwortet oft gestellte Fragen zum Coronavirus.

Sind Menschen in Quarantäne mit dem Virus infiziert?

Quarantäne bedeutet lediglich, dass die Person engen Kontakt zu einem bestätigten Corona-Patienten hatte. Sie muss dann ab dem letzten infektionsrelevanten Kontakt 14 Tage zu Hause bleiben. Wenn sie in dieser Zeit ganz gesund bleibt, wird die Quarantäne wieder aufgehoben. Der Sinn der Quarantäne liegt also darin, Kontaktpersonen herauszufischen, noch bevor sie eventuell krank werden und das Virus unbemerkt weiterverbreiten könnten. Denn leider ist ein Covid-19-Patient schon zwei Tage bevor er selbst Symptome bekommt infektiös. Zu dem Zeitpunkt fühlt er sich noch wohl und weiß nicht, dass er krank ist.

Was bedeutet „enger Kontakt“ genau?

Bei dieser neuen Viruserkrankung Covid-19 ist der Infektionsweg ja vor allem eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Das Robert-Koch-Institut definiert engen Kontakt - genauer gesagt: die „Kontaktperson der Kategorie I“ - als Gesichts- („face-to-face“) Kontakt von 15 Minuten. Wer sich also zum Beispiel auf einer Feier länger als 15 Minuten mit einem bestätigten Covid-19-Patienten unterhalten hat, muss davon ausgehen, dass infektiöse Tröpfchen hin- und hergeflogen sind. Das RKI führt weiter aus, dass Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten und Körperflüssigkeiten eines Covid-19-Patienten, also zum Beispiel durch Küssen, Anniesen oder Anhusten auch als Kontaktpersonen der Kategorie I gelten. Grundsätzlich gilt: je länger und enger der Kontakt, desto höher das Risiko.

Werden diese Kontaktpersonen dann auch getestet?

Sie werden nicht routinemäßig mit einem Test versorgt. Wenn sie von uns in Quarantäne geschickt werden, bekommen sie als Hausaufgabe ein Tagebuch mitgeschickt. Dort sollen sie jeden Tag ganz detailliert eintragen, wie es ihnen geht. Gefragt wird zum Beispiel nach Fieber, Husten, Schnupfen, Durchfall. Am Ende der 14 Tage werden sie angerufen und gefragt, ob sie in der Zeit der Quarantäne Symptome entwickelt haben. Aufgrund der sehr hohen Anzahl der unter Quarantäne gestellten Personen schaffen wir es nicht, uns täglich bei ihnen zu melden. Die Betroffenen haben allerdings die Möglichkeit, sich telefonisch unter einer eigens dafür eingerichteten Nummer, die sie in einem Schreiben mitgeteilt bekommen, bei uns zu melden. Bei Auftreten von Symptomen veranlassen wir oder der Hausarzt eine Testung.

Was passiert bei einem positiven Covid-19-Test?

Positive Testergebnisse werden uns von den untersuchenden Laboren gemeldet, woraufhin wir dann die Ermittlungsarbeit beginnen: Wer positiv getestet wurde, wird ebenfalls nach Hause geschickt und befindet sich dann in häuslicher Isolation oder war vorher schon aufgrund unserer Ermittlung in einem anderen Fall in Quarantäne. Insofern fühlt es sich für einen Menschen in Quarantäne ganz ähnlich an wie für einen Menschen in Isolation, schließlich dürfen beide vor allem eins nicht: das Haus verlassen. Der Unterschied liegt darin, dass Menschen in Isolation von ihrer Infektion wissen und telefonisch ärztlich begleitet werden. Im Moment sind wir drei Ärztinnen am Gesundheitsamt, die ausschließlich Patienten in Isolation betreuen bzw. deren Isolation nach Gesundung wieder aufheben.

Wie lange dauert die Isolation?

Die wissenschaftliche Einschätzung nach dem Stand der Dinge lautet: Ab dem Auftreten von Symptomen, also dem Ausbrechen der Erkrankung, sind die Patienten für 14 Tage infektiös. Im Gegenzug gilt man laut RKI als gesund, wenn mindestens 14 Tage nach Symptom-Beginn vergangen sind und davon mindestens die letzten zwei Tage komplett symptomfrei waren. Wobei ich nochmal ganz deutlich sagen möchte: Das ist die im Moment geltende Regel. Es ist eine neue Erkrankung, wir lernen täglich ganz viel Neues dazu. 

Was sind die häufigsten Symptome?

In den Gesprächen mit meinen Patienten wird sehr einhellig Fieber genannt, das nach zwei bis drei Tagen wieder weg ist. Der oft genannte Schnupfen ist bei genauerem Nachfragen kein richtiger Schnupfen, sondern eher eine verstopfte Nase, im Schnitt für vier bis fünf Tage. Der trockene Husten hält sich da schon länger, bis zu zwei Wochen berichten Patienten. Oft verläuft er milde, eher ein Halskratzen. Von Durchfall berichten einige, aber oft höre ich von einer allgemeinen Abgeschlagenheit. Ich muss natürlich einschränkend dazu sagen, dass ich nicht mit einer repräsentativen Anzahl an Patienten telefoniert habe. Das sind also lediglich Erfahrungswerte.

Wie soll die Isolation eines Familienmitglieds funktionieren?

Das ist in der Tat ein echtes Problem. Wenn ein Familienmitglied positiv getestet wurde, muss es sich von den übrigen Familienmitgliedern, die ja nur Kontaktpersonen sind, isolieren. Das RKI hat dafür praktische Tipps parat, wie zum Beispiel die Mahlzeiten getrennt einzunehmen oder verschiedene Badezimmer zu benutzen. Das mag Patienten mit großen Häusern oder einer separaten, unbewohnten Einliegerwohnung gelingen, aber diesen Luxus haben eben nicht alle. Ich bin da tatsächlich skeptisch, ob das wirklich gut klappen kann. 

Eine gute Nachricht zum Schluss?

Wenn ich die Isolation aufhebe, kommt ein Satz am häufigsten: Na, wenn´s das schon gewesen ist...!

Telefon-Hotline für Fragen zu Corona eingerichtet

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat eine Telefon-Hotline eingerichtet. Unter der Nummer 09131 68 08-51 01 können besorgte Bürger Fragen stellen.

Um einer Ansteckung mit Coronavirus, aber auch mit anderen Krankheiten wie Influenza, vorzubeugen, empfiehlt es sich, gründlich Hände zu waschen und andere hygienische Maßnahmen zu ergreifen.