Silvesterfeuerwerk wohl Ursache: Frau stirbt nach Wohnungsbrand in Würzburg
Autor: Stefan Lutter
Würzburg, Donnerstag, 01. Januar 2026
Tragödie in der Silvesternacht: Ein Balkonbrand in Würzburg forderte ein Menschenleben. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.
In Würzburg ist die Silvesternacht von einem tödlichen Brand überschattet worden. Eine 88-jährige Frau verlor ihr Leben, nachdem ihre Wohnung im Stadtteil Heuchelhof in Flammen aufgegangen war. Das teilt die Polizei Unterfranken in ihrer Bilanz zur zurückliegenden Silvesternacht mit.
Polizei und Feuerwehr arbeiten intensiv daran, die Ursache zu klären. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass Feuerwerkskörper den Brand verursacht haben könnten.
Tragödie in Würzburg: 88-Jährige stirbt nach Wohnungsbrand in der Silvesternacht
In den frühen Morgenstunden des Neujahrstags, am Mittwoch (1. Januar 2026), ging demnach bei der Integrierten Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst gegen 0.30 Uhr ein Notruf ein. Eine Wohnung in der Pariser Straße wurde von einem Balkonbrand bedroht. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei waren rasch vor Ort und entdeckten bereits beim Eintreffen Rauchschwaden, die aus dem Balkon des Mehrfamilienhauses drangen.
Die Flammen hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf Teile der dazugehörigen Wohnung ausgebreitet. Während der Löscharbeiten stießen die Rettungskräfte auf die 88-jährige Wohnungsinhaberin, die bereits bewusstlos in der Wohnung lag. Sie wurde sofort ins Freie gebracht und notärztlich behandelt.
Anschließend erfolgte die Verlegung in eine Klinik. Trotz aller Bemühungen der Ärzte erlag die Seniorin im Laufe der Nacht ihren schweren Verletzungen.
Silvesterfeuerwerk als Ursache "wahrscheinlich" - Kripo ermittelt
Direkt nach der Brandbekämpfung begann die Kriminalpolizei Würzburg mit der Untersuchung des Vorfalls. "Nach bisherigen Erkenntnissen der Brandermittler ist es wahrscheinlich, dass Silvesterfeuerwerk das Feuer auf dem Balkon verursacht hat", erklärt die Polizei Unterfranken in ihrer Mitteilung.
Zeugen hätten demnach "dem Sachstand nach eine dreiköpfige Personengruppe wahrgenommen, die mit Silvesterraketen hantiert hat", heißt es in der Mitteilung der Polizei Unterfranken.