Wohnhaus und zwei Stallungen brennen komplett aus - Bauernhof komplett zerstört, Rinder kommen bei Feuer ums Leben: Kurz vor Mitternacht ist in der Nacht auf Dienstag (26. Juli 2022) ein Großbrand in Ochsenfurt ausgebrochen.

Wie die Polizei berichtet, brach das Feuer in einer Scheune aus und breitete sich schnell auf das Wohnhaus sowie einen Stall aus. "Obwohl die Anwohner und Nachbarn noch versuchten, die Kühe zu befreien, verstarben 17 Tiere", heißt es im Bericht der Polizei.

"Rufen der Tiere" weckt Landwirt

Gegen 23.50 Uhr wurde ein Landwirt im Ochsenfurter Stadtteil Zeubelried von den Schreien seiner Rinder geweckt. Der Stall stand da bereits in Flammen. Die Bewohner retteten sich sofort ins Freie und versuchten noch gemeinsam mit weiteren Helfern die Tiere aus dem brennenden Stall zu befreien. Für zehn Rinder kam diese Hilfe allerdings zu spät, sie verendeten im Stall. Sieben weitere Tiere mussten im Nachgang notgeschlachtet werden. Ein 57-jähriger Mann erlitt zudem eine Rauchgasvergiftung und kam mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus.

Die Feuerwehr kämpfte mit einem Großaufgebot von bis zu 150 Einsatzkräften gegen die Flammen und versuchte ein Übergreifen auf weitere Gebäude zu verhindern. "Durch die enge Bauweise griff das Feuer jedoch auf das Wohnhaus und einen angrenzenden Stall über. Alle Gebäude brannten dabei nahezu vollständig aus", teilt die Polizei am Dienstag mit. 

Der entstandene Sachschaden dürfte den ersten Ermittlungen nach im unteren siebenstelligen Bereich liegen. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist derzeit noch unklar und Gegenstand der weiteren Ermittlungen, die bereits in der Nacht die Kripo Würzburg übernommen hat. Am Einsatzort befanden sich die freiwilligen Feuerwehren aus Zeubelried, Ochsenfurt, Sommerhausen, Erlach, Frickenhausen, Eibelstadt, Kitzingen, Sanderau, Unterdürrbachau, Marktbreit Winterhausen, Reichenberg, Goßmannsdorf und die Werksfeuerwehr der Firma Südzucker. Der Rettungsdienst war mit rund 20 Einsatzkräften vor Ort.