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Gunzenhausen am Altmühlsee
Trockenheit

Trocknet Franken aus? Region muss mehr Wasser aus dem Donauraum anpumpen

Ohne Überleitungen säße Franken wohl auf dem Trockenen. Seit Jahren steigt die Wassermenge, die der Freistaat künstlich in die Flüsse der Region pumpen muss: Die Kosten sind hoch.
 
Wegen langer Trockenphasen müssen die Flüsse Nordbayerns mit zusätzlichem Wasser versorgt werden. Symbolfoto: Lubos Houska/Pixabay.com
Wegen langer Trockenphasen müssen die Flüsse Nordbayerns mit zusätzlichem Wasser versorgt werden. Symbolfoto: Lubos Houska/Pixabay.com

Wegen der zunehmenden Trockenheit benötigt Franken mehr Wasser aus dem Donauraum. 3,5 Milliarden Kubikmeter hat eine Überleitung seit 1993 in den Norden des Freistaats gepumpt. Das entspricht nach Angaben des Umweltministeriums dem doppelten Volumen des Ammersees. Das Wasser speist vor allem die Flüsse Rednitz, Regnitz und Main. Seit einigen Jahren stiegen die Überleitungsmengen, teilte das Ministerium am Donnerstag (23. Januar 2020) mit. 6 Millionen Euro investiert Bayern jährlich in das Überleitungssystem.

Wassernot in Franken: Auswirkungen des Klimawandels

"Der Klimawandel wird in Zukunft zu längeren Trockenphasen führen - gerade in Nordbayern", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Donnerstag bei einer Besichtigung der Betriebszentrale im mittelfränkischen Gunzenhausen. Daher seien die 25 staatlichen Talsperren und Rückhaltebecken immer wichtiger, um Niedrigwasser auszugleichen. Während Nordbayern vergleichsweise trocken sei, gebe es im südlichen Bayern genügend Wasser.

Umweltminister Glauber: "Trinkwasser ist viel zu günstig"

In manchen Kommunen müsste Wasser das Zehnfache kosten, meinte der Minister bei einer Veranstaltung in Unterfranken.