Bei einem Feuer am Sonntag (8. November 2020) verbrannten im unterfränkischen Werneck (Landkreis Schweinfurt) zahlreiche Hühner und Tauben in einem Stall. Ein Autofahrer hatte den Brand bemerkt.

Da eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann, bittet die Kriminalpolizei nun um Hinweise von möglichen Zeugen.

Update vom 10.11.2020: Kripo bittet um Hinweise - 15.000 Euro Schaden

Nach dem Brand am vergangenen Sonntag (8. November 2020) , bei dem ein Stall in Flammen aufgegangen war und zahlreiche Tiere verendet sind, gibt es derzeit keinerlei Hinweise, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden war. Dies teilte das Polizeipräsidium Unterfranken am Dienstagvormittag mit. "Dennoch kann eine Brandstiftung nach aktuellem Ermittlungsstand nicht ausgeschlossen werden", heißt es vonseiten der Ermittler. Daher bittet die Kripo Schweinfurt nun auch um Hinweise von möglichen Zeugen.

Wie bereits berichtet, war ein Verkehrsteilnehmer am Sonntagabend auf der A7 unterwegs und auf einen Brand in einem angrenzenden Waldstück aufmerksam geworden. Nachdem er den Notruf abgesetzt hatte, konnte die Schweinfurter Polizei das Feuer in der Nähe des Gehöfts Wiesenhof ausfindig machen. Ein Stall mit rund 80 Hühnern und circa 100 Tauben stand bei Eintreffen der Streifenbesatzung in Vollbrand. Im Zeitraum zwischen 12 Uhr und 17.40 Uhr muss das Feuer nach vorliegenden Erkenntnissen ausgebrochen sein. Es entstand ein Sachschaden, der sich nach ersten Schätzungen auf etwa 15.000 Euro belaufen dürfte.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat noch am Sonntagabend die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Brandspezialisten nahmen den Brandort am Montag genauer unter die Lupe. Dabei ergaben sich erste Anhaltpunkte, dass das Feuer durch einen technischen Defekt entstanden sein könnte. Eine vorsätzliche Brandstiftung kann dem aktuellen Ermittlungsstand nach jedoch ebenfalls nicht gänzlich ausgeschlossen werden. 

Wer am vergangenen Sonntag im Umfeld des Brandortes eine verdächtige Person oder ein verdächtiges Fahrzeug beobachtet hat oder wer sonst sachdienliche Hinweise geben kann, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 mit der Kriminalpolizei Schweinfurt in Verbindung zu setzen

Erstmeldung vom 09.11.2020: Zahlreiche Hühner und Tauben verbrennen in Stall

Beim Brand eines Hühner- und Taubenstalls in Unterfranken sind zahlreiche Tiere ums Leben gekommen. Ein Autofahrer hatte bei Werneck (Landkreis Schweinfurt) von der Autobahn 7 aus ein Feuer in einem angrenzenden Waldstück bemerkt und den Notruf verständigt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Insbesondere die Brandursache ist nun Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen.

Gegen 17.40 Uhr hatte der Autofahrer am Sonntag auf der A7 einen Brand in einem angrenzenden Waldstück bemerkt und einen Notruf abgesetzt. Eine Streife machte dann am frühen Sonntagabend den Stall als Brandort ausfindig. Der Stall, in dem sich laut Zeugenangaben unter anderem rund 80 Hühner und 100 Tauben aus privater Haltung befunden hatten, brannte zu diesem Zeitpunkt bereits lichterloh. 

Rund 100 Feuerwehrleute löschten das Feuer. Für die Tiere im Stall kam jedoch jede Hilfe zu spät. Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden.

Noch am Sonntagabend hat die Kriminalpolizei Schweinfurt die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Wie das Feuer entstanden ist, ist bislang noch unklar. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.

rowa/mit dpa/Symbolbild: Merzbach/News5