Massenschlägerei in Schweinfurt: Zunächst kam es im Rahmen des Fußballspielszwischen dem FC Schweinfurt und 1860 München zu keinen nennenswerten Sicherheitsstörungen. Doch nach dem Spiel kehrte ein Bus mit Fans der Münchener anscheinend noch einmal nach Schweinfurt zurück. Dort kam es zu einer Massenschlägerei mit neun Verletzten. Einige der Täter wurden erst im Rahmen einer Fahndung in der Nähe von Nürnberg gestoppt. Das teilt die Polizei mit - und ermittelt nun unter anderem wegen Landfriedensbruch.


Schlägerei in Stadionnähe


Nach Abpfiff der Regionalligapartie verlief die Abreise der Fußballfans vollkommen unproblematisch, bis ein Zeuge gegen 18.00 Uhr eine tätliche Auseinandersetzung vor einer Gaststätte in Stadionnähe mitteilte. Rasch waren mehrere Streifen der Polizei vor Ort. Wie sich herausstellte, hatten sich dort mehrere Männer eine handfeste Auseinandersetzung geliefert. Zwölf zum Teil erheblich alkoholisierte Männer im Alter von 21 bis 35 Jahren wurden vor Ort vorläufig festgenommen. Neun von ihnen waren leicht verletzt und mussten vom Rettungsdienst versorgt werden.


Reisebus mit Fans bei Nürnberg gestoppt


Nachdem feststand, dass weitere Beteiligte der Auseinandersetzung mit einem Bus mit Dachauer Kennzeichen weggefahren waren, leitete die Polizei sofort eine Fahndung ein. Wenig später stellten Einsatzkräfte eines Unterstützungskommandos der Bereitschaftspolizei den gesuchten Reisebus auf der A3 fest. Als dieser auf Höhe Nürnberg von der Autobahn abbog, konnte er angehalten werden. Mit Unterstützung der mittelfränkischen Polizei wurden sämtliche Insassen einer Kontrolle unterzogen und Identitätsfeststellungen durchgeführt. Neun Personen wurden als Tatverdächtige ermittelt und vorläufig festgenommen.


Insgesamt Ermittlungen gegen 21 Menschen


Auf Anordnung der Staatsanwaltschaften Schweinfurt und Nürnberg wurden bei den Beschuldigten Blutproben entnommen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs gegen insgesamt 21 Beschuldigte führt die Polizeiinspektion Schweinfurt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt.