Mit einer bekannten Masche hat ein 29-Jähriger im Kreis Schweinfurt versucht, Pakete zu ergaunern. Das Verhaben scheiterte an einer aufmerksamen Postbotin.
Ersten Erkenntnissen nach soll ein 29-jähriger Mann mehrere Bestellungen aufgegeben und sich an eine Adresse in Gochsheim liefern lassen haben, an der er aber gar nicht wohnhaft war. Damit ihm die Pakete ausgehändigt werden, soll er an der Zieladresse nicht nur das Klingelschild überklebt, sondern dort auch mit einem gefälschten Ausweisdokument gewartet haben.
Während am Samstag (10. Januar 2026) gegen 12 Uhr eine Postbotin in der Sonnenstraße die Sendungen zustellte, trat ihr der 29-Jährige entgegen. Er zeigte ihr seinen gefälschten Ausweis vor und bat um Herausgabe der Pakete. Bei der Postbotin, einer Frau im Alter von 60 Jahren, erregten die Gesamtumstände den Verdacht auf eine mögliche Straftat. Sie übergab dem Mann keine Pakete, stattdessen verständigte sie unmittelbar die Polizei.
Paketbetrug im Kreis Schweinfurt scheitert an aufmerksamer Postbotin
Der Tatverdächtige wartete nicht auf das Eintreffen der Streife, sondern versuchte zu flüchten. Die Schweinfurter Beamten waren jedoch schnell vor Ort und stellten den Mann an seinem Fahrzeug. Er wurde vorläufig festgenommen. In seinem Wagen stellten die Beamten diverse Wertgegenstände sowie gefälschte Ausweisdokumente sicher, die den ersten Verdacht auf einen möglichen Warenbetrug erhärteten.
In enger Absprache mit der Schweinfurter Staatsanwaltschaft wurde die Wohnung des 29-Jährigen durchsucht. Dort konnten weitere Gegenstände aufgefunden werden, die dem Anschein nach ebenfalls aus Betrugshandlungen stammen. Am Sonntag wurde der Tatverdächtige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Aufgrund des dringenden Tatverdachts des gewerbsmäßigen Betruges in Tatmehrheit mit Urkundenfälschung wurde Untersuchungshaft gegen den Mann angeordnet. Er befindet sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt.