Wegen vermisster Frau: Großer Sucheinsatz am Rothsee ausgelöst
Autor: Redaktion, Moritz Kircher
Hilpoltstein, Montag, 29. Juni 2026
Eine Vermisstenmeldung bei der Wasserwacht löste am Wochenende einen Großeinsatz am Südufer des Rothsees aus. Die Wasserwacht des BRK klärt auf, was in so einem Fall zu tun ist.
Am Rothsee (Landkreis Roth) rückte am Sonntag (28. Juni 2026) ein Großaufgebot von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei an. Gegen 16 Uhr war der Wasserwacht eine vermisste Frau gemeldet worden.
Berichten zufolge hat sich das Geschehen am südlichen Ufer des beliebten Badesees bei Hilpoltstein abgespielt. Kurz nachdem die Einsatzkräfte am See eingetroffen waren, konnte die vermeintlich vermisste Person laut Polizeibericht aber wohlbehalten am Ufer angetroffen werden.
Vermisste Person am Badesee: So verhalte ich mich richtig
Aber wie verhält man sich richtig, wenn eine Person in einem Badesee vermisst wird? In diesem Fall hat die Wasserwacht Bayern einen ganz klaren Rat: "Setzen Sie den Notruf 112 ab." Darüber werde auch die Wasserwacht alarmiert. "Unsere Schnelleinsatzgruppen rücken dann aus oder die Besatzung der nächstgelegenen Wachstation", so das Bayerische Rote Kreuz (BRK) auf Anfrage von inFranken.de.
Das gleiche gelte auch für den Fall, wenn nicht ganz klar ist, ob die vermisste Person am Badesee überhaupt im Wasser ist oder nicht. "Wenn der begründete Verdacht besteht, dass die Person im Wasser in Not geraten ist, wählen Sie den Notruf 112 oder melden sich bei der nächsten Wachstation der Wasserwacht", erklärt Claire Kolodinski, Stellvertretende Pressesprecherin beim BRK.
Aber was, wenn ich mit meinem Notruf am Ende einen Fehlalarm auslöse? Kommen dann eventuell Kosten auf mich zu? Vom BRK kommt ein klares „Nein“. Wer einen Notruf absetzt, weil er befürchtet, eine Person könne im Wasser vermisst sein, muss keine Kosten befürchten. Auch wenn sich am Ende herausstellt, dass niemand in Not war. "Kosten entstehen nur bei einem nachweislichen Missbrauch des Notrufs", so die BRK-Sprecherin.
Einsatz am Rothsee schnell wieder beendet
Im Fall der zwischenzeitlich vermissten Frau am Rothsee habe "zu keiner Zeit Gefahr bestanden", heißt es in der Polizeimeldung. So schnell, wie der Einsatz begonnen hatte, war er auch wieder beendet.
Immer wieder kam es in der Hitzeperiode der vergangenen Tage zu Unglücken an Badeseen in der Region. An einem Badesee im Kreis Bamberg wurden am vergangenen Wochenende zwei Schwestern gerettet.