Blitzeis in Franken: Binnen 30 Minuten wird die Bundesstraße zum Autofriedhof

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Auf der B2 bei Roth ist es am Dienstagnachmittag zu einem wahren Unfall-Chaos wegen Glätte gekommen. Insgesamt waren acht Fahrzeuge in mehrere Unfälle verwickelt.

Das Winterwetter hat am Dienstagabend (17. Februar 2026) auf der B2 zwischen Wernsbach und Roth zu einem vermehrten Unfallaufkommen geführt. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken, auf Nachfrage von inFranken.de angab, waren mehrere Unfälle innerhalb von nur 30 Minuten auf der Strecke gemeldet worden.

Zunächst hieß es mehr als ein Dutzend Fahrzeuge seien darin verwickelt. Die Polizei korrigierte diese Annahme kurz später herunter. Als Ursache benannte der Beamte die Glätte und den Schneefall am Abend in der Region. Nun ist die Bilanz des Unfalltags veröffentlicht worden. 

B2 zwischen Wernsbach und Roth: Zwei Autos geraten bei Blitzeis ins Schleudern

Am Dienstagabend kam es innerhalb weniger Minuten auf der B2 in Fahrtrichtung Weißenburg, im Bereich der Anschlussstellen Belmbrach und Kiliansdorf, zu mehreren Verkehrsunfällen. Verantwortlich war plötzlich einsetzendes Blitzeis nach einem kurzen Graupelschauer. Ein 37-jähriger Autofahrer war mit seinem Audi auf der B2 in Richtung Weißenburg unterwegs, als er bei schneeglatter Fahrbahn und nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern geriet.

Nach der Kollision mit einem vorausfahrenden VW wurde er von diesem abgewiesen und prallte gegen die Außenschutzplanke. Schließlich kam er entgegen der Fahrtrichtung auf der Verzögerungsspur der Ausfahrt Belmbrach zum Stehen. Keiner der Unfallbeteiligten wurde verletzt, erklärt das Präsidium. Die Freiwillige Feuerwehr Roth und die Straßenmeisterei Hilpoltstein sicherten die Unfallstelle ab und kümmerten sich um die Reinigung der Fahrbahn. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 15.000 Euro.

Nur wenige Minuten später geriet ein 42-jähriger Unternehmer mit seinem Porsche, ebenfalls auf der B2 in Richtung Nürnberg unterwegs, zwischen den Anschlussstellen Wernsbach und Kiliansdorf ins Schleudern, ebenfalls durch plötzliches Blitzeis. Er kam nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Außenschutzplanke und touchierte anschließend noch einen Kleintransporter, bevor das stark beschädigte Fahrzeug zum Stehen kam. Der 42-Jährige, sowie der 54-jährige Fahrer des Kleintransporters blieben unverletzt. Der Sachschaden wird auf etwa 75.000 Euro geschätzt, heißt es im Bericht. 

Zwei Folgeunfälle auf Bundesstraße im Kreis Roth: Drei Verletzte 

In der Folge musste ein 55-jähriger Fahrer aus der Region mit seinem BMW abbremsen, da sich vor ihm ein Unfall ereignet hatte. Trotz des Bremsmanövers kam er auf dem Blitzeis ins Schleudern, wechselte auf die linke Spur, versuchte gegenzulenken und prallte gegen die Außenschutzplanke. Von dort wurde er abgewiesen und kollidierte mit einem Kia auf der rechten Spur. Die 27-jährige Kia-Fahrerin und der Unfallverursacher wurden leicht verletzt und ins Krankenhaus Roth gebracht.

Die Freiwillige Feuerwehr aus Georgensgmünd und die Straßenmeisterei Hilpoltstein sorgten für die Absicherung der Unfallstelle. Der entstandene Schaden wird auf etwa 30.500 Euro beziffert. Kurze Zeit später stoppte ein 58-jähriger Nürnberger seinen Audi auf der linken Fahrspur der B2, da es aufgrund der beiden vorausgehenden Unfälle zu einem Stau kam. Auf dem Blitzeis geriet er ins Rutschen und fuhr auf einen davor fahrenden BMW auf.

Infolge des Aufpralls wurde dieser BMW anschoben, drehte sich und prallte mit dem Heck in die rechte Leitplanke. Der 56-jährige BMW-Fahrer wurde leicht verletzt und ebenfalls vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Der Unfallverursacher blieb hierbei unverletzt. Die Feuerwehr aus Georgensgmünd sicherte auch diese Unfallstelle. Der Schaden beträgt etwa 75.000 Euro.

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Vorschaubild: © NEWS5 / Merzbach (Symbolbild)