Bad Neustadt/Salz
Tödlicher Unfall

Fast zeitgleich zwei schwere Unfälle: Kleinkind (1) stirbt , Mutter aus demoliertem Auto befreit

Gleich zwei schwere Unfälle haben sich am Donnerstag in Unterfranken ereignet, einer davon endete tragisch: Ein kleiner Junge wurde zunächst im Krankenhaus betreut, seine Verletzungen waren aber zu schwer.

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Autos ist es am Donnerstagmorgen (12. Januar 2023) auf der Staatsstraße zwischen Brendlorenzen und Wollbach im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld gekommen. Drei Personen erlitten dabei teils lebensbedrohliche Verletzungen, wie es zunächst vonseiten der Polizei hieß. Sie wurden vom Rettungsdienst versorgt und in Krankenhäuser gebracht. Nun gab das unterfränkische Präsidium ein tragisches Update bekannt.

Den ersten Ermittlungserkenntnissen zum Unfallhergang zufolge war eine 34-jährige Frau gegen 7.20 Uhr mit ihrem Auto auf der St2292 von Brendlorenzen kommend in Richtung Wollbach unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache geriet die 34-Jährige in den Begegnungsverkehr und kollidierte dort mit einem Auto, das mit einer 32-jährigen Fahrerin und deren einjährigem Sohn besetzt war. 

Einjähriger stirbt nach schwerem Unfall bei Bad Neustadt

Durch die Wucht des Aufpralls erlitten Mutter und Kind teils schwere, teils lebensbedrohliche Verletzungen. Die Unfall-Verursacherin wurde leicht verletzt. Der Rettungsdienst war mit mehreren Rettungswagen, Notärzten und einem Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Verletzten kamen nach einer Erstversorgung an der Unfallstelle in umliegende Krankenhäuser. Im Einsatz befanden sich zudem die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren. Diese befreiten die Schwerverletzten aus dem demolierten Fahrzeug. Am Donnerstagnachmittag teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit, dass der einjährige Junge im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag.

Die weiteren Ermittlungen in Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall werden von der Polizeiinspektion Bad Neustadt an der Saale geführt. Um den Unfallhergang exakt rekonstruieren zu können, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt auch ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Staatsstraße blieb für die Dauer der Unfallaufnahme und der erforderlichen Bergungsarbeiten komplett gesperrt. Der Verkehr wurde von den Einsatzkräften vor Ort umgeleitet.

Eine Betreuung der Angehörigen ist bereits angelaufen und wird auch bei den beteiligten Einsatzkräften geprüft. Der zuständige Landrat Thomas Habermann machte sich ebenfalls ein Bild von der Situation vor Ort.

Zweiter Unfall im Kreis Bad Neustadt fast zeitgleich: Junger Mann verletzt sich lebensgefährlich

Im Landkreis ist es fast zeitgleich ein weiterer schwerer Unfall gekommen, bei dem ein junger Mann schwer verletzt wurde. Am Donnerstagvormittag hatte ein 20-Jähriger lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Ein weiterer Unfallbeteiligter wurde leicht verletzt.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Polizeiinspektion Bad Neustadt an der Saale mit Unterstützung der Polizei aus Bad Königshofen sowie Streifenbesatzungen aus Schweinfurt.

Fahrzeuge prallen frontal zusammen

Nach derzeitigen Erkenntnissen zum Unfallhergang befuhr der 20-Jährige mit seinem Auto gegen 7.40 Uhr die Kreisstraße NES 18 in Richtung Salz und geriet aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr. Ein mit zwei Sanitätern besetzter entgegenkommender Krankenfahrdienst konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und es kam zum Frontalzusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen.

Der 20-Jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die örtlichen Feuerwehren aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er wurde nach einer Erstbehandlung umgehend mit schweren Verletzungen in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Krankenfahrdienstes wurde ebenfalls verletzt und befindet sich in ärztlicher Behandlung.

Die Polizeiinspektion Bad Neustadt und nachgeordnete Polizeistation Bad Königshofen waren vor Ort mit der Unfallaufnahme betraut und wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt hierbei auch von einem Sachverständigen unterstützt. Die Kreisstraße war für die Dauer der Unfallaufnahme auch aufgrund der Landung eines Rettungshubschraubers voll gesperrt.

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