• "Baby-Boom" belastet Tierheim Hersbruck: Schon jetzt 20 Kätzchen
  • Spendenaufruf: Kosten für Tierarzt ist "Fass ohne Boden"
  • Fehlende Kastrationen: Katzen vermehren sich rasch

Das Tierheim Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) weiß nicht mehr weiter. Auf Facebook wenden sich die Tierschützer mit einem Heldengesuch an ihre Fans. "Liebe Tierfreunde, wir sind am Verzweifeln", schreiben sie dort. Demnach wurden sie von einem "Baby-Boom" getroffen. 20 kleine Katzen leben nun bei ihnen - "und es werden täglich mehr".

Tierheim Hersbruck: Problem des "Katzenbaby-Booms" kommt immer wieder

"Generell gibt es in der Tierwelt Frühjahrs- und Herbstgeburten. Das, was wir gerade erleben, sind die Herbstgeburten, überwiegend von verwilderten Hauskatzen, die nicht kastriert wurden", erklärt Martina Höng, Vorsitzende des Tierschutzvereins Hersbruck, inFranken.de. Das Problem sei "mal mehr, mal weniger" vorhanden. "2017 waren wir komplett überlaufen, da hatten wir über 80 Katzenkinder. Dann war ein Jahr mal wieder mehr Ruhe. Aber es ploppt immer wieder auf, weil die Leute einfach nicht kastrieren."

Alle Katzen, die das Tierheim aufnimmt, werden von einem Tierarzt untersucht und - falls nicht bereits geschehen - gechipt, geimpft und kastriert, erklärt Höng weiter. Bei einem der Kätzchen steht außerdem eine Augenoperation an, ein anderes hat einen Nabelbruch. Die Krankenstation ist voll und die Tierarztkosten "erweisen sich langsam zu einem Fass ohne Boden", heißt es in dem Facebook-Post.

Deshalb bittet das Tierheim dringend um Geldspenden. Futter sei genug vorhanden. Spenden können entweder direkt auf das Konto des Tierheims (Sparkasse Nürnberg, IBAN: DE85760501010190034017, BIC: SSKNDE77xxx) oder via PayPal (hersbrucker-tierheim@web.de) überwiesen werden. 

Kätzchen können in wenigen Wochen vermittelt werden

Noch können die kleinen Kätzchen weder besucht noch vermittelt werden. "Denn jetzt heißt es erst mal groß und stark werden", erklärt das Tierheim auf Facebook. Etwa in sechs bis acht Wochen können die Katzenbabys dann aber in ein neues Zuhause ziehen.

Im benachbarten Tierheim Nürnberg wartet Hündin Cherry auf ein Zuhause: Bisher gab es keine einzige Anfrage nach ihr.