• Tierheim Feucht rettet Hundewelpen aus illegalem Transport: "Es ist zum Heulen"
  • Ungeimpfte, kranke Hunde aus dem Ausland: "Unterbringung während der Fahrt war wieder 'vom Feinsten'"
  • "Viel zu jung": Eines der Hundebabys muss in Tierklinik behandelt werden

Das Tierheim Feucht hat vor Kurzem sechs Hundewelpen aus einem illegalen Transport aufgenommen. Der Zoll beschlagnahmte die Tiere aus dem Ausland wegen fehlender Impfungen und Papiere. Sechs bis acht Wochen alt seien die Hundebabys, schätzt eine Sprecherin des Tierheims im Gespräch mit inFranken.de. "Viel zu jung für den Transport. Und auch die Unterbringung während der Fahrt war wieder 'vom Feinsten': ein zu kleiner Pappkarton voller Kot", schreibt das Tierheim auf Facebook.

Tierheim Feucht: Hundewelpen aus illegalem Transport in Tierklinik

Bei den Hundewelpen handle es sich um sechs Tiere: Zwei schwarze, "pudelähnliche" Hundebabys, beschreibt die Vorständin für Hunde des Tierheims in Feucht. "Die sind auch recht fit. Aber die vier kleinen, weißen Welpen - ich traue mich noch nicht, etwas zu sagen. Wir haben schon vieles erlebt." Die kleinen, weißen "Racker", wie das Tierheim schreibt, hätten "extrem dicke Wurmbäuche". Bei der Ankunft seien die Tiere apathisch, fast regungslos gewesen und "fraßen sehr, sehr schlecht". Deshalb habe man "alles ausgepackt, was den Zwergen schmecken könnte" und hoffe, dass alle überleben.

Einem der Welpen gehe es schon seit der Ankunft vor rund einer Woche sehr schlecht: "Einer der Welpen hat trotzdem nicht gefressen, wirkte anhaltend apathisch und ist nicht wirklich fit", weswegen das Tier sich derzeit in der Tierklinik befinde. "Wir hoffen das beste", sagt die Tierheimsprecherin. Die Kleinen müssten nun eine Quarantäne durchlaufen und aufgepäppelt werden. Außerdem müsse auf die Freigabe durch die Behörden gewartet werden, bis entschieden werden könne, was mit den Tieren passiert. Deshalb bittet das Tierheim eindringlich, von Anfragen oder Ähnlichem abzusehen.

"Es heißt jetzt erstmal: abwarten", sagt die Sprecherin, "und schauen, wie sie sich entwickeln. Bei so kleinen sechs bis acht Wochen alten Welpen ist das nicht so einfach." Das Tierheim werde auch auf Facebook bei Neuigkeiten von den Tieren berichten. "Es ist zum Heulen", schreibt das Team in dem Post. Denn nur kurz vor dem Eintreffen der sechs Hundewelpen wurde ein extremer Fall vom sogenannten Animal Hoarding bekannt, bei dem 115 Katzen aus einer Mini-Wohnung gerettet werden mussten. Einige der Katzen hatte das Tierheim Feucht aufnehmen können.