Um eine Ausbreitung des Coronavirus an beliebten Party-Treffpunkten zu verhindern, hat die Stadt Nürnberg im Juli ein entsprechendes Maßnahmenpaket beschlossen. 

In Zusammenarbeit mit Polizei und Wirten wurden strenge Beschränkungen zur weiteren Corona-Eindämmung ausgearbeitet.

Update vom 11.09.2020: Nürnbergs Verkaufsverbot von To-Go-Getränken geht in die Verlängerung

Nürnbergs Corona-Maßnahmenpaket verlängert: Das zur Eindämmung von Corona-Infektionen ins Leben gerufene Maßnahmenpaket in Nürnberg bleibt weiterhin gültig. "Aufgrund der guten Erfahrungen und zum Schutz der Bevölkerung vor Corona-Infektionen wird das Verkaufsverbot von To-Go-Getränken am Tiergärtnertorplatz bis Sonntag, 4. Oktober 2020, verlängert", teilte die Stadt Nürnberg am Freitag (11. September 2020) mit.

Auch das mit den Wirten am Köpfleinsberg abgesprochene Maßnahmenpaket habe sich bewährt - dieses behalte zunächst unbefristet seine Gültigkeit. Darauf haben sich Stadt und Polizei nach Rücksprache mit den Gastronomen verständigt.

Nürnbergs Wirte setzen auf Barrieren und Sicherheitsdienst 

Damit bleibt am Tiergärtnertorplatz der Verkauf von To-Go-Getränken von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag in der Zeit von 20 bis 5 Uhr wie gehabt verboten. Am Köpfleinsberg organisieren die Gastronomen jeweils freitags und samstags von 18 bis 24 Uhr Barrieren und einen Sicherheitsdienst. Dieser soll laut Stadt Nürnberg folgende Aspekte gewährleisten:

  • Beobachtung der Menschenmenge auf dem jeweiligen Platz und der Abstände der Gäste untereinander
  • Hinweis auf die Abstandsregeln und deren Kontrolle an den Außenschankflächen, auf dem Platz und in seinem unmittelbaren Umfeld von rund 25 Metern
  • Herstellen der Abstände zwischen den Personen, wenn sie nicht eingehalten werden
  • Abweisen von Personen, wenn aufgrund von Menschenansammlungen die Abstände nicht mehr eingehalten werden (können)

Gemäß Beschluss des bayerischen Kabinetts dürfen Bars und Kneipen ab 19. September 2020 wieder öffnen. Dort gelten die gleichen Vorgaben wie in Speisewirtschaften, einschließlich des Tanzverbots, teilt die Stadt Nürnberg weiter mit. Ergänzend muss in geschlossenen Räumen die Bedienung am Tisch erfolgen und sich jede Person einzeln registrieren, zudem ist nur Hintergrundmusik erlaubt. Wird in einer kreisfreien Stadt oder einem Landkreis der Sieben-Tages-Inzidenz-Frühwarnwert von 50 überschritten, kann in Speise- und Schankwirtschaften ab 23 Uhr ein Alkoholverbot durch die örtlichen Behörden verhängt werden.

Das Corona-Maßnahmenpaket wurde im Juli beschlossen,  In Zusammenarbeit mit Polizei und Wirten wurden strenge Beschränkungen zur weiteren Corona-Eindämmung ausgearbeitet.

Auch in Bamberg wurde der öffentliche Alkoholausschank bereits mehrfach eingeschränkt, weil der Andrang zu groß war. 

Update vom 19.08.2020: Sicherheitsdienst und keine To-Go-Getränke - Stadt Nürnberg verlängert Maßnahmen

Nach dem vergangenen Wochenende zeigt sich die Stadt Nürnberg zufrieden: Das Maßnahmenpaket für die Nürnberger Altstadt zum Schutz der Bevölkerung vor Corona-Infektionen habe gut funktioniert, erklärt die Stadt am Montag (13. Juli 2020). Zu diesem Ergebnis sei nicht nur die Stadt, sondern auch die Polizei und Wirte gekommen.

Große Menschenansammlungen konnten dadurch am vergangenen Wochenende sowohl am Köpfleinsberg und Tiergärtnertor als auch am Wöhrder See verhindert werden. Daher wird das Paket mit Sicherheitsdienst und Verkaufsverbot von To-Go-Getränken bis zum Wochenende von Freitag bis Sonntag, 24. bis 26. Juli 2020, verlängert. Danach werden die Vorgaben erneut bewertet.

Diese Einschränkungen gelten weiterhin in Nürnberg

Am Tiergärtnertorplatz bleibt somit das Verkaufsverbot von To-Go-Getränken vorübergehend bestehen. Die Anordnung gilt jeweils von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag von 20 bis 5 Uhr.

Die Wirte am Köpfleinsberg organisieren an den Wochenenden weiterhin einen Sicherheitsdienst und Barrieren. Die Aufgabe des Sicherheitsdienstes ist es, am Freitag und Samstag jeweils zwischen 18 und 24 Uhr Folgendes sicherzustellen:

  • Beobachtung der Menschenmenge auf dem jeweiligen Platz und der Abstände der Gäste untereinander
  • Hinweis auf die Abstandsregeln und deren Kontrolle auf den Außenschankflächen, auf dem Platz und in seinem unmittelbaren Umfeld von rund 25 Metern
  • Herstellen der Abstände zwischen den Personen, wenn diese nicht eingehalten werden
  • Abweisung von Personen, wenn aufgrund der dichten Ansammlung der Menschen die Abstände nicht mehr eingehalten werden (können)

Am Wöhrder See wird die Polizei weiterhin nach Bedarf mit Lichtmasten ausleuchten, um die Bereiche an der Norikus-Bucht und am Sandstrand mit Kiosk zu kontrollieren. Die Polizei und der kommunale Außendienst ADN werden auch an den kommenden Wochenenden kontrollieren, ob die Maßnahmen eingehalten werden.

Erstmeldung am 10.07.2020: Partys in Nürnberg - So schränkt die Stadt ab heute das Nachtleben ein

Nürnberg beschließt neue Maßnahmen gegen Coronavirus-Ausbreitung: Nachdem es in Nürnberg wiederholt zu großen Menschenansammlungen und Feiern an beliebten Treffpunkten gekommen war, greift die Stadt jetzt durch. In Zusammenarbeit mit Polizei und Wirten wurden strenge Maßnahmen zur weiteren Corona-Eindämmung ausgearbeitet.  Das berichtet die Stadt Nürnberg.

Ab Freitag, 10. Juli 2020, gelten die neuen Bestimmungen. Unter anderem kommt dann am Köpfleinsberg ein Sicherheitsdienst zum Einsatz. Weitere Maßnahmen sind: 

  • Beobachtung der Menschenmenge auf dem jeweiligen Platz
  • Einhaltung des Sicherheitsabstands
  • Hinweise und Kontrollen an Ausschankflächen und Umgebung
  • Beschränkung der Personenanzahl

Neue Maßnahmen für Nürnbergs Party-Hotspots

An anderen Plätzen gelten ebenfalls neue Maßnahmen. Am Tiergärtnertorplatz gibt es ein generelles Verkaufsverbot von To-Go-Getränken. Diese Anordnung gilt am Wochenende vom 10. bis zum 12. Juli zwischen 20 und 5 Uhr. Beobachtet wird das Geschehen von Polizei, Ordnungsamt und Ordnungsdienst. Nach dem Wochenende wird ein Fazit gezogen.

Zusätzlich werden durch den Servicebetrieb Öffentlicher Raum an den beiden Plätzen große Pflanzenkübel platziert, um Abstand zu generieren. Am Nord- und Südufer des Wöhrder Sees soll zur besseren Kontrolle ein Beleuchtungssystem angebracht werden. Auf diese Weise hätten Polizei und Stadt mehr Übersicht über den Menschenandrang. 

Appell an Bürger: "Gefährden wir die niedrige Infektionsrate nicht!"

Die Nürnberger Gesundheitsreferentin Britta Walthelm appelliert an die Einwohner: "Ich bitte nochmals eindringlich alle Bürgerinnen und Bürger: Gefährden wir die niedrige Infektionsrate nicht! Die Gesundheitsvorsorge hat Vorrang". 

Auch in Bamberg wurde der öffentliche Alkoholausschank bereits eingeschränkt, weil der Andrang zu groß war. Darüber freut sich nicht jeder: Ein Wirt macht seinem Ärger Luft und nennt die Maßnahmen "witzlos". Mehr dazu in unserem Artikel.