Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Bluttat von Würzburg als Amoklauf bezeichnet. Ganz Bayern sei entsetzt über das, was in Würzburg geschehen sei, sagte Söder zu Beginn einer Landesdelegiertenversammlung der CSU am Samstag (26.06.2021) in Nürnberg. Es sei ein "schwerer Tag für Bayern", sagte Söder.

Der CSU-Chef hatte zuvor bereits Trauerbeflaggung für Bayern angekündigt. "Die Ereignisse sind unfassbar und schockierend", sagte er. Bayern trauere um die Opfer. "Wir bangen, beten und hoffen mit den Verletzten und den Angehörigen."

Ganz Bayern entsetzt: Söder äußert sich zu tödlicher Messerattacke in Würzburg

Besonders dankte Söder den Bürgern, die am Freitag in der Würzburger Innenstadt versucht hätten, den Täter zu stellen und in Schach zu halten: "Das war ein ganz beeindruckendes Engagement." Nun müssten die Umstände der Tat und die Motive geklärt werden.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich "erschüttert" über die Messerattacke geäußert. "Der Täter hat mit äußerster Brutalität gehandelt. Für diese menschenverachtende Tat wird er durch den Rechtsstaat zur Verantwortung gezogen", erklärte er am Samstag. Ganz Deutschland trauere mit den Angehörigen der Opfer. "Ich bin in Gedanken bei denen, die ihre Nächsten verloren haben. Den Verletzten wünsche ich baldige Genesung."

Steinmeier dankte auch den Polizisten, "die mit einem entschiedenen Einsatz den Täter überwältigt haben". Sein Dank gehe auch an die Rettungskräfte, die die Verletzten versorgt hätten, hieß es in der Mitteilung.

Unklar ist weiterhin das Motiv des mutmaßlichen Täters, der am späten Freitagnachmittag in der Innenstadt von Würzburg offensichtlich wahllos und ohne jegliche Vorwarnung auf Passanten eingestochen haben soll. Drei Menschen starben, mindestens fünf wurden schwer verletzt. Zwei davon schwebten in Lebensgefahr. Der Verdächtige, ein 24-jähriger Somalier, wurde von der Polizei angeschossen und festgenommen.

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