• Schwabacher "Gasthof Goldener Stern" hat mit Fußballer Christian Eigler neuen Pächter
  • Ehemaliger FCN-Spieler musste 2015 seine Karriere frühzeitig beenden
  • "War keine einfache Zeit, doch jetzt kommt ein neuer Lebensabschnitt"
  • "Fränkisch-overcross" Küche soll Gasthof verjüngen

Fußball prägt das Leben des 38-jährigen Christian Eigler, der in Schwabach (Unterreichenbach) aufwuchs. Von 2008 bis 2012 spielte er beim FCN, bevor er nach Ingolstadt wechselte. Ein Knieschaden zwang ihn jedoch vorzeitig, mit dem Spielen aufzuhören. Schon seit mehreren Jahren habe Eigler sich dafür interessiert, in Schwabach ein Restaurant zu eröffnen, berichtet er inFranken.de. Dieses Jahr tritt er neben seiner Tätigkeit als Jugendtrainer in die Fußstapfen von Familie Trutschel, welche den Traditionsgasthof "Goldener Stern" auf dem Königsplatz Schwabach im Februar nach 30 Jahren aufgab. 

Ex-FCN-Spieler wird Gastronom in Schwabach: Konzept überzeugte

Eiglers Fußball-Karriere startete in jungen Jahren bei seinem Heimatverein SV Unterreichenbach. Nach dem SpVgg Greuther Fürth und Arminia Bielefeld spielte er von 2008 bis 2012 beim FCN unter anderem in der Bundesliga. 2015 erlitt er eine Knieverletzung, die sein verfrühtes Karriere-Ende als Spieler markierte. "Ich war erst 31 Jahre alt und hätte gerne noch vier oder fünf Jahre gespielt. Es war keine einfache Zeit." Seit 2018 ist er aber Trainer beim Jugendclub SV Unterreichenbach, der dieses Jahr in die Landesliga aufsteige, berichtet er. Daran wolle er in Zukunft auch so gut es geht festhalten. 

Daneben sei es jetzt Zeit für eine neue Herausforderung: "Es ergibt sich immer wieder was Neues und jetzt kommt ein neuer Lebensabschnitt." Hin und wieder habe er mit der Gastronomie als zukünftige Alternative geliebäugelt. Vor ein paar Jahren habe er schon konkret den Umbau eines anderen Objektes geplant, "dann ist aber 'Der Stern' freigeworden. Der Hauseigentümer Ismail Sahin ist einer meiner besten Freunde."

Eiglers Konzept habe überzeugt und so habe er schon vergangenes Jahr den Pachtvertrag unterzeichnet. Die Gäste würden nach der Eröffnung Anfang Juni einen etwas anderen Gasthof vorfinden. "Wir bauen komplett um", verrät er. Insgesamt werde alles etwas moderner, "aber trotzdem dem denkmalgeschützten Haus angemessen" gestaltet. So bleibe die Bar bestehen, die Eigler in Zukunft noch öfter als seine Vorgänger einsetzen wolle. 

Eigler freut sich auf seine Gäste und sucht Personal "in jede Richtung"

Der 38-Jährige habe über die Traditionsmannschaft des FCN noch Kontakt zu einigen Spielern. "Sie wissen alle Bescheid und manche wollen zur Eröffnung kommen", teilt er mit. Das Thema Fußball solle aber keine präsente Rolle im "Stern" spielen, so sei etwa keine "Sportsbar" geplant. Als Geschäftsführer wolle Eigler oft im Gasthof präsent sein und sich "um das kümmern, was gerade ansteht". Besonders freue er sich auf die Begegnungen mit seinen Gästen. "Wegen des Austauschs und der Kontakte macht man das ja auch. Ich kenne in Schwabach viele Leute", sagt er und ist sich sicher, in seinem eigenen Gasthof auf bekannte Gesichter zu treffen.

Über drei Räume verfüge das Restaurant mit insgesamt 110 Plätzen. Im Biergarten vorne am Marktplatz und hinten im Hof fänden insgesamt 160 Gäste Platz. Diese kommen laut Eigler ab Juni in den Genuss einer "fränkisch-overcross"-Küche, "auch mit anderen Einflüssen". 90 Prozent der Speisekarte stünden bereits fest, die sein Chefkoch in Zusammenarbeit mit Eigler und dem Sous Chef geplant habe. Ein Geheimnis soll noch die fränkische Brauerei bleiben, die "Den Stern" mit regionalem Bier beliefere. Daneben kündigt Eigler internationale Weine und Cocktails an. Die Personalsuche sei noch in vollem Gange: "Wir suchen in jede Richtung."

Eigler habe den Anspruch, den Gasthof weiterhin täglich von 11 oder 11.30 bis 23 Uhr zu öffnen. Donnerstag bis Samstag wegen des Barbetriebs auch länger bis 1 oder 2 Uhr. Die Motivation, einen Traditionsgasthof zu verjüngen, stecke in ihm "weil es mir gefällt. Aber ich denke, dass Schwabach solch eine fränkische Küche mit regionalen Produkten auch braucht". 

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