Die Bergwacht Nürnberg berichtet von einem Einsatz nach einem Kletterunfall am Samstag (29. Oktober 2022). Von Rupprechtstegen aus, einem Gemeindeteil von Hartenstein im Nürnberger Land, ging der Notruf bei der Feuerwehr-Leitstelle in Nürnberg ein.

Eine Frau aus einer Gruppe von Seil-Kletterern hatte sich gegen 14 Uhr nach ihrem Absturz über mehrere Meter am Felsen verletzt, berichtet der Pressesprecher der Bergwacht Frankenjura Maximilian Zeuch im Gespräch mit inFranken.de.

Nach Kletterunfall im Nürnberger Land: Frau wird in Gebirgstrage von Fels geborgen

Die Leitstelle alarmierte die Bergwacht sowie den Landrettungsdienst. Im Einsatz waren zudem ein Rettungshubschrauber und die Feuerwehren Velden und Rupprechtstegen. Die Frau befand sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte am unteren Ende der Wand, so Zeuch. "Sie wurde dort vom Rettungsdienst und der Bergwacht medizinisch versorgt und betreut. Dann brachten die Einsatzkräfte sie in einer Gebirgstrage schonend zur Straße herunter."

Der Hubschrauber flog sie daraufhin in ein Krankenhaus im Raum Nürnberg. Hauptaufgabe der Feuerwehren war es laut Zeuch, die Straße zu sperren, damit die Rettungsfahrzeuge und der Hubschrauber ungestört eintreffen konnten. Erst vor einer Woche war die Bergwacht am selben Felsen im Einsatz, wie inFranken.de erfährt.

"Es gibt 10.000 Kletterrouten in der nördlichen Frankenjura und mehrfach im Jahr stürzen Menschen im Nürnberger Land ab", informiert Zeuch.

Bergwacht informiert über Steinschlag und richtiges Verhalten beim Klettern

Im jüngsten Fall habe die Gruppe richtig reagiert und die 112 alarmiert. Zeuch gibt weitere wichtige Ratschläge für Kletterer: "Man sollte die Basics kennen, wie man richtig klettert und sichert. Dafür gibt es Kurse, beispielsweise vom Deutschen Alpenverein. Erst, wenn man sicher ist, sollte man an den Felsen gehen."

Vor allem solle man dies "nie alleine" tun. Auch ein Kletterhelm sei essenziell: "Durch die Wärme- und Kälteperioden entsteht Steinschlag. Aus der Wand lösen sich Felsbrocken." Das könne zu schweren Verletzungen führen, so Maximilian Zeuch von der Bergwacht Frankenjura zum Schluss.