Frankenschnellwegbrücke einsturzgefährdet: Stadt erklärt weitere Schritte

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Nürnberger Frankenschnellwegbrücke einsturzgefährdet - weitere Schritte
Die Frankenschnellwegbrücke am Kreuz Nürnberg-Hafen musste nach einer Brückenprüfung vorsorglich geschlossen werden. Sie bleibt bis zu ihrem Abbruch komplett für den Verkehr gesperrt.
Nürnberger Frankenschnellwegbrücke einsturzgefährdet - weitere Schritte
Moritz Utili, Studio Höhn / Stadt Nürnberg
Nürnberger Frankenschnellwegbrücke einsturzgefährdet - weitere Schritte
Die Behelfsumfahrt an der Hafenstraße wird in den kommenden Wochen so weit fertiggestellt, dass sie für den Geradeausverkehr freigegeben werden kann ...
Nürnberger Frankenschnellwegbrücke einsturzgefährdet - weitere Schritte
Christian Höhn / Stadt Nürnberg
Nürnberger Frankenschnellwegbrücke einsturzgefährdet - weitere Schritte
Die Frankenschnellwegbrücke bleibt aus Gründen der Verkehrssicherheit bis zu ihrem Abbruch vollständig gesperrt ...
Frankenschnellwegbrücke bleibt bis zu Abbruch vollständig gesperrt
Moritz Utili, Studio Höhn / Stadt Nürnberg

Aus Sicherheitsgründen ist die Frankenschnellwegbrücke in Nürnberg dauerhaft dicht. Die Stadt hat nun mitgeteilt, wie es rund um das marode Bauwerk weitergeht.

Die Frankenschnellwegbrücke über den Main-Donau-Kanal bleibt bis zu ihrem Abbruch dauerhaft gesperrt, da die Standsicherheit unter Verkehr nicht mehr gegeben ist. Wie die Stadt Nürnberg vor wenigen Tagen bekanntgab, wurden bei turnusmäßigen Prüfungen im März "erhebliche neue Schäden" festgestellt, die sich seit der letzten Sonderprüfung im August 2025 deutlich schneller entwickelt haben als zuvor. Zu den Schäden zählen unter anderem Kiesnester, Hohlstellen, freiliegende Spannglieder, fehlender Verbund zwischen Spannstahl und Beton sowie Querrisse an den Stützen.

Die Brücke ist Teil des 347,5 Millionen Euro teuren Ersatzneubaus der Hafenbrücken, der seit Ende 2024 läuft und die Brücken aus den 1970er-Jahren schrittweise ersetzt. Vorgesehen ist die Fertigstellung des ersten neuen Brückenteils für August 2027, anschließend folgen Abbruch und Neubau der zweiten Brückenhälfte. Die dauerhafte Sperrung des Bauwerks führt nun zu Verkehrsverlagerungen auf umliegende Strecken mit längeren Fahrzeiten und Staus.

Frankenschnellwegbrücke dauerhaft gesperrt - Behelfsumfahrung soll Verkehr entlasten

Nach der Vollsperrung der Frankenschnellwegbrücke über die Südwesttangente und den Main-Donau-Kanal am 18. März arbeitet der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) an Maßnahmen zur Minimierung der Verkehrsauswirkungen. Parallel laufen weitere technische Untersuchungen und verkehrliche Prüfungen. Eine Freigabe für den öffentlichen Verkehr ist ausgeschlossen, die Brücke wird abgerissen.

Laut Marco Daume, dem technischen Werkleiter von Sör, wird die Behelfsumfahrt auf der Verkehrsachse Finkenbrunn - Hafenstraße in den kommenden Wochen so weit fertiggestellt, dass sie für den Geradeausverkehr freigegeben werden kann. "Damit schaffen wir trotz der weiterhin laufenden Arbeiten eine spürbare Entlastung an der Anschlussstelle Nürnberg Hafen-Ost. Der Verkehr wird dort besser verteilt, und wir rechnen in der Folge mit deutlich weniger Stau", wird Daume in einer am Freitag (27. März 2026) veröffentlichten Pressemitteilung der Stadt Nürnberg zitiert. 

Am bestehenden Bauwerk sind weitere Untersuchungen vorgesehen. Ein Monitoringsystem soll mögliche Veränderungen unter Eigenlast beobachten, um den Verkehr unter der Brücke – auf dem Main-Donau-Kanal und der Südwesttangente – weiterhin aufrechterhalten zu können. Der bereits enge Prüf- und Kontrollrhythmus bleibt bestehen.

Stadt beauftragt Verkehrsgutachter - Info-Veranstaltung zu Projekt Hafenbrücken Ende April

Die Stadt untersucht die Verkehrssituation insbesondere zu den morgendlichen und abendlichen Spitzenzeiten. Die Beschilderung wird angepasst. Geprüft werden unter anderem die Optimierung von Ampelprogrammen an verschiedenen Knotenpunkten, eine übergangsweise Auffahrtsmöglichkeit von der Hafenstraße auf die A73 in Fahrtrichtung Feucht sowie eine stärkere Verkehrslenkung über die Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Süd. Ein Verkehrsgutachter soll die Situation insbesondere mit Blick auf den Beginn der Bauarbeiten entlang der Hafenstraße bewerten.

"Die Abläufe des Projekts Hafenbrücken werden vor dem Hintergrund der neuen Situation durchdacht", heißt es vonseiten der Stadt. Dabei geht es vor allem um Bauarbeiten und Verkehrsführung bis zur geplanten Fertigstellung des ersten Brückenüberbaus der neuen Frankenschnellwegbrücke im August 2027. "Möglicherweise können Abriss und Neubau der zweiten Brückenhälfte vorgezogen und damit beschleunigt werden", so die Stadt. 

Zu klären seien dabei Fragen der Bauabläufe und Kapazitäten, möglicher Mehr- oder Minderkosten sowie der Finanzierung. Ebenfalls zu berücksichtigen ist der aktuellen Mitteilung zufolge die Stromversorgung des Nürnberger Südens durch die N-Ergie. Am 30. April, einem Donnerstag, findet um 18 Uhr in der Turnhalle des Schulzentrums Südwest, Pommernstraße 10, eine Informationsveranstaltung statt. Interessierte Bürger können sich dort über den aktuellen Stand des Gesamtprojekts Hafenbrücken sowie über die nächsten Schritte informieren.

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