• Nürnberg: Katharina (15) hat zum zweiten Mal Leukämie
  • "Vor Weihnachten noch das blühende Leben": Familie hat im Februar schlimmen Verdacht
  • Cnopf'sche Kinderklinik behandelt Katharina erneut - da fällt ihrer Mutter etwas auf 
  • "Helft uns bitte": Aufruf auf Spendenplattform trifft auf große Resonanz

Die 15-jährige Katharina aus Nürnberg hat es zum zweiten Mal in ihrem Leben schwer getroffen. Die Gymnasiastin hat Anfang des Jahres erneut die Diagnose Leukämie erhalten. "Man stellt alles infrage", erzählt ihre Mutter Elsa Hollatz-Galuschki im Gespräch mit inFranken.de. Katharina wird nun erneut in der Cnopf'schen Kinderklinik in Nürnberg behandelt. Dort ist ihrer Mutter etwas aufgefallen, das sie veranlasste, einen rührenden Spendenaufruf ins Netz zu stellen. Nicht nur für Katharina, sondern auch für andere krebskranke Kinder auf der Station der Klinik. 

Katharina aus Nürnberg hat zum zweiten Mal Leukämie: Vorher "das blühende Leben"

"Damals mit acht, als die Krankheit das erste Mal bei Katharina festgestellt wurde, ist sie auch in der Klinik behandelt worden", erzählt Hollatz-Galluschki, die ursprünglich aus Berlin kommt und selbst als Ärztin in der Geburtsstation an der Hallerwiese arbeitet. "Wir dachten danach eigentlich, wir hätten es geschafft." Die Nebenwirkungen der Chemotherapie - gerade für Kinder - seien "schwerwiegend", Haarausfall "noch das Geringste". 

Doch obwohl das Risiko, erneut zu erkranken, statistisch immer weiter sinke, gelte man erst nach zehn Jahren geheilt, so die 46-Jährige, die noch zwei weitere Töchter hat. "Kurz vor Weihnachten war Katharina noch das blühende Leben", beschreibt sie. Doch Ende Januar dieses Jahres habe Katharina plötzlich immer blasser gewirkt und über Rückenschmerzen geklagt. "Wir hatten es kurze Zeit verdrängt, aber ich hatte recht früh den Verdacht, dass es wieder Leukämie sein könnte", erzählt Hollatz-Galuschki. 

Ein Schock für die Familie: "Man stellt alles infrage. Warum gerade ich, warum wir? Und ist jetzt eine Knochenmarktransplantion notwendig?" Doch zum Glück sei das nicht der Fall gewesen, weil Katharina trotz aller Schwierigkeiten an einem "recht einfachen" Typ der Leukämie erkrankt sei. "Sie ist durch ihre Erfahrungen früh schon sehr reif gewesen", erzählt ihre Mutter. Mittlerweile habe die 15-Jährige ihre zweite Therapie fast hinter sich. 

Mutter startet rührenden Aufruf: Kinderkrebsstation soll schöner werden 

Katharina werde "liebevoll und glücklicherweise aussichtsreich" in der Cnopf'schen Kinderklinik behandelt. Besonders gegenüber den Pflegekräften und der Ärzteschaft gegenüber sei sie sehr dankbar, sagt Hollatz-Galuschki. Diese hätten sich auch sechs Jahre später wieder "mit Herz und höchster Qualität" um ihre Tochter gekümmert. Doch auch eine andere Sache habe sich nach der langen Zeit nicht geändert - und die ist in den Augen der Gynäkologin alles andere als positiv. 

"Im Verlauf so einer Behandlung verbringen die jungen Menschen die meiste Zeit stationär", sagt sie. Doch leider sei die Einrichtung der Station "etwas in die Jahre gekommen". Besonders das gemeinsame Aufenthaltszimmer für die Jugendlichen sei "schon damals nicht sehr modern gewesen". Dort stehe etwa "eine Playstation, die ist veraltet, sodass niemand darauf spielen will". Auch die Farbgestaltung und alte Möbel würden "nicht so sehr zum Wohlfühlen einladen". Deshalb hat Elsa Hollatz-Galuschki eine Spendenaktion ins Leben gerufen. 20.000 Euro will die 46-Jährige sammeln, um das Jugendzimmer der Krebsstation unter anderem mit "bequemen Sesseln" und moderner Technik zu renovieren. "Helft uns bitte dabei, etwas Schönes daraus zu machen", schreibt sie in ihrem Aufruf.

"Die Jugendlichen kommen nicht zueinander, wenn sie sich an dem Ort nicht gerne treffen." Und das sehen offenbar auch viele andere so. Nachdem Hollatz-Galuschki den Aufruf am Montagabend online gestellt hat, seien "in nur 48 Stunden" schon über 7000 Euro für die Renovierung zusammengekommen. "Wahnsinn, schon so ein toller Erfolg!", schreibt die Mutter den Unterstützenden. Dass sie sich trotz der Krankheit ihrer Tochter so engagiert, erklärt sie folgendermaßen: "Man will den Schock in positive Energie umwandeln und sagen: Das ist jetzt unsere Chance."

Hier geht es zur Spendenkampagne für die Nürnberger Kinderkrebsstation "Regenbogen"