Das bargeldlose Bezahlen von Parkplätzen in Nürnberg wird von Jahr zu Jahr beliebter. Das bringe Vorteile mit sich, wie Bürgermeister Christian Vogel erklärt.
Die zunehmende Bedeutung des bargeldlosen Bezahlens zeigt sich auch bei der Parkraumbewirtschaftung in Nürnberg: 2022 wurde jeder fünfte Parkvorgang im öffentlichen Raum über das sogenannte Handyparken abgewickelt – ein Plus von 39,26 Prozent gegenüber dem Jahr 2021. Das teilt die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung mit. Der Anteil des Handyparkens an den mehr als 4,3 Millionen Euro Einnahmen der Parkraumbewirtschaftung betrug 2022 rund 870 000 Euro. Zum Vergleich: 2015 wurden gerade einmal 7,6 Prozent aller Parkvorgänge per Handy, also per SMS oder über eine App, bezahlt. An mehr als 3 000 Parkplätzen kann in Nürnberg der Parkschein per App gelöst, bezahlt und verlängert werden. Beim Klick auf die Parkzone erhalten die Nutzerinnen und Nutzer Infos zu den Parkgebühren und zum gebührenpflichtigen Zeitraum.
„Die mühsame Suche nach Kleingeld, um einen Parkautomaten zu füttern, gehört immer mehr der Vergangenheit an“, sagt Bürgermeister Christian Vogel. Rund 3,5 Millionen Euro Münzgeld sammelten sich 2022 in den städtischen Parkautomaten an – eine logistische Herausforderung. Schon deshalb freut sich Christian Vogel über die stetige Steigerung des bargeldlosen Zahlens der Parkgebühren.
Das Park-System ist in der ganzen Stadt und auch am Flughafen im Einsatz. „Ein großer Vorteil ist zum Beispiel, dass man nicht mehr zum Auto zurücklaufen muss, um ein neues Ticket zu lösen, wenn die Parkzeit abgelaufen ist“, so Bürgermeister Christian Vogel. „Per Handy lässt sie sich ganz einfach verlängern, egal, wo man sich gerade befindet. Das ist deutlich bequemer und sicherer für die Nutzerinnen und Nutzer.“
Bürgermeister Christian Vogel will jedoch keinesfalls dafür werben, stets mit dem Auto in die Stadt fahren – im Gegenteil: „Ideal wäre natürlich, wenn wir den Raum unserer schönen Stadt gar nicht mehr für Parkplätze verwenden müssten. Unsere Stadt ist sehr gut durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossen, die Innenstadt ideal angebunden. Das lädt regelrecht zur Nutzung ein.“
Also ich habe mein Kleingeld schneller gesucht, als ich eine weitere App installiere und diese dann vermutlich nicht zum Laufen bekomme.
Was natürlich nervt, dass man sich in der Metropolregion nicht auf einen Anbieter einigen kann. PaybyPhone (welche in Nürnberg der Dienstleister ist) wurde in Erlangen zum Jahresanfang nach jahrelanger Nutzung abgekündigt. Toll, jetzt kann ich mein Smartphone mit ein Dutzend Parking-Apps zumüllen, weil jede Stadt/Gemeinde einen anderen Dienstleister unter Vertrag nimmt. Warum kann man nicht mehrere Anbieter parallel in einer Stadt lizensieren? Dann reicht eine Parking-App für alle! Hier wird das Chaos der ÖPNV-Tarifverbünde durch kleinteilige Parking-Apps nur kopiert. Kundenfreundlichkeit geht anders!