"Lautes Miauen": Feuerwehr bricht Hauswand auf - und macht überraschende Entdeckung

1 Min
"Lautes Miauen": Feuerwehreinsatz bei Coburg mit überraschender Wende
Am Montag (4. Mai 2026) kam es in Neustadt bei Coburg zu einer aufwendigen Tierrettungsaktion. Eine vermeintliche Katze saß in einem Regenfallrohr fest und konnte erst mit Spezialtechnik befreit ...
SplitImage 1777975422
Collage inFranken.de: Feuerwehr Neustadt bei Coburg
"Lautes Miauen": Feuerwehreinsatz bei Coburg mit überraschender Wende
Am Montag (4. Mai 2026) kam es in Neustadt bei Coburg zu einer aufwendigen Tierrettungsaktion. Eine vermeintliche Katze saß in einem Regenfallrohr fest und konnte erst mit Spezialtechnik befreit ...
Feuerwehr Neustadt bei Coburg
"Lautes Miauen": Feuerwehreinsatz bei Coburg mit überraschender Wende
Am Montag (4. Mai 2026) kam es in Neustadt bei Coburg zu einer aufwendigen Tierrettungsaktion. Eine vermeintliche Katze saß in einem Regenfallrohr fest und konnte erst mit Spezialtechnik befreit ...
Feuerwehr Neustadt bei Coburg

Die Meldung von einer festsitzenden Katze rief Polizei und Feuerwehr in Neustadt bei Coburg auf den Plan. Doch der Einsatz nahm eine überraschende Wendung.

In Neustadt bei Coburg kam es am Montagabend (4. Mai 2026) zu einem ungewöhnlichen Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Wie die Polizeiinspektion Neustadt bei Coburg am Dienstag (5. Mai 2026) mitteilt, hatte ein 33-Jähriger um 19.30 Uhr den Notruf gewählt und eine im Mauerwerk eines Gebäudes in der Damaschkestraße festsitzende Katze gemeldet. 

Nach Angaben der Feuerwehr Neustadt bei Coburg konnten die Informationen des Anrufers nach dem Eintreffen am Einsatzort schnell bestätigt werden, denn aus einem Regenfallrohr in etwa fünf Metern Höhe sei "lautes Miauen" zu hören gewesen. Da auf den ersten Blick kein Tier zu erkennen gewesen war, musste die Hauswand geöffnet werden, um Zugang zum Fallrohr zu erhalten. 

Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz im Kreis Coburg: Tier mit Staubsauger aus Hauswand befreit

"Mit Schlagbohrmaschine, Trennschleifer und Multitool wurde das Rohr Stück für Stück geöffnet", berichtet die Feuerwehr. Parallel dazu sei auf der Rückseite des Gebäudes ein möglicher Ausgang des Regenwassersystems überprüft worden, um womöglich von der anderen Seite an das Tier heranzukommen. Erst nach rund zwei Stunden habe man die genaue Position des Tieres schließlich mithilfe der Rohrinspektionskamera einer zwischenzeitlich verständigten Kanalreinigungsfirma feststellen können.

Dabei habe sich herausgestellt, dass sich das Tier nochmals etwa anderthalb Meter weiter im Rohr innerhalb des Gebäudes befand. Gleichzeitig wurde klar, dass es sich entgegen der ursprünglichen Annahmen nicht um eine Katze handelte. Nach Angaben der Einsatzkräfte war das im Fallrohr festsitzende Tier ein Baby-Marder, dessen Schreie demnach "täuschend echt wie das Miauen einer Katze klangen".

Um das Mauerwerk nicht gänzlich aufstemmen zu müssen, entschied man sich für eine Tierrettung mittels eines Staubsaugers. "Mithilfe des Industriegeräts saugten die Einsatzkräfte das Tier vorsichtig an und retteten es schließlich aus dem Regenrohr", heißt es vonseiten der Polizei. Im Anschluss sei der kleine Marder zur weiteren Versorgung in eine Tierklinik gebracht worden.

Steinmarder gut an urbane Lebensräume angepasst

Marder sind eine Familie (Mustelidae) fleischfressender Säugetiere mit etwa 60 Arten, zu denen unter anderem Otter, Dachse, Wiesel und Iltisse gehören. In Deutschland kommen hauptsächlich Steinmarder und Baummarder vor, wobei Steinmarder häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen leben und für Schäden an Autos (Kabel, Schläuche) bekannt sind. Während der Baummarder eher in Wäldern lebt, hat sich der Steinmarder gut an urbane Lebensräume angepasst.

Weitere Nachrichten aus dem Kreis Coburg findet ihr in unserem Lokalressort.

Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen