Ab dem 3. Juni 2024 wird für zwei Wochen regelmäßig ein Helikopter in niedriger Höhe über der Stadt Nürnberg fliegen. In manchen Bereichen kann es dadurch zu Beeinträchtigungen für die Anwohner kommen.
Ab Montag, 3. Juni 2024 sind Mitarbeiter*innen der N-ERGIE Netz GmbH gut zwei Wochen lang mit einem Helikopter im Netzgebiet unterwegs, um Hochspannungsleitungen aus der Luft zu kontrollieren, wie die N-ERGIE Aktiengesellschaft in einer Pressemitteilung informiert. Jeweils zwischen ca. 8:00 und 17:00 Uhr überfliegen sie insgesamt rund 800 Kilometer Freileitung und dokumentieren deren Zustand.
Die Flüge werden in einer niedrigen Höhe (ca. 35 Meter) durchgeführt und sind mit dem Luftamt Nordbayern abgestimmt. Teilweise fliegt der Helikopter sehr dicht an die Masten und Leitungen heran – bis auf etwa fünfzehn Meter kommt er ihnen nahe. Die Flüge dienen der frühzeitigen Erkennung von möglichen Schwachstellen am Stromnetz. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zu den regelmäßigen Kontrollen vom Boden aus und bieten eine zusätzliche Perspektive, die hilft, Schäden an Masten, Isolatoren und Leiterseilen auszumachen.
Gleichzeitig lässt sich überprüfen, ob der Sicherheitsabstand überall eingehalten ist, ob zum Beispiel Bäume mittlerweile zu nahe an die Leitungen herangewachsen sind. Da die Techniker*innen der N-ERGIE Netz GmbH eine gute Sicht auf die Stromleitungen benötigen, wird nur bei klarem Wetter geflogen. Witterungsbedingt kann sich die Überprüfung deshalb zeitlich verzögern.
Durch den Einsatz des Hubschraubers kommt es in den zu kontrollierenden Bereichen zu Lärm und Abwind. Die N-ERGIE Netz bittet die betroffenen Anwohner*innen um Verständnis und versucht die Beeinträchtigungen für Mensch und Tier so weit wie möglich zu reduzieren. Werden beispielsweise Pferde, Rinder oder Wildtiere im Umfeld der Leitungen gesichtet, umfliegt der Helikopter diesen Bereich, um die Tiere nicht zu verschrecken.
Netzbetreiber wie die N-ERGIE Netz GmbH sind dafür zuständig, dass alle angeschlossenen Verbraucher*innen zuverlässig Strom erhalten. Eine hohe Versorgungssicherheit kann nur mit aufwändigen regelmäßigen Kontrolle erreicht werden. Durchschnittlich knapp sieben Minuten mussten die Menschen im Netzgebiet aufgrund ungeplanter Ereignisse 2022 ohne Strom auskommen – rund fünf Minuten weniger als im Bundesdurchschnitt.
Das Stromnetz der N-ERGIE Netz GmbH deckt weite Teile Mittelfrankens ab und geht in die angrenzenden Regierungsbezirke über. Es erstreckt sich vom Würzburger Umland im Norden bis Eichstätt im Süden, sowie von Weikersheim im Westen bis nach Sulzbach-Rosenberg im Osten. Die Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen sind insgesamt rund 29.000 Kilometer lang.