Es sollte ein schöner Ausflug werden zur Eröffnung des Christkindlesmarkt in Nürnberg. Ein 75-Jähriger aus Unterfranken und seine Begleiterin aus Nordrhein-Westfalen machten sich vergangenes Wochenende auf, um die Eröffnung des berühmten Weihnachtsmarktes live zu erleben. Nachdem sie genug Adventsluft geschnuppert hatten, bemerkten sie, dass sie etwas Wichtiges vergessen hatten -nämlich, wo sie ihr Auto geparkt haben.

Das Duo suchte vergeblich in den Nürnberger Gassen nach dem Wagen - und verlief sich dabei auch noch in der Frankenmetropole. Verzweifelt sprachen sie schließlich eine USK-Streife an und baten die Beamten um Hilfe. Diese zeigten sich hilfsbereit und versprachen, das Auto bis zum Abend wiederzufinden. Das berichtete das Polizeipräsidium Mittelfranken am Montag in einem Facebook-Post.

Auto geparkt und vergessen - Rentner-Paar auf Irrfahrt durch Nürnberg 

Immerhin gab es einen Anhaltspunkt: Der 75-Jährige erinnerte sich, dass er sein Fahrzeug auf einem Behindertenparkplatz abgestellt hatte. Die USK-Leute setzten sich kurzerhand mit den verlorenen Rentnern in den Streifenwagen und machten sich auf die Suche nach dem Auto. Dabei fuhren die Polizisten koordiniert alle Parkplätze in der Innenstadt ab - und führten laut eigener Angabe sehr nette Gespräche mit dem älteren Paar.

Schließlich wurde es sogar noch richtig spannend für den Unterfranken und seine Freundin. Denn bei der Suche bemerkten die Beamten unweit des Hauptmarktes einen Ladendieb, der gerade vom Tatort flüchtete. Die Polizisten konnten ihn aber vor den Augen ihrer Gäste dingfest machen und zuständigen Kollegen übergeben.

Nach zwei Stunden erfolglosen Herumfahrens wurde die Suche nach dem Auto schließlich abgebrochen. Die Polizei verständigte die Angehörigen des Rentner-Paares, damit sie jemand in Nürnberg abholt. Die USK-Leute hatte aber dann doch noch einmal der Ehrgeiz gepackt und sie machten sich noch einmal auf den Weg, um den verlorenen Wagen zu finden. Nach einer Stunde hatten sie schließlich Erfolg -der Wagen stand jedoch nicht auf einem Behindertenparkplatz, sondern in einer Gasse am Straßenrand. Überglücklich konnten der 75-Jährige und seine Begleiterin sich dann doch noch auf den Heimweg machen.

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