In einem Nürnberger Café  in der Altstadt herrscht neuerdings die "1G"-Regel. Auf einer großen Tafel weist Vjera Galat ihre Gäste auf die Neuregelung hin: "1G: Ein Glühwein pro Tag“ lautet das neue Corona-Trink-Motto der sympathischen Betreiberin des Cafés am Trödelmarkt zwischen Henkersteg und Liebesinsel.

"Wir alle leben nach den G-Regeln. Also warum nicht nach der 1G-Regel?“, sagt Galat zu ihrer persönlichen Erfindung der "heißen“ G-Variante.  "Die Zeiten sind so ernst. Da muss man sich einfach den Humor bewahren und etwas einfallen lassen“, sagt die pfiffige Caféhaus-Chefin aus Nürnberg zur Einen-Glühwein-pro-Tag-Regel.

Nürnberg: Café leidet unter Corona - und führt deshalb eigene "1G-Regel" ein

Nach dem langen Lockdown liege die Gastronomie am Boden. "Wir müssen die Leute anziehen, solange wir noch dürfen.“  Galat befürchtet neue Verbote durch die Politik. "Hoffentlich bekommen wir nicht wieder ein Alkohol-Verbot. Was machen wir sonst mit unserem schönen Glühwein?“, fragt sich Galat und erzählt, dass der heiße Wein mit den vielen Gewürzen im Café am Trödelmarkt noch "mit viel Liebe“ ganz traditionell wie früher selbst zubereitet werden.

Der hausgemachte Glühwein schmecke so gut, dass sich die  Gäste auch doppelt an die "1G-Regeln" halten und gleich zwei Tassen trinken könnten. Zum Genießen des glühend-heißen Weihnachtsrituals braucht es im Café am Trödelmarkt übrigens überhaupt kein G. "Draußen auf der Terrasse sind alle Gäste willkommen.“

Nur in den schönen Innenräumen mit dem romantischen Blick auf die Pegnitz gilt die "echte“ 2G-Regelung. Die herrliche Aussicht können die Terrassen-Glühwein-Trinker am Trödelmarkt freilich ebenfalls genießen. Die Absage des Christkindlesmarktes könne das Café vielleicht noch verkraften. Eine Schließung könnte dem schönen Laden am Trödelmarkt allerdings das Genick brechen. "Wir müssen jetzt die Glühwein-Gelegenheit beim Schopf packen - wer weiß was in ein paar Wochen ist“, muntert Galat die Gäste zum schnellen Ausprobieren der „1G-Regel“ in Nürnberg auf.