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Nürnberg
Nachhaltigkeit

Neuer Unverpackt-Laden in Franken: Alles zu Eröffnung, Sortiment und Konzept

Schon bald soll in Nürnberg ein neuer Unverpackt-Laden eröffnen. Finanziert wurde das Projekt über Crowdfunding - die Gründer freuen sich nach Überwindung einiger coronabedingter Komplikationen auf den Start.
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Die Gründer von "Freivon - Der Unverpacktladen" in ihrer neuen Immobilie - mit Blick auf den Hauptmarkt. Foto: Freivon - Der Unverpacktladen

Nürnberg bekommt neben dem "ZeroHero" einen zweiten Unverpacktladen: Bereits im September soll der Laden mit Blick auf den Hauptmarkt eröffnen. Mit einem großen Sortiment, einer Café-Ecke und Gebäck wollen die Besitzer die Kunden anlocken. 

"Wir sind drei Gründer", erklärt Denise Fischer. Sie und ihr Freund Tobias Kleinöder suchten beide nach neuen Orientierungsmöglichkeiten in ihrem Leben: "Wir haben eine Veränderung gebraucht".  Über Umwege haben die beiden dann Klaus Bönisch kennengelernt - der schon seit Längerem von der Eröffnung eines Unverpackt-Ladens geträumt hatte. So kam es schließlich von der Idee zum handfesten Plan. Über die Crowdfunding-Plattform "StartNext" finanzierten die drei ihr Projekt. Mit vollem Erfolg: Insgesamt kamen bislang über 18.000 Euro zusammen. "Wir sind super-happy", sagt Fischer und lacht freudig.

Corona verzögert Eröffnung: Crowdfunding nach hinten verschoben

Ursprünglich war die Eröffnung schon im Mai geplant, dann kam Corona dazwischen. Weil die Crowdfunding-Plattform auch Unterstützungsgesuche für Unternehmen in Not bietet, entschlossen sich die "Freivon"-Gründer dazu, ihre Termine nach hinten zu verschieben. "Andere Läden haben in dieser Zeit dringender Geld gebraucht. Wir wollten ihnen da auch nicht die Bühne wegnehmen", erklärt Fischer.

Auch die Immobiliensuche gestaltete sich langwierig, letztendlich wurden die drei aber Anfang Juni fündig. "Wir haben jetzt eine besondere Lage, wir können den Hauptmarkt sehen", freut sich Denise Fischer. In der Hans-Sachs-Gasse 9 befindet sich der Laden.

Aktuell laufen einige Anfragen an Handwerker - die Eröffnung ist für September geplant. Für Kunden wollen sie dann vor allem ein großes veganes Sortiment bieten. Auch eine Café-Ecke inklusive frischem Gebäck und Kaffee wird es geben. 

Social-Media als Verbreitungsplattform: Vorwissen hilft

Geholfen hat Denise Fischer und ihren zwei Mitgründern auch ihr vorheriger Job. Sie war im Social-Media-Marketing tätig und konnte diesbezüglich einiges an Wissen in die Vermarktung ihres Projekts einbringen. Über Instagram und Facebook starteten die Gründer schon lange vor der Crowdfunding-Kampagne die Verbreitung ihres Plans.

Zusätzlich hat das "Freivon"-Team viele Unterstützer angeschrieben, etwa Influencer, und Werbung auf Facebook geschaltet. Große "Business-Angels", wie Fischer es nennt, habe es aber nicht gegeben. Dennoch sei die Zielgruppe nicht nur auf junge Menschen beschränkt, weswegen die Betreiber Wert auf Flyer und die Präsenz vor Ort legen: "Auch relativ viele ältere Menschen kommen in Unverpackt-Läden, weil man dort bedarfsgerecht einkaufen kann". 

Im Sortiment sollen sich vor allem Bio-, regionale, vegane und vegetarische Produkte wiederfinden. Neben klassischen Lebensmitteln wird es auch Kosmetik- und Haushaltsprodukte geben. Nähere Informationen zu den Angeboten gibt es auf der Website von "Freivon".

Regionale Produkte boomen – erst recht im Corona-Zeitalter. In Nürnberg erfreuen sich sogenannte Hofläden immer größerer Beliebtheit.